Hassan Nassar arbeitet als Assistenzarzt in West Midlands. Der 26-Jährige kämpft aktuell mit finanziellen Herausforderungen und stoppte daher die Zahlung in die Rente.
Hassan Nassar arbeitet als Assistenzarzt in West Midlands. Der 26-Jährige kämpft aktuell mit finanziellen Herausforderungen und stoppte daher die Zahlung in die Rente.
Rund 430 Pfund (etwa 507 Euro) zahlte Hassan Nassar (26), Assistenzarzt in der Allgemeinmedizin, monatlich in die betriebliche Altersversorgung des National Health Service (NHS). Anfang September stoppte Nassar, der in West Midlands im Zentralwesten Englands arbeitet, die Zahlung. Grund dafür ist, dass er „wirklich knapp bei Kasse“ sei, berichtet er dem Sender BBC.
Das Geld braucht Nassar, um sich um ein krankes Familienmitglied zu kümmern, um für sein erstes Haus zu sparen und Miete beziehungsweise das Studiendarlehen zurückzuzahlen. „Die Leute werden sagen, du bist dumm. [...] Aber ich muss mir überlegen, was ich jetzt verlieren würde“, sagt Nassar der BBC.
Insgesamt will Nassar sechs bis zwölf Monate die Zahlungen pausieren. Er geht davon aus, dass er dadurch zwischen 5000 (etwa 5900 Euro) und 10.000 Pfund (etwa 11.800 Euro) als künftiges Renteneinkommen verlieren könnte.
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Nassar musste die Zahlungen komplett stoppen, weil die Regeln der NHS-Betriebsrente keine Reduzierung der Einzahlungen erlauben. Insgesamt zahlte er rund 10,7 Prozent seines Bruttoeinkommens. Mit der Aussetzung steht der Assistenzarzt nicht allein da – er ist ein Sinnbild für immer mehr Beschäftigte der Generation Z oder Millennials, die die Zahlungen in die betriebliche Altersvorsorge wegen finanzieller Herausforderungen stoppen müssen.
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Die Angaben von Nassar mit 430 Pfund (etwa 507 Euro) und 10,7 Prozent weichen rechnerisch leicht voneinander ab.
Die betriebliche Altersversorgung des NHS (NHS Pension Scheme) ist die betriebliche Altersversorgung des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes National Health Service. Sie ist keine private Rentenversicherung, sondern eine staatlich organisierte Leistungszusage: Beschäftigte zahlen während ihres Arbeitslebens Beiträge ein und erwerben dadurch einen Anspruch auf eine spätere, lebenslange Pension.
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Für jüngere Arbeitnehmer wie Nassar gilt meist die Fassung aus dem Jahr 2015. Sie funktioniert nach dem Prinzip eines leistungsorientierten, einkommensbezogenen Rentensystems. Es handelt sich um keinen Fond. Dazu gehört laut NHS:
Nassar, der laut BBC rund 10,7 Prozent seines Bruttogehalts gezahlt hat, muss demnach ein pensionspflichtiges Jahreseinkommen von 52.779 Pfund (etwa 62.300 Euro) bis 67.668 Pfund (etwa 79.900 Euro) haben. Das geht aus den Zahlen von „NHS Employers“ für 2026/2027 hervor.