Wer auf dem Oktoberfest mit Social-Media-Posts Geld verdient, braucht eine Lizenz. Rund 450 Genehmigungen hat München bislang erteilt – und damit mehr als 100.000 Euro eingenommen.
Wer auf dem Oktoberfest mit Social-Media-Posts Geld verdient, braucht eine Lizenz. Rund 450 Genehmigungen hat München bislang erteilt – und damit mehr als 100.000 Euro eingenommen.
Die endgültige Zahl der Lizenzen könnte allerdings noch steigen. Denn das Wirtschaftsreferat überprüft weiterhin Beiträge von Influencern, Werbetreibenden und Unternehmen. Wer kommerziellen Content auf dem Oktoberfest erst nachträglich genehmigen lässt, muss zudem mit höheren Kosten rechnen.
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Wie hoch die einzelnen Gebühren ausfallen, veröffentlicht die Stadt München nicht. „Die genaue Berechnung hängt dann von verschiedenen Parametern ab, wie der Reichweite oder die Art der Monetarisierung auf einer Plattform“, teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsreferates mit, wie „n-tv“ berichtet.
Wer ohne vorherige Genehmigung kommerzielle Inhalte veröffentlicht und von der Stadt entdeckt wird, muss nachträglich eine Lizenz beantragen. „Vorab nicht lizenzierter Content muss nachlizenziert werden und wird aufgrund des höheren Aufwands teurer“, erklärte das Wirtschaftsreferat.
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Die Lizenzpflicht gilt seit diesem Jahr für Social-Media-Inhalte, die unmittelbar oder mittelbar kommerziellen Zwecken dienen. Dazu zählen unter anderem Sponsoring, Kooperationen und Produktplatzierungen. Private Beiträge sind davon nicht betroffen.
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Auch Cathy Hummels gehört zu den prominenten Lizenznehmerinnen. Die Influencerin und ehemalige Spielerfrau zahlte Gebühren für ihren „Wiesen-Bummel“ und erwarb damit zugleich einen „Freifahrtschein“ für ihre Gäste.
Bereits im September äußerte sich Hummels grundsätzlich positiv zu den neuen Regeln. „Grundsätzlich finde ich es richtig, dass die Stadt München das Oktoberfest als weltweit bekannte Marke schützt und klare Regeln für die kommerzielle Nutzung schafft“, sagte sie damals. Gleichzeitig schlug sie einen digitalen „Wiesn Content Check“ vor, mit dem Creator vorab prüfen könnten, ob für geplante Inhalte eine Lizenz notwendig ist.
Aus Sicht des Münchner Wirtschaftsreferates dürfen Influencer selbstverständlich Bilder und Videos vom Oktoberfest veröffentlichen. „Natürlich dürfen Influencer vom Oktoberfest posten. Wir freuen uns auch, wenn Eindrücke unseres schönen Festes nach außen gegeben werden“, sagte die Sprecherin.
Für kommerzielle Beiträge gelten jedoch andere Regeln. „Wer aber mit unserem Fest Geld verdient, muss sich auch daran beteiligen. Das gilt für unsere Wirte und Schausteller selbstverständlich ebenso wie für Influencer – und zwar dann, wenn sie mit einem Posting direkt Geld verdienen.“
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