Im Alter lässt sich das Vermögen nutzen, um die Rente zu ergänzen. Stiftung Warentest erklärt, wie ein Entnahmeplan mit ETF oder dem Pantoffel-Portfolio funktioniert.
Ein ganzes Arbeitsleben lang haben sich Anlegerinnen und Anleger ein Vermögen für den Ruhestand aufgebaut – um es dann an eine Versicherung zu überweisen, die ihnen daraus eine monatliche Rente zahlt? Das wollen viele Sparerinnen und Sparer verständlicherweise nicht. Sie müssen es auch nicht: Mit dem Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest und der richtigen Entnahmestrategie behalten sie ihr Vermögen in den eigenen Händen.
Update vom 17. Juni 2026
Wie viel können Sie in der aktuellen Börsenphase mit Ihrer Entnahmestrategie, Ihrer Laufzeit und Ihrem Vermögen entnehmen? Der Profirechner für alle Laufzeiten (nach Freischaltung verfügbar) ist mit den aktuellen Börsendaten zum Stand 30. Juni 2026 aktualisiert und liefert die aktuelle Antwort. Ebenfalls aktualisiert ist der kostenfreie ETF-Entnahmeplan-Rechner mit den Laufzeiten für 10, 20 und 30 Jahre.
Sie bekommen Auszahlungen bis ins hohe Alter, die zu Beginn ähnlich hoch oder höher ausfallen wie bei den besten Versicherungsprodukten und die sehr wahrscheinlich noch ordentlich steigen.
Die Extra-Rente muss gut geplant werden, egal ob sie nur die Rente ergänzen soll oder ob Sparerinnen komplett davon leben wollen. Dazu stehen fünf Entnahmestrategien zur Auswahl, die Bedürfnisse verschiedener Art abdecken. Unsere Entnahmeplan-Rechner helfen dabei.
Wir stellen fünf Entnahmestrategien für Ihr Depot vor. Egal, ob Sie nur von den Zinsen und Dividenden leben oder ihr Vermögen für einen Entnahmeplan mit Kapitalverzehr nutzen wollen.
Sie erfahren, wie sich ETF-Entnahmepläne über die vergangenen 30 Jahre entwickelt hätten und wie hoch und stabil die Renten je nach Strategie waren. Die Ergebnisse unserer umfangreichen Simulationen aktualisieren wir regelmäßig.
Wir bieten Ihnen zwei kostenlose, einfache Entnahmeplan-Rechner an. Ein Profirechner mit mehr Funktionen und für alle Laufzeiten steht Ihnen nach dem Kauf des Artikels zur Verfügung.
Wir erklären Schritt für Schritt, wie Sie sich einen Pantoffel-Auszahlplan in der Praxis einrichten, und worauf Sie dabei achten müssen.
Nach dem Freischalten erhalten Sie den Heftartikel aus Finanztest 11/2023 zum Thema „Zusatzrente mit ETF“ zum Download.
Entnahmeplan mit ETF Mit dem Pantoffel-Portfolio die Rente aufpeppen freischalten
Stiftung Warentest hilft dabei zu entscheiden, welche Strategien im individuellen Fall am besten passen. Wer ihnen folgt, wird mit großer Flexibilität belohnt. Anleger können jederzeit auch größere Summen entnehmen – etwa für Sanierungen des Wohnraums oder den Führerschein der Enkelin. Das geht bei einer Versicherung nicht.
Sehr wahrscheinlich sind durch die Investitionen in Aktien deutlich bessere Renditen als bei Versicherungsprodukten drin. In guten Börsenjahren wächst das Vermögen trotz hoher Entnahmen weiter. Gleichzeitig schützen die ausgefeilten Entnahmestrategien auch bei Börsencrashs vor Rentensenkungen.
Ein weiterer Vorteil des Pantoffel-Auszahlplans: Die Erben bekommen alles, was im Todesfall an Vermögen vorhanden ist. Doch es gibt einen Nachteil: Anders als bei einer Rentenversicherung ist weder eine lebenslange Sofortrente noch eine Mindesthöhe der Zahlungen garantiert.
Das eigene Portfolio richtig aufstellenZu Beginn ist zu klären, wie das Vermögen angelegt werden soll, aus dem die Zahlungen entnommen werden. Wer sich im Ruhestand möglichst wenig um sein Depot kümmern möchte, kann bequem mit dem Pantoffel-Portfolio anlegen. Mit Mut zur Reduktion wird das Geld in einen Welt-Aktien-ETF und ein Tagesgeldkonto angelegt. Viele Stiftung Warentest Finanzen-Leser sparen schon viele Jahre mit dieser Anlagestrategie. Sie können ihr Depot in der Rente einfach ganz oder teilweise weiterlaufen lassen.
Beim selbst gebauten Pantoffel-Portfolio wird je nach Risikoneigung der Aktien-ETF unterschiedlich hoch gewichtet. Defensive Anleger stecken 25 Prozent ihres Vermögens in den Aktien-ETF, offensive dagegen 75 Prozent. Für die meisten Anleger dürfte ein 50:50-Mix passen. Alternativ können sehr vorsichtige Anleger auch alles Vermögen auf dem Tagesgeldkonto lassen, und sehr offensive Investoren setzen zu 100 Prozent auf Aktien-ETF. Wir betrachten in unseren Simulationen alle Portfoliovarianten und zeigen, dass stabile Renten auch bei höherem Aktienanteil möglich sind.
Fünf Entnahmestrategien im CheckVon der Wahl der Entnahmestrategie hängt es ab, wie hoch und wie stabil die monatliche Zahlung ist und welches Steigerungspotenzial sie hat. Wir haben fünf Modelle entwickelt, bei denen selbst bei schlechten Börsenverläufen oder weiteren Null-Zins-Perioden das Geld bis zum Ende der geplanten Laufzeit reicht. Die ersten drei Entnahmestrategien sind einfach, die letzten beiden etwas ausgefeilter. Wir stellen die Strategien mit ihren Vergangenheitsrenditen im Detail vor (Freischaltung erforderlich).
Läuft der Entnahmeplan einmal, ist die Pflege einfach. Seniorinnen und Senioren müssen nur zwei Dinge regelmäßig machen, in der Regel einmal pro Jahr:
Für alle, die mehr zu anderen Möglichkeiten lesen wollen, ihr Geld im Alter zu nutzen, gibt es das Buch Meine Zusatzrente. Darin wird anhand ausführlicher Beispielrechnungen erklärt, wie Sie Ihre persönliche Strategie für die Vermögensverrentung finden. Je nach Voraussetzungen und Wünschen kann auch eine Sofortrente oder eine Immobilienverrentung sinnvoll sein.