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 Derby-Analyse: Waldhausen nutzt seine Chancen, Waldstetten sucht Lösungen

Дата публикации: 17-09-2026 14:38:00

Nach dem 2:0 im Ostalb-Derby blicken beide Teams unterschiedlich auf die Partie. Welche Erkenntnisse Waldhausen und Waldstetten aus dem Duell mitnehmen.

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Stand: 17.09.2026, 16:38 Uhr

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Der TSGV Waldstetten (dunkel) hatte insgesamt nur wenige Chancen im Ostalb-Derby. Waldhausens Schlussmann Felix Körber war zur Stelle, wenn er gefordert wurde. Am Ende gewann das Härtsfeld-Team mit 2:0.

Der TSGV Waldstetten (dunkel) hatte insgesamt nur wenige Chancen im Ostalb-Derby. Waldhausens Schlussmann Felix Körber war zur Stelle, wenn er gefordert wurde. Am Ende gewann das Härtsfeld-Team mit 2:0. © Jani Pless

Nach dem 2:0 im Ostalb-Derby blicken beide Teams unterschiedlich auf die Partie. Welche Erkenntnisse Waldhausen und Waldstetten aus dem Duell mitnehmen.

Aalen-Waldhausen. Der SV Waldhausen hat im Ostalb-Derby nicht nur drei Punkte eingefahren, sondern auch gezeigt, was die Mannschaft derzeit auszeichnet. Beim 2:0 gegen den TSGV Waldstetten überzeugte der SVW vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit, einer konzentrierten Defensivleistung – und der nötigen Effizienz in den entscheidenden Momenten.

Das sagt Waldhausens Trainer

„Teamgeist“, antwortete Trainer Markus Dietterle deshalb ohne lange zu überlegen auf die Frage nach dem Schlüssel zum Erfolg. „Einer für alle, alle für einen. Die Jungs haben zusammengehalten, gefightet und gekämpft. Keiner war sich zu schade, für den anderen den Meter zu laufen.“Auch Kapitän Fabian Dolderer sprach von einem „richtig erwachsenen Spiel“. Anders als noch beim vergangenen Auftritt in Bad Boll war der SVW diesmal defensiv deutlich stärker gefordert. „Ich fand, wir sind richtig gut gestanden“, sagte Dolderer. Waldstetten sei zwar immer wieder bis ins letzte Drittel gekommen, „aber dann haben sie gegen uns kaum noch Lösungen gefunden“.

Zwei Tore gegen den Ex-Verein

Dazu kam eine Qualität, die Waldhausen zuletzt teilweise vermissen ließ: Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Selim Yücel nutzte die entscheidenden Situationen und avancierte mit seinem Doppelpack zum Derbyhelden. Eine besondere Geschichte, schließlich hatte der Angreifer in der vergangenen Saison noch für den TSGV Waldstetten gespielt. Nun traf er gleich zweimal gegen seinen ehemaligen Verein. „Selim ist einfach ein brutaler Stürmer und tut uns richtig gut“, sagte Dolderer. Besonders freute ihn, dass sich Yücel nach seinen vergebenen Möglichkeiten in Bad Boll diesmal belohnte.

Dabei wollte der Kapitän die beiden Treffer keineswegs allein am Torschützen festmachen. Vielmehr sah er darin auch das Ergebnis der intensiven Arbeit gegen den Ball. „Unsere beiden Stürmer Selim und Tim Eckstein ackern jedes Spiel. Bei uns sind die Angreifer die erste Verteidigungslinie.“ Gerade das 2:0 sei dafür beispielhaft gewesen. Yücel setzte nach, lauerte auf den Fehler und nutzte diesen anschließend eiskalt.Dietterle sah genau darin einen entscheidenden Faktor. „Wenn zwei Mannschaften auf Augenhöhe sind, ist es ein Abnutzungskampf“, sagte der SVW-Trainer. Dann seien es die kleinen Fehler, die den Ausschlag geben. „Auf die musst du lauern. Und wenn sie passieren, musst du sie ausnutzen.“ Gleichzeitig verteilte er ein „großes Lob“ an seine Defensive und Torhüter Felix Körber.

Durchschlagskraft fehlt

Auf Waldstetter Seite blieb dagegen das Gefühl, aus den eigenen Spielanteilen erneut zu wenig gemacht zu haben. „Uns fehlt momentan einfach die Durchschlagskraft vorne“, sagte Spielertrainer Tim Schraml. Sein Team habe viel Ballbesitz gehabt und versucht, das Spiel zu bestimmen, sei im letzten Drittel aber zu selten zwingend geworden.

Welchen Fortschritt es gibt

Hinzu kamen jene Fehler, die derzeit besonders schwer wiegen. „So bekommen wir gerade Spiel für Spiel unsere Gegentore“, sagte Schraml. Dennoch machte er auch einen Fortschritt aus. Nach den Rückschlägen sei seine Mannschaft diesmal nicht eingebrochen. „Wir haben ganz normal weitergespielt und sind als Mannschaft geschlossen geblieben.“ Diesen Weg müsse der TSGV weitergehen. Ein eigenes Führungstor könne helfen, das momentan fehlende Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Selbstvertrauen dürfte der Derbysieg dagegen in Waldhausen zusätzlich geschaffen haben. Nach dem großen Umbruch im Sommer sieht Dolderer eine Mannschaft, die bereits eng zusammengerückt ist. „Wir sind auf und neben dem Platz richtig gut zusammengewachsen. Das ist eine homogene Truppe. Jeder läuft für jeden.“Der Kapitän ist deshalb vor allem auf eines stolz: „Dass das jetzt schon so gut klappt, freut mich riesig.“ Das spiegelt sich auch in der Tabelle wider: Durch den Erfolg ist Waldhausen mit nun zwölf Punkten Dritter, Waldstetten dagegen steckt mit vier Punkten und Platz 15 tief im Tabellenkeller.

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