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Wahnsinn in Waldstetten: Max Dudium schockt den TSV Essingen

Дата публикации: 05-08-2026 22:29:00

Der TSGV Waldstetten setzt sich in der dritten Runde des WFV-Pokals überraschend, aber nicht unverdient gegen den TSV Essingen durch. Das Elfmeterschießen bringt die Entscheidung.

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Stand: 06.08.2026, 00:30 Uhr

Von: Tim Abramowski

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Der TSGV Waldstetten (blau, am Ball) hat gegen den Oberligisten TSV Essingen mit 6:5 nach Elfmeterschießen gewonnen.

Der TSGV Waldstetten (blau, am Ball) hat gegen den Oberligisten TSV Essingen mit 6:5 nach Elfmeterschießen gewonnen. © Jan-Philipp Strobel

Der TSGV Waldstetten setzt sich in der dritten Runde des WFV-Pokals überraschend, aber nicht unverdient gegen den TSV Essingen durch. Das Elfmeterschießen bringt die Entscheidung.

Waldstetten. Was für ein Pokalabend in Waldstetten! Der Landesligist TSGV hat den zwei Klassen höher angesiedelten TSV Essingen aus dem WFV-Pokal geworfen. Nach 120 intensiven Minuten stand es 1:1, im Elfmeterschießen behielten die Gastgeber die Nerven und setzten sich mit 6:5 durch. Als Max Dudium den entscheidenden Strafstoß verwandelte, gab es kein Halten mehr. Die Spieler begruben den Schützen förmlich unter sich.

Nach ein paar Sekunden die erste Chance

Dabei hatte der Abend schon vielversprechend begonnen. Kaum war die Partie angepfiffen, tauchte Patrick Nagler frei vor dem Essinger Tor auf, setzte den Ball aber knapp daneben. Wenig später hatte Nagler die nächste große Gelegenheit, scheiterte jedoch an der starken Fußabwehr von TSV-Torwart Jerome Weisheit.

Der Oberligist fand seinerseits nur schwer ins Spiel. Yusuf-Serdar Coban verzog aus rund 16 Metern, Jannik Pfänder scheiterte wenig später an Waldstettens Schlussmann Max Helmli. Dazu kam für Essingen früh Verletzungspech: Bereits nach sieben Minuten musste Tarik Schwinger vom Feld, für ihn kam Gökalp Kilic. Noch vor der Pause erwischte es auch Taylor Colin Spitzlberger. Daniel Schelhorn ersetzte ihn.

Schraml lässt Waldstetten jubeln

Waldstetten ließ sich davon nicht beeindrucken und blieb mutig. In der 37. Minute war Nagler erneut durch, schoss den Ball aber über das Tor. Dann schlug die Stunde von Tim Schraml. Der Waldstetter Spielertrainer fasste sich in der 42. Minute aus rund 20 Metern ein Herz – und jagte den Ball spektakulär in den Torwinkel. Ein Traumtor, das den Außenseiter kurz vor der Pause in Führung brachte. 

Doch die Führung hielt nicht lange. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff stieg Lennart Ruther nach einer Ecke am höchsten und köpfte zum 1:1 ein. Für Waldstetten war das ein bitterer Start in die zweite Hälfte. Kurz darauf musste auch Kilian Reik, der bis dahin eine starke Partie gezeigt hatte, angeschlagen vom Feld. Yannick Semet kam für ihn.

Viel Ballbesitz, aber relativ ungefährlich

Der erwartete Sturmlauf des Oberligisten blieb allerdings aus. Essingen hatte zwar mehr Ballbesitz, entwickelte daraus aber kaum Gefahr. Jannik Pfänder köpfte nach einer weiteren Ecke über das Tor, ansonsten verteidigte der TSGV aufmerksam und leidenschaftlich. Offensiv war Waldstetten nun zwar weniger präsent, doch das reichte, um den Favoriten über 90 Minuten zu ärgern.

„Wir haben nie zu unserem Fußball gefunden“, musste Essingens Trainer Simon Köpf anschließend feststellen. „Wenn man sieht, wie wir in der vergangenen Runde in Köngen gespielt haben, haben wir unseren Fußball heute einfach vermissen lassen. Wir haben relativ viel rotiert, aber auch das müssen wir können und dann einigermaßen auf den Platz bringen. Das haben wir heute nicht geschafft.“

TSGV hat die Chancen

Also ging es in die Verlängerung – und plötzlich war Waldstetten wieder die aktivere Mannschaft. Pascal Werba verzog zunächst, dann hatte Joshua Szenk die Riesenchance auf die erneute Führung. Szenk scheiterte zunächst an Weisheit, bekam den Ball aber noch einmal vor die Füße. Aus kurzer Distanz brachte er jedoch keinen ausreichenden Druck hinter den Schuss.

Der Spielertrainer muss vom Platz

Dann wurde es für den TSGV richtig eng. In der 109. Minute sah Schraml die Gelb-Rote Karte. Der Spielertrainer musste vom Platz, Waldstetten musste die letzten Minuten der Verlängerung in Unterzahl überstehen. Schraml selbst war mit der Entscheidung nicht ganz einverstanden: „Im ganzen Spiel mache ich zwei Fouls. Ich wollte den Ball blocken und der Gegner läuft voll rein. Es war kein gestrecktes Bein. Da kann man schon ein bisschen mit Feingefühl entscheiden.“

Nachkarten wollte er aber nicht. Viel wichtiger war ihm, was seine Mannschaft anschließend zeigte: „Man sieht dann einfach, wie die Mannschaft in Unterzahl leidenschaftlich agiert. Das ist einfach überragend.“

Essingen konnte die Überzahl nicht nutzen. Waldstetten rettete sich ins Elfmeterschießen – und dort zeigte sich endgültig, dass an diesem Abend vieles für den Außenseiter lief.

Die TSGV-Schützen verwandelten ihre Strafstöße sicher. Auf Essinger Seite traf Jannik Pfänder nur die Latte. Schließlich trat Max Dudium an – und machte den Pokalcoup perfekt. Sein Treffer bedeutete das 6:5 und den Einzug ins Achtelfinale. „Wir haben es mit und gegen den Ball überragend gemacht“, sagte Schraml später. „Wenn man es über 120 Minuten sieht, kann man schon sagen, dass wir es verdient haben“, freute sich Schraml.

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