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Schmetgens und Stage: So bewertet Thioune Werders offene Kader-Fragen

Дата публикации: 20-08-2026 15:50:09

Werder wartet weiter auf Verstärkung für die Außenverteidigung. Trainer Daniel Thioune äußert sich vor dem Pokalspiel gegen Lüneburg zu Mick Schmetgens Perspektive und den offenen Personalfragen im Kader.

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Kommt noch ein Verteidiger? Schmetgens und Stage: So bewertet Thioune Werders offene Kader-Fragen

Werder wartet weiter auf Verstärkung für die Außenverteidigung. Trainer Daniel Thioune äußert sich vor dem Pokalspiel gegen Lüneburg zu Mick Schmetgens Perspektive und den offenen Personalfragen im Kader.

Mick Schmetgens (rechts) im Testspiel gegen Auxerre.

Mick Schmetgens (rechts) im Testspiel gegen Auxerre. Andreas Gumz

Bereits vor einigen Wochen benannte Sportchef Clemens Fritz das Datum des Pflichtspielauftakts im DFB-Pokal gegenüber unserer Deichstube als einen passenden Zeitpunkt, bis wann im besten Fall der Kader des SV Werder Bremen stehen sollte. Nun ist in den vergangenen sieben Tagen enorm viel rund um den Osterdeich passiert: Ludovit Reis und Eren Dinkci kamen, Niclas Füllkrug wurde zurückgeholt, Karim Coulibaly zeitnah für rund 20 Millionen Euro nach Straßburg verkauft. Und trotzdem ist der Kader noch nicht final. Vor dem Pokalspiel gegen den Oberligisten Lüneburger SK Hansa (Samstag, 15.30 Uhr) hat sich Trainer Daniel Thioune nun zu den verbliebenen Baustellen geäußert. Vor allem auf den defensiven Außenbahnen ist die Situation immer noch angespannt. Felix Agu und Mitchell Weiser fehlen weiterhin, ein dringend benötigter Neuzugang ist trotz vielversprechender Gespräche mit Kandidaten (noch) nicht vor Ort. Aktuell ist Oliver Deman der einzige gelernte und gesunde Außenverteidiger. Gleichzeitig hat Thioune in den vergangenen beiden Testspielen Youngster Mick Schmetgens hinten rechts eingesetzt – und scheint dem 18-Jährigen durchaus einiges zuzutrauen.

Denn Thioune trat bei diesem Thema durchaus energisch auf. Schmetgens, der sämtliche U-Nationalmannschaften durchlaufen hat, könnte bereits am Wochenende seine Chance bekommen. "Die Tendenz geht dahin, dass Mick Schmetgens am Wochenende spielt", sagte der Werder-Trainer. Und Thioune denkt offenbar bereits darüber hinaus: "Wenn er das gut macht, was spricht denn dagegen, dass er die rechte Seite auch verteidigt gegen den SC Freiburg?" Dass ein junger Spieler plötzlich eine größere Rolle übernehmen kann, habe Werder gerade erst mit Coulibaly erlebt, wie Thioune hervorhob: "Im letzten Jahr hat niemand Karim zugetraut, dass er 27 Spiele macht in der Bundesliga, dass er ein Tor schießt gegen Bayer Leverkusen und dass er, würde ich jetzt einfach mal behaupten, für viel, viel Geld ein Jahr später den Verein verlässt." Bei Schmetgens sieht er nun eine ähnliche Chance: "Wir haben einige Jungs in der zweiten Reihe, die da hinkommen können, wo Karim auch war."

Rückkehr der verletzten Weiser und Agu fraglich

Eine wichtige Rolle bei der Bewertung, ob trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage noch ein neuer Außenverteidiger kommt, spielt auch die Rückkehr der verletzten Akteure. Bei Mitchell Weiser sieht Thioune zumindest Fortschritte. Der 32-Jährige hat nach langer Pause erstmals wieder intensiver mit der Mannschaft trainiert und soll am Freitag voll einsteigen. "Ich habe da eine gewisse Fantasie, dass es gar nicht mehr so lange dauern kann", sagte Thioune. Bei Weiser müsse man allerdings abwarten, wie der Körper auf die Belastung nach der langen Ausfallzeit reagiert. Und so könnte es am Ende tatsächlich möglich sein, dass kein weiterer Außenverteidiger mehr kommt, obwohl dies von allen Beteiligten lange Zeit der deutliche Wunsch war. "Als Trainer wünscht man sich immer die maximale Qualität", sagte Thioune. Gleichzeitig müsse er akzeptieren, "wenn Dinge nicht darstellbar sind".

Er kenne schließlich weder die Vertragsdetails der Spieler noch den finanziellen Rahmen, in dem Werder agieren kann. Zudem müsse der Verein der Jugend eine Chance geben. "Die Jungs, die da sind, sind cool." Ganz vom Tisch ist eine Verstärkung aber nicht. Im Gegenteil: Thioune ließ erkennen, dass sich die Suche nach einem passenden Profil sogar verändern könnte. Durch den Coulibaly-Abgang und angesichts der anhaltenden Verletzungsprobleme von Niklas Stark könnte ein neuer Spieler interessant sein, der nicht nur auf der defensiven Außenbahn, sondern auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Nach Deichstube-Informationen würden sich die Bremer grundsätzlich gerne noch im Mittelfeld und in der Defensive verstärken, brauchen dafür aber eben auch noch weitere Einnahmen. Justin Njinmah gilt dabei als möglicher Kandidat für einen Abgang. Auch Jens Stage bleibt ein Thema. Thioune selbst würde den Dänen am liebsten behalten. "Ich würde gerne sehr, sehr lange mit Jens weiterhin zusammenarbeiten", sagte er und machte anschließend mit Blick auf den Pflichtspielauftakt sowie das nahende Ende der Transferperiode am 1. September (20 Uhr) deutlich: "Da gibt es von mir kein Stoppschild und auch keine Zeitachse, sondern einfach nur den Wunsch, dass er weiter bei Werder spielt."

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