Otto T. aus Österreich soll trotz 40 Operationen, Morbus Crohn und einem Behinderungsgrad von 70 Prozent weiterarbeiten. Die Pensionsversicherung lehnt den Antrag auf Berufsunfähigkeitspension ab.
Otto T. aus Österreich soll trotz 40 Operationen, Morbus Crohn und einem Behinderungsgrad von 70 Prozent weiterarbeiten. Die Pensionsversicherung lehnt den Antrag auf Berufsunfähigkeitspension ab.
Ein 55 Jahre alter Mann aus Wels in Österreich sieht sich mit einer für ihn unverständlichen Entscheidung der Pensionsversicherungsanstalt konfrontiert. Obwohl Otto T. die chronische Erkrankung Morbus Crohn sowie bereits 40 Operationen hinter sich hat und ein Behinderungsgrad von 70 Prozent attestiert wurde, lehnte die Behörde seinen Antrag auf Berufsunfähigkeitspension ab. Über den Fall berichtet „Heute“ mit Informationen der „Kronen Zeitung“.
2025 beantragte er eine Berufsunfähigkeitspension. Nachdem der Antrag abgelehnt wurde kam ein weiteres medizinisches Gutachten ebenfalls zu diesem Schluss. Eine Klage zog Otto T. wegen der niedrigen Erfolgsaussicht zurück. Aus gutachterlicher Sicht seien der PV zufolge leichte bis mittelschwere Tätigkeiten vollzeitig, vorwiegend im Sitzen, für den 55-Jährigen möglich.
Die Pensionsversicherung Österreich schreibt dazu auf ihrer Website: „Begutachtungen sind bei Anträgen auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension sowie Pflegegeld gesetzlich vorgesehen. Sie stellen sicher, dass über Leistungen der Pensionsversicherung fair, nachvollziehbar und nach einheitlichen Kriterien entschieden wird.“ Sie werden demnach von qualifizierten Ärzten vorgenommen, wobei mehrere Fachrichtungen beteiligt sein können.
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Wie sehr die Erkrankung sein Arbeitsleben beeinflusst, zeigen laut „Heute“ Erfahrungen aus seinem vergangenen Job: „Ich habe 30 Jahre in der Lagerlogistik gearbeitet, die letzten sieben Jahre in derselben Firma. Ich wurde dann aber wegen meiner Krankheit und den damit verbundenen Krankenständen gekündigt.“ Krankheitsschübe würden durch Stress oder Zeitdruck ausgelöst. „Das macht es in der Arbeit natürlich nicht immer einfach. Ich muss eben sehr häufig die Toilette aufsuchen.“
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Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Entzündung im Verdauungstrakt, die oft in Schüben auftritt. Zu den typischen Symptomen gehören Bauchschmerzen und starke Durchfälle. Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen, von Mund bis zum After, aber ist hauptsächlich auf den letzten Abschnitt des Dünndarms und den Übergang zum Dickdarm begrenzt.
Der Verlauf der Krankheit ist je nach Person unterschiedlich, und die Symptome können in unterschiedlicher Intensität auftreten. Einige Menschen leiden unter schweren Symptomen, während andere nur milde Symptome haben.