Werder Bremen zieht souverän in die nächste Pokalrunde ein und gewinnt gegen den Lüneburger SK. Trainer Daniel Thioune sieht dennoch Steigerungsbedarf bei Tempo und Chancenverwertung seiner Mannschaft.
Werder Bremen zieht souverän in die nächste Pokalrunde ein und gewinnt gegen den Lüneburger SK. Trainer Daniel Thioune sieht dennoch Steigerungsbedarf bei Tempo und Chancenverwertung seiner Mannschaft.
Trainer Daniel Thioune bei der Ansprache an sein Team. Oliver Ruhnke/Imago
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Wir sind eine Runde weiter, es gibt nur noch 32 Mannschaften. Pflichtaufgabe erfüllt, souveräner Auftritt. Ich weiß nicht, wie man den misst, dann fehlen vielleicht Tore dafür. Aber gemessen daran, dass der Gegner nahezu chancenlos war, würde ich behaupten, dass man mehr Tore erzielen kann. Am Ende haben wir uns schadlos gehalten, früh ein Tor gemacht. Es gibt ein paar Themen, über die man reden muss, über die man reden kann. Aber vielleicht tut es auch ganz gut, dass wir hier nicht durch die Decke gegangen sind. Aber unser Spieltempo, unsere Positionsaufgaben – da war ich in der ersten Halbzeit nicht mit einverstanden, da hatten wir uns etwas anderes vorgenommen. Das sind kleine Details. Ich glaube, es war wichtig, heute Ludovit Reis auf dem Platz zu sehen. Es war wichtig, Niclas Füllkrug auf dem Platz zu sehen, Mick Schmetgens auf einer anderen Position. Deswegen: Das sind alles Dinge, die mir gefallen haben. Das Spiel, der Spielvortrag, nicht immer, aber am Ende muss ich ja damit zufrieden sein. Und am Ende geht es dann nur darum, weiterzukommen – und das sind wir heute.“
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Die erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, haben zu fahrig und zu langsam gespielt. Natürlich waren wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft – es wäre aber auch traurig gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre. Zur Pause lagen wir aber nur durch einen Standard mit 1:0 vorne. In der Kabine haben wir die Dinge deutlich angesprochen. In der zweiten Halbzeit war es dann aber, aber es hätte insgesamt trotzdem mehr sein müssen. In den letzten Jahren waren wir oft schon nach der ersten Runde raus. Jetzt haben wir es geschafft – und trotzdem müssen wir uns deutlich steigern.“
Niclas Füllkrug (Torschütze SV Werder Bremen): „Ich würde es mal so sagen: schlecht gespielt, Tor gemacht – das ist für einen Stürmer eigentlich gut. Einerseits hast du natürlich wahnsinnige Vorteile gegen deutlich unterklassigere Mannschaften, andererseits passieren da auch Dinge, die wirklich unberechenbar sind. Teilweise sind da wieder Bewegungen im Verteidigen vorgekommen, wo ich mit allem – nur nicht damit – gerechnet habe. Die Lüneburger haben sich reingeschmissen, waren sehr sympathisch auf dem Platz und haben sich ordentlich und korrekt verhalten. Deswegen war es heute ein toller Tag für alle, auch für die Lüneburger. Aber das schönste Erlebnis heute ist, die Werder-Fans wiederzusehen, für sie da zu sein und das Gefühl wieder zu haben. Ich habe sie sehr vermisst.“
Ludovit Reis (Torschütze SV Werder Bremen): „Es war schön, vor allem, weil so viele unserer Fans für das Spiel nach Hamburg gekommen sind. Wir haben große Unterstützung gespürt. Das war geil. Natürlich erwartet jeder, dass du das Spiel mit 10:0 gewinnst, aber das ist nicht immer so einfach. Wichtig ist, dass wir es heute in der zweiten Halbzeit besser gemacht und das Spiel haben. Jetzt schauen wir auf die nächste Woche.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Es war ein Pflichtsieg, aber mir war es teilweise zu schleppend und träge. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit viele Aktionen abgebrochen und wieder nach hinten gespielt. Wir hätten das Spiel viel schneller machen müssen. Wenn wir die Lüneburger mal haben laufen lassen, haben sich sofort Räume ergeben. Dafür waren wir aber insgesamt zu behäbig heute. Da müssen wir noch etwas drauflegen, wenn wir in Richtung Bundesliga schauen. Wir hätten heute einiges besser machen können.“
Tarek Mencke (Trainer Lüneburger SK): „Das Lob für einen couragierten Auftritt nehmen wir gerne an. Am Ende des Tages haben wir dieses Jahr immer noch kein Spiel gewonnen. Ich muss meinen Jungs ja einen absoluten Vorwurf machen, dass wir heute so schlecht gespielt haben. Nein, Spaß beiseite. Ich glaube, jeder hat gesehen, dass wir heute vor allem gegen den Ball gegen einen Bundesligisten einen couragierten Auftritt gezeigt haben, so wie ihr es gesagt habt. Am Ende des Tages glaube ich, ein 3:0 geht in Ordnung. Ich hätte mich gefreut, wenn wir vielleicht noch ein Tor geschossen hätten, aber das sollte uns nicht gegönnt sein.“
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