Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Zwischen Beton und Elbe: Das geheime Naturparadies im Herzen der Stadt

Дата публикации: 15-08-2026 05:59:55

Zwischen Beton und Hafenbecken verbirgt sich mitten in der HafenCity ein überraschendes Naturparadies. Naturschützer Frederik Landwehr zeigt, warum selbst unscheinbares „Unkraut“ für ihn ein Schatz ist – und was Hamburg daraus für die Stadt der Zukunft lernen kann.

Основное содержимое страницы с новостью.

Hamburg

Zwischen Beton und Elbe: Das geheime Naturparadies im Herzen der Stadt

Zwischen Elbe und Asphaltdschungel: Frederik Landwehr (43), Leiter des NaturRaums HafenCity, weiß, wo Hamburgs versteckte Naturparadiese liegen. Florian Quandt

Zwischen Beton und Hafenbecken verbirgt sich mitten in der HafenCity ein überraschendes Naturparadies. Naturschützer Frederik Landwehr zeigt, warum selbst unscheinbares „Unkraut“ für ihn ein Schatz ist – und was Hamburg daraus für die Stadt der Zukunft lernen kann.

Für die meisten Menschen ist es nur Unkraut: das Gestrüpp, das zwischen den Gehwegplatten in der HafenCity empor sprießt. Doch es gibt einen Menschen, der beim Anblick der wilden Ranken Herzchenaugen bekommt. Und der am liebsten laut „Stopp!“ rufen würde, wenn die Stadtreinigung zur Unkrautentfernung kommt. Denn: Für Frederik Landwehr ist das Gebiet rund um den Baakenhafen ein verstecktes Naturparadies. Die MOPO traf ihn zum Spaziergang durch die „Wildnis“ mitten im Asphaltdschungel.

„Da – ein Mauerpfeffer!“, jubelt Frederik Landwehr und fällt auf die Knie. Vorsichtig zupft er ein Blättchen von dem buschigen Pflänzchen, das sich einen Weg durch den Beton des Versmannkais am Baakenhafen gekämpft hat. 

Zwischen Asphalt und Elbe: In der HafenCity befindet sich ein verstecktes Naturparadies

Was das Besondere an dem nur drei Millimeter großen Pflanzenteil sein soll, erschließt sich einem erst, als der Leiter des NaturRaums HafenCity der Loki-Schmidt-Stiftung es zwischen den Fingern zerquetscht. Denn: Plötzlich tritt Wasser hervor! Das gewitzte Gewächs ist in der Lage, trotz einer Außentemperatur im sommerlichen Hamburg von mehr als 30 Grad, die alles in der Umgebung verdorren lässt, Flüssigkeit zu speichern. „Wie bei einem Kaktus“, erklärt Frederik Landwehr.

Wunder wie diese gibt es viele rund um den Baakenhafen. Man muss nur genau hinschauen. Die neue Dauerausstellung NaturRaum HafenCity, die von Mittwoch bis Freitag sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist, hilft dabei, diese kleinen Sensationen zu entdecken. Der Eintritt in diese verspielte und gleichzeitig sehr lehrreiche Informationsfläche für Kinder wie Erwachsene ist frei.

Die WochenMOPO 33/2026
Drei deutschsprachige Magazine liegen nebeneinander auf rotem Hintergrund.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!

• Immer mehr Unfälle: Radler-Irrsinn auf der Bilderbuch-Route 

• Haus einsturzgefährdet: Tränen, Wut und ein zerstörtes Zuhause an der Holstenstraße 

• 16 Seiten Sport: Neue Stars und alte Helden beim HSV – mit Poster zum Rausnehmen! 

 Jede Woche mit 32 Seiten Rätsel und Kultur: Mit AnnenMayKantereit startet der „Hamburger Kultursommer“

Für den Landschaftsentwickler Frederik Landwehr, der seine Diplomarbeit einst über Frösche und Kröten schrieb und sich in den vergangenen Jahren vor allem um Hamburgs Biber kümmerte, ist der NaturRaum HafenCity nicht nur ein pädagogisches Angebot, sondern geradezu eine Mission.

Naturschützer Frederik Landwehr: „Wir brauchen eine nachhaltige Stadtentwicklung.“

„Das große Thema unserer Zeit ist die nachhaltige Stadtentwicklung”, sagt der 43-Jährige. In der HafenCity könne man sehen, dass die Planung für den Stadtteil vor 25 Jahren gemacht wurde – zu einer Zeit, als der Klimawandel nicht so weit fortgeschritten war wie heute.

Das spürt man schon, wenn man direkt vor die Tür des NaturRaums tritt: Es ist heiß, die Luft steht. Es gibt praktisch kein Grün. Nur ein paar vereinzelte, amerikanische Gleditschien – dürre Bäume mit wenig Blättern, die keinen Schatten spenden und die von einem Gärtner mit einem Tankwagen mehrmals die Woche gegossen werden müssen. Absurd, findet das Frederik Landwehr.

Frederik Landwehr in der Ausstellung von NaturRaum Hafencity am Versmannkai. Florian Quandt

„Grün ist wichtig für die menschliche Gesundheit und für die Aufenthaltsqualität in den Städten“, sagt der Naturschützer. Es sorgt dafür, dass die Städte gekühlt werden und es darüber hinaus einen Lebensraum auch für Tiere und Pflanzen gibt. 

Baakenhafen in der Hamburger HafenCity: zwei Klimazonen auf kleinster Fläche

In der HafenCity wurde das aus Sicht von Landwehr viel zu wenig berücksichtigt. Und doch gibt es eine kleine Fläche, nur wenige Meter weiter, einmal über die Baakenparkbrücke auf die andere Seite, in der ein ganz anderes Klima herrscht. Im Baakenpark ist es deutlich kühler, ein Lüftchen weht. Hier wurde eine Streuobstwiese angelegt, die Anwohner und Besucher im Herbst mit Äpfeln und Birnen versorgt. Es gibt einen Blühstreifen mit allerlei bunten Blumen, zwischen denen sich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln. In den Bäumen sitzen Vögel, die auf den nächsten Leckerbissen lauern.

„Hier kann man die ganze Nahrungskette erleben“, sagt Landwehr und verweist auf die Artenvielfalt, die an diesem Ort entstanden ist und die durch die verschiedenen Fische unten im Hafenbecken ergänzt wird. Dabei sind auch die viel gescholtenen invasiven Arten wie die Wollhandkrabben oder Zebramuscheln, welche von Schiffen aus Asien eingeschleppt wurden, für Landwehr kein Problem. Hauptsache, die Natur nimmt ihren Lauf.

Die Lieblingsplätze des Natürschützers

Neben dem Baakenhafen hat Frederik Landwehr noch andere Lieblingsplätze, an denen er die Natur in Hamburg besonders genießt: 1. Wittmoor. Das Naturschutzgebiet im Norden Hamburgs ist das letzte Hochmoor im Stadtgebiet. „Es gibt einen tollen, alten Damm aus Holzbohlen, der in einen schmalen Pfad mündet. Man hört die Kraniche rufen.“ 2. Borghorster Elblandschaft. Seit dem historischen Deichbruch hat sich hier die Natur stark verändert und gehört nun zum Tidegebiet. Landwehr: „Wer frühmorgens noch im Dunkeln kommt, wird mit einem schönen Sonnenaufgang belohnt und sieht mit Glück Biber im Wasser schwimmen.“ 3. Gose- und Dove-Elbe. Bei einer Paddeltour lässt sich die Kulturlandschaft Vier- und Marschlande besonders gut erkunden. „Das ist längst nicht so überlaufen wie auf der Alster.“ 

Landwehr hofft, dass bei den wenigen, noch verbliebenen Baufeldern mehr Grün eingeplant wird. Und dass es an reinen Betonorten wie dem Versmannkai zu Entsiegelungen kommt. „Dass hier die Ursprungsvegetation der Elbe auf das vom Menschen Geplante sowie auf das über den Hafen eingeschleppte trifft, ist es doch, was die HafenCity zu so einem spannenden Ort macht.“

© 2026 Morgenpost Verlag GmbH

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Sommer in Hamburg: Die besten Tipps für heiße Tage aus allen Bezirken08.7416-08-2026
2Warum beim Stadtpark-Open-Air sogar die Hecke ein Star ist013.4715-08-2026
3Blütenmeer? Von wegen! Käfer frisst riesige Flächen von Hamburgs Heide kahl07.6615-08-2026
4Nachwuchs bei Hamburgs Lieblingsvögeln: Schwanenvater überglücklich08.1915-08-2026
5Städtetrip: Diese fünf Orte in Hamburg sind großartige Ausflugsziele08.431-07-2026
6Sommer in Altona: Hier ist die Stadt für mich am schönsten011.5816-08-2026
7Überall bunte Gewänder und Anstecker: Die Pilger sind in der Stadt09.8316-08-2026
8Fundsachen im Hamburger Seemannsheim: Seemann, kommt nie wieder011.0718-07-2026
9Auszeit: So dicht an Hamburg liegen diese schönen Landhotels0511-02-2023

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 6.27. Источник: www.mopo.de.