In Münster stürzte ein Schild auf das Auto von Ehepaar Höhne. Die Stadt weigerte sich zu zahlen – auf dem 7000-Euro-Schaden bleiben sie sitzen.
In Münster stürzte ein Schild auf das Auto von Ehepaar Höhne. Die Stadt weigerte sich zu zahlen – auf dem 7000-Euro-Schaden bleiben sie sitzen.
Karlheinz Höhne und seine Ehefrau Ingrid hielten mit ihrem Wagen nur kurz an, um ihre Nachbarn zu grüßen – als plötzlich ein Schild auf ihr Auto stürzte und einen Schaden von rund 7000 Euro verursachte. „Als es geknallt hat, wir konnten das gar nicht verstehen“, schildert Höhne den Moment gegenüber Sat.1. Das Paar stieg erschrocken aus.
Wer für den Schaden aufkommen soll, schien den Eheleuten zunächst klar zu sein, doch die Stadt stellte sich quer. Nach einem mehrjährigen Rechtsstreits wurde die Klage des Paares vor Gericht abgewiesen.
Die Stadt begründete dies damit, dass ein Gutachter das Schild erst drei Tage vor dem Vorfall untersucht und keine Mängel festgestellt habe. Ein Bild nach dem Umsturz zeigt jedoch, dass das Schild sichtlich rostig war. Karlheinz Höhne betont: „Man sieht ganz klar und eindeutig, wie verrostet es war. Das ist einfach lächerlich.“
Ein Nachbar gab zudem an, dass das Schild bereits seit einem Jahr schief gestanden habe. Vor Gericht wurden diese Zeugenaussagen jedoch als nicht aussagekräftig eingestuft. Auf eine Anfrage hin gab die Stadt Münster keine Antwort.
Das Ehepaar ist verärgert. „Ich bekomme also nicht erstattet. Ich bin am Ende mit meiner Kraft“, so Höhne. 7000 Euro, diese hohe Summe muss das Paar nun aus eigener Tasche abstottern.