Eine 78-jährige Belgierin muss überraschend ihren Stellplatz an der Nordseeküste räumen. Wegen abgelaufener Sicherheitsnachweise des Campingplatzes drohen der Seniorin nun Kosten von über 10.000 Euro.
Eine 78-jährige Belgierin muss überraschend ihren Stellplatz an der Nordseeküste räumen. Wegen abgelaufener Sicherheitsnachweise des Campingplatzes drohen der Seniorin nun Kosten von über 10.000 Euro.
Auf dem Campingplatz RACB im belgischen Middelkerke, westlich von Brügge, steht eine Räumung bevor. Wie das belgische Portal „Sud Info“ berichtet, müssen alle Stellplätze bis Ende Dezember 2026 vollständig freigemacht werden. Für die 78-jährige Dauercamperin Claudine Vandewalle bedeutet die Entscheidung einen finanziellen und organisatorischen Aufwand. Die Ankündigung erfolgte Anfang Oktober.
Neben der Suche nach einer Ausweichmöglichkeit steht die Seniorin vor hohen Speditionsposten. Hintergrund der Maßnahme ist ein Pachtwechsel sowie das Erlöschen formaler Betriebsgenehmigungen. Die Westend Resort Group übernimmt das Gelände ab dem Jahr 2027 für vier Jahrzehnte.
Wie „Sud Info“ zitiert, begründet der künftige Betreiber den Schritt mit rechtlichen Vorgaben: „Die Inspektionen des Campingplatzes sind abgelaufen, sei es in Bezug auf Elektro- oder Brandschutz. Das Bleiben auf dem Gelände ist daher aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Deshalb ist eine vollständige Räumung am 31. Dezember 2026 unerlässlich.“
Ein Verkauf ihres Mobilheims kommt für Vandewalle aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht infrage. Zu den zu erwartenden Ausgaben äußert sich die Betroffene besorgt: „Das wird mich mindestens 10.000 Euro kosten.“
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Auch wenn die Frist für die Dauercamper eine große Belastung darstellt, handeln die Verantwortlichen im Rahmen der Vorgaben. Dirk Metsu vom Campingverband Recread ordnet die Situation gegenüber „Sud Info“ ein: „Das Verfahren entspricht der Gesetzgebung. Dennoch ist sicher, dass es nicht einfach ist, einen neuen Standort an der Küste zu finden.“ Aus diesem Grund richtet die Seniorin ihren Blick bei der Suche nach einem Ersatzstellplatz inzwischen auf das französische Grenzgebiet.
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Nicht nur in Belgien gibt es für Campingplätze bestimmte Regeln und Sicherheitskonzepte, die eingehalten werden müssen. Auch in Deutschland gibt es Bestimmungen, die „einen sicheren, ordnungsgemäßen und gesetzeskonformen Betrieb“ gewährleisten sollen, informiert der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD). Demnach müssen folgende Oberbereiche beachtet werden:
Weiterhin verweist der BVCD darauf, dass es je nach Bundesland Unterschiede für Campingplatzbetreiber geben kann.