Wer auf die besten Fonds aus dem Rating der Stiftung Warentest setzt, kann besser abschneiden als mit ETF. Wir erklären, wie die 5-Punkte-Strategie funktioniert.
5. Mai 2026: Update 5-Punkte-Fonds
Die Ergebnisse der 5-Punkte-Strategie haben wir aktualisiert. Sie bekommen außerdem eine aktuelle Liste der Top-Fonds von Stiftung Warentest (Link funktioniert mit Flatrate oder nach Freischaltung).
ETF gelten seit einigen Jahren als das Nonplusultra an der Börse und sind bei vielen Anlegern beliebter als aktiv gemanagte Fonds. Auch wir empfehlen ETF, insbesondere für das von uns entwickelte Pantoffel-Portfolio – eine bequeme und zugleich erfolgreiche Anlagestrategie. Aber manche Anlegerinnen und Anleger möchten sich intensiv mit ihren Anlagen auseinandersetzen und hoffen, mit aktivem Handeln besser abzuschneiden als der breite Markt, den die ETF abbilden.
Die 5-Punkte-Strategie in Kürze
Mit der 5-Punkte-Strategie, zum ersten Mal vorgestellt im Mai 2023, setzen wir bewusst auf aktiv gemanagte Portfolios, denn von Zeit zu Zeit überzeugen Fondsmanager mit dem richtigen Timing und der richtigen Auswahl von Titeln. In diesen Phasen gelingt ihnen etwas, was marktbreite ETF nie erreichen können: Sie übertreffen den jeweiligen Index. Ihren Namen hat die 5-Punkte-Strategie von den Bewertungen für die Fonds: 5 Punkte sind die Bestnote, einen Punkt bekommen die schlechtesten Fonds. Details finden Sie im Beitrag So bewertet die Stiftung Warentest den Anlageerfolg von Fonds.
Das verschafft ihnen einen Renditevorteil gegenüber ETF, solange die Outperformance anhält. Doch irgendwann reißt die Erfolgssträhne ab. Hier setzt die 5-Punkte-Strategie an: Wer von einem schwächer werdenden Top-Fonds zu einem anderen Top-Fonds wechselt, hat die Chance, auf der Erfolgswelle weiter zu schwimmen. Wenn kein Ersatz vorhanden ist, setzt man auf einen marktbreiten ETF des jeweiligen Segments, bis es wieder einen 5-Punkte-Fonds gibt.
Die 5-Punkte-Strategie eignet sich für Sie, wenn Sie
5-Punkte-Strategie mit aktiven Fonds Mit Top-Fonds den Markt schlagen freischalten
Die 5-Punkte-Strategie eignet sich für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger. Sie steht nicht im Widerspruch zu unserer Basisempfehlung marktbreiter ETF. Börsengehandelte Indexfonds sind einfach, transparent und kostengünstig und bieten somit viele Vorteile, die die meisten aktiven Fonds nicht haben. Wir empfehlen marktbreite ETF als 1. Wahl.
Wer die 5-Punkte-Strategie konsequent verfolgt, kann nach unseren Analysen in bestimmten Fondsgruppen den reinen ETF-Ansatz übertreffen. Im besten Fall, nämlich in der Fondsgruppe Aktien Europa, ergab sich in unseren Simulationen im Zeitraum seit 2009 ein kumuliertes Gewinnplus von 36,6 Prozent (Stand 31. März 2026).
So viel mehr Rendite brachte die 5-Punkte-StrategieDas Ziel der 5-Punkte-Strategie ist es, besser als marktbreite ETF abzuschneiden. Wer beispielsweise auf europäische Aktien setzt, möchte ETF auf den MSCI Europe schlagen, wer globale Titel ins Portfolio holt, will über ETF auf den MSCI World triumphieren. Egal in welcher Fondsgruppe Anlegerinnen und Anleger die 5-Punkte-Strategie umsetzen, am Ende sollte das Ergebnis die jeweiligen marktbreiten ETF möglichst übertreffen.
Wir haben insgesamt zehn Fondsgruppen über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren untersucht. Wir verfügen über Fondshistorien seit dem 30. September 2004. Da wir für die 5-Punkte-Strategie die historischen Fondsbewertungen auf der Basis der fünfjährigen Chance-Risiko-Zahl ermitteln, liegen unsere Simulationsergebnisse ab dem 30. September 2009 vor.
In fast allen untersuchten Fondsgruppen zeigt sich mit der 5-Punkte-Strategie ein deutlicher Vorsprung gegenüber dem Fondsgruppendurchschnitt. Zwar liegen auch marktbreite ETF in der Regel über dem Durchschnitt der Fondsgruppe. Im Vergleich mit marktbreiten ETF schaffte die 5-Punkte-Strategie aber zumindest in drei der untersuchten zehn Fondsgruppen eine Outperformance gegenüber marktbreiten ETF: Aktien Europa, Aktien Welt und Aktien Schwellenländer global.
Fazit: Marktbreite ETF mit der 5-Punkte-Strategie zu schlagen ist schwierig, aber möglich. Den Durchschnitt der aktiven Fonds dagegen schlägt man fast immer.
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Da die Managerleistung aktiver Fonds in den verschiedenen Fondsgruppen unterschiedlich stabil ist, läuft auch die 5-Punkte-Strategie je nach Fondsgruppe unterschiedlich gut. Über den Untersuchungszeitraum seit 2009 konnte man die marktbreiten ETF am deutlichsten in der Fondsgruppe Aktien Europa schlagen. Mit am schwierigsten war es dagegen in der Gruppe Aktien USA.
Um den Erfolg der Strategie relativ zum jeweiligen Markt beurteilen zu können, hilft am schnellsten ein Blick auf den Outperformance-Chart. Dieser zeigt an, wie viel Mehrrendite gegenüber dem Referenzindex aufgelaufen ist – abzüglich Kosten. Das entspricht in etwa den marktbreiten ETF der entsprechenden Gruppe.
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Leseanleitung für obigen Outperformance-Chart:
Nicht viele Fonds schaffen die Bestnote im Rating der Stiftung Warentest, wie der folgende tabellarische Überblick für die wichtigsten Fondsgruppen zeigt. Die letzte Spalte in der Tabelle verdeutlicht, wie viele Fonds sowohl vor einem Jahr als auch jetzt 5 Punkte haben, in Prozent bezogen auf die Anzahl der vor einem Jahr bewerteten Fonds.
Tipp: Durch Klick auf den Fondsgruppennamen gelangen Sie in den Fondsfinder, bereits gefiltert auf die entsprechende Gruppe.
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Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, in welchen Fondsgruppen es aktuell 5-Punkte-Fonds gibt. Sie finden die Top-Fonds in unserem Fondsfinder.
Achtung: Investieren Sie nicht in eine Fondsgruppe, nur weil es dort aktuell 5-Punkte-Fonds gibt. Strukturieren Sie zunächst Ihr Depot entsprechend Ihrer Risikoneigung. Mehr Tipps finden Sie unter „So setzen Sie die Fünf-Punkte-Strategie um“.
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Tipp. Wenn Sie sich in die 5-Punkte-Strategie tiefer einlesen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber Mit Top-Fonds auf Renditejagd. Das Buch erläutert Voraussetzungen, Chancen und Risiken des Modells und zeigt detailliert, wie ein optimal strukturiertes Portfolio aussieht. Sie erfahren, wie das Umschichten funktioniert und wie Sie Handelskosten sparen können. Dazu bietet der Ratgeber Informationen zur Gestaltung des Sicherheitsankers im Depot und geht auf steuerliche Aspekte ein.
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