Nach der frühen Führung gegen den FV Neuhausen fehlt dem TSGV Waldstetten die Durchschlagskraft, ehe ein Eigentor die 1:2-Niederlage besiegelt.
Stand: 30.08.2026, 16:03 Uhr

Nach der frühen Führung gegen den FV Neuhausen fehlt dem TSGV Waldstetten die Durchschlagskraft, ehe ein Eigentor die 1:2-Niederlage besiegelt.
Waldstetten. Der TSGV Waldstetten hat am vierten Spieltag der Landesliga eine bittere Heimniederlage kassiert. Gegen den FV Neuhausen unterlag die Mannschaft von Spielertrainer Tim Schraml mit 1:2 (1:1). Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß, versäumten es anschließend aber, aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen.
TSGV ist aktiverWaldstetten war in der Anfangsphase die klar aktivere Mannschaft und setzte die Gäste früh unter Druck. Bereits nach sieben Minuten durften die Gastgeber erstmals jubeln. Nach einer Hereingabe von Kilian Reik stieg Patrick Nagler am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Für Nagler war es bereits der zweite Saisontreffer, Reik durfte sich ebenfalls über seine zweite Torvorlage freuen.
Doch die Führung hatte gerade einmal zwei Minuten Bestand. In der neunten Minute kam Neuhausen zum Ausgleich. Peter Güth erzielte mit seinem zweiten Saisontor das 1:1 und stellte die Partie damit wieder auf Anfang. Den Treffer erzielte er per Strafstoß, gegen den die Waldstetter heftig demonstrierten.
In der Folge verlor Waldstetten etwas den Faden. Nach den starken ersten 15 Minuten wurde das Spiel aus Sicht der Gastgeber zunehmend fahriger. Die nötige Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlte, klare Möglichkeiten waren Mangelware. Statt die Gäste weiter unter Druck zu setzen und die eigene Überlegenheit in der Anfangsphase zu bestätigen, ließ Waldstetten Neuhausen zunehmend ins Spiel kommen.
Möglicherweise hatte der TSGV den Gegner nach dem engagierten Beginn auch etwas unterschätzt. Dazu kam aus Waldstettener Sicht eine strittige Szene im Strafraum, bei der die Gastgeber einen Elfmeter forderten. Der Pfiff blieb jedoch aus.
Hausherren finden nicht zur Dominanz zurückAuch nach dem Seitenwechsel fand Waldstetten nicht mehr zu seiner anfänglichen Dominanz zurück. Mit Max Beyerle und Julius Bäumel kamen zur Pause zwei neue Kräfte, später folgten Pascal Werba und Can-Luca Groiss. Die erhoffte Wende blieb allerdings aus. Stattdessen schlug Neuhausen in der 70. Minute entscheidend zu – wenn auch mit gehöriger Mithilfe der Gastgeber. Julius Bäumel unterlief ein Eigentor, das den Gästen die 2:1-Führung bescherte. Waldstetten versuchte anschließend nochmals alles, um wenigstens einen Punkt zu retten, fand aber kein Mittel mehr gegen die nun kompakt stehenden Gäste.
So blieb es beim 1:2. Für Waldstetten ist die Niederlage besonders ärgerlich, weil die Partie mit einem starken Auftakt eigentlich vielversprechend begonnen hatte. Spieltrainer Tim Schraml war nach der Niederlage sichtlich angefressen. „Heute haben bei uns viele Dinge nicht zusammengepasst. Wir konnten nicht die nötige Durchschlagskraft und den nötigen Druck nach vorne bringen. Und dann kommt so etwas wie der Elfmeter und das Eigentor hinzu. Manchmal passt einfach alles nicht zusammen“, so Schraml.
Pokal-Highlight gegen Stuttgarter KickersNach dem Sieg über Oberligist TSV Essingen wartet nun am Dienstag, um 17.15 Uhr das nächste Highlight auf die Waldstetter. Vor heimischer Kulisse empfangen sie den Regionalligisten SV Stuttgarter Kickers im Achtelfinale des WFV-Pokals. Tim Schraml möchte sich hier möglichst gut präsentieren. „Es ist natürlich klar, dass wir Außenseiter sein werden, doch dies waren wir auch gegen Oberligist TSV Essingen. Natürlich werden die Kickers ihre Qualitäten haben, für viele unserer Spieler wird dies aber sicherlich ein Highlight der Karriere und mit viel Einsatz und etwas Glück können wir vielleicht sogar etwas reißen“, so Schraml.
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