Ein Paar aus Österreich verbrachte seinen Urlaub auf der Insel Rhodos. Die Frau verliebte sich dort in eine Edelsteinkette. Dafür gaben sie 5000 Euro aus – doch das Schmuckstück ist weniger wert.
Ein Paar aus Österreich verbrachte seinen Urlaub auf der Insel Rhodos. Die Frau verliebte sich dort in eine Edelsteinkette. Dafür gaben sie 5000 Euro aus – doch das Schmuckstück ist weniger wert.
Rund sieben Millionen Passagiere wurden im Jahr 2025 am Flughafen Rhodos abgefertigt. Das ist ein Wachstum von 2,5 Prozent, informiert „Fraport Greece“. Die Nachfrage sei international weiter hoch. Bei Reisenden ist die Insel beliebt, davon profitiert die Tourismusbranche. Interessanter wird die Situation auch für mutmaßliche Betrüger.
Kürzlich waren Konrad L. und seine Frau aus dem österreichischen Feldkirch auf der griechischen Insel. Das Paar kaufte dort eine Kette für 5000 Euro, berichtet die österreichische Zeitung „Heute“. Zuhause ließen sie die Kette begutachten – sie soll lediglich 400 Euro wert sein.
„Müsst ihr kaufen“, schildert das Paar der Zeitung, als sie während einer organisierten Rundfahrt in einem Goldschmiede-Atelier landeten. Die Verkäufer seien „wie die Hyänen“ auf sie zugestürmt. Konkret geht es um eine Kette mit einem blauen Tansanit. Obwohl sie gewarnt worden seien, kauften sie die Kette.
Insgesamt 5000 Euro für die Kette und ein Echtheitszertifikat hat das Paar hingeblättert. Daheim ließen sie die Kette von drei Juwelieren schätzen. Das Ergebnis war ernüchternd: „Das Wertvollste daran ist die Kette“, wurde dem Paar erklärt. Der Kontakt nach Rhodos habe nichts gebracht, berichtet „Heute“. Man könne die Kette zurückschicken, hieß es.
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Das Muster von geführten Rundfahrten, die in mutmaßlichen Abzocken in Goldschmieden in Urlaubsregionen landen, ist nicht neu. Die Kanzlei Gençer & Coll berichtet über die Thematik und ordnet den Sachverhalt für Verbraucher ein. Demnach sind exotische Steine wie der Zultanit oder, wie in dem Fall aus Österreich, der Tansanit beliebt für das Vorgehen.
Häufig würden günstige Pauschalreisen in Kombination mit Tagesausflügen zu Goldschmieden oder Juwelieren angeboten, berichtet die Kanzlei. Dort wird vermeintlich handgefertigter Schmuck vorgestellt. Die Methoden der Verkäufer werden als aufdringlich beschrieben – Preise in fünfstelliger Höhe seien keine Seltenheit.
Daheim folgt das böse Erwachen. Bemerken Verbraucher, dass sie überteuerten Schmuck gekauft haben, sollten sie einen Anwalt für Verbraucherrecht einschalten. Ziel könne es in dem Zusammenhang sein, den Kaufpreis zu mindern. Weiterhin sei aber auch eine volle Rückabwicklung erstrebenswert.