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Planungen: Wuppertaler Wagenhalle: Für den Neubau muss der Denkmalschutz aufgehoben werden

Дата публикации: 20-10-2026 08:40:00




Die Bezirksvertretung Vohwinkel tagt am Mittwoch zum vorletzten Mal in diesem Jahr im Schulzentrum West.



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Planungen Wuppertaler Wagenhalle: Für den Neubau muss der Denkmalschutz aufgehoben werden

Wuppertal · Die Bezirksvertretung Vohwinkel tagt am Mittwoch zum vorletzten Mal in diesem Jahr im Schulzentrum West.

20.10.2026 , 10:40 Uhr

Seit Jahrzehnte verhüllen an der Vohwinkeler Straße Metallbleche die historische Bausubstanz der Schwebebahn-Wagenhalle.

Foto: Andreas Fischer

Zu ihrer vorletzten Sitzung in diesem Jahr lädt die Bezirksvertretung Vohwinkel für den morgigen Mittwoch, 21. Oktober, ein. Das Gremium tagt um 18.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums West, Nocken 6. Dabei erhalten Bürger wieder einen umfangreichen Einblick in die Stadtteilpolitik.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt behandelt die WSW-Wagenhalle an der Vohwinkeler Straße. Wie berichtet muss diese komplett erneuert werden. Am mehr als 120 Jahre alten Gebäude und seiner Tragekonstruktion hat deutlich der Zahn der Zeit genagt. Ohne bauliche Perspektive wäre hier in absehbarer Zeit die maximale Restlebensdauer erreicht. Daher kann die aufwendige Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von rund 145 Millionen Euro nicht auf die lange Bank geschoben werden. Der Hauptteil des Projekts ist für 2032 nach der Buga geplant. Das bedeutet auch eine Betriebspause der Schwebebahn von 15 Monaten. Eine Hürde für die Durchführung ist der Denkmalschutz, unter dem die Halle seit 1997 steht. Für den Abriss des Gebäudes haben die WSW einen Antrag auf Beseitigung des Denkmals bei der Stadt gestellt. Dazu gibt es eine städtische Vorlage an den Rat, die Zustimmung der Verwaltung mitzutragen und dem Antrag der Stadtwerke stattzugeben. Die Bezirksvertretung kann dazu eine Empfehlung abgeben.

„Die WSW haben bereits 2023 ihre Absichten zum Rückbau der Wagenhalle erklärt und die Dringlichkeit der Maßnahme begründet. Um die Möglichkeiten des Erhalts der geschützten Bausubstanz in Verbindung mit einer notwendigen Anpassung des Fahrbetriebs an die zukünftigen Erfordernisse in Einklang zu bringen, wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen“, heißt es in der Vorlage. Im Ergebnis sei der notwendige Ausbau des Fahrbetriebs nicht mit einem Erhalt der Wagenhalle vereinbar. Bereits heute finde der Betrieb aus Sicherheitsgründen unter eingeschränkten Bedingungen statt. Ein erheblicher Eingriff in die noch existierende bauzeitliche Substanz sei daher unumgänglich. Die Vorlage betont die Schwebebahn als „Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Wuppertal“. Damit sie diese Funktion auch künftig erfüllen und weiter ausbauen könne, benötige sie moderne Betriebs- und Wartungsanlagen. In Abwägung der unterschiedlichen öffentlichen Interessen werde die Stadt Wuppertal den Erfordernissen eines zukunftsfähigen Nahverkehrs und dem Klimaschutz den Vorrang einräumen und dem Antrag auf Abriss und Neubau der Wagenhalle stattgeben.

Das stößt in der Bezirksvertretung auf Zustimmung. „Für den zeitgemäßen und absolut notwendigen Neubau der Wagenhalle muss der Denkmalschutz zwangsläufig aufgehoben werden. Außerdem ist die Backsteinfassade ohnehin seit Jahrzehnten hinter Metallblechen verborgen“, so Bezirksbürgermeister Andreas Schäfer (SPD). Auch für die CDU-Fraktion ist der Antrag nachvollziehbar.

Die Stadt kündigt an, den Abbruch mit der Durchführung einer nach denkmalfachlichen Kriterien durchgeführten Dokumentation der Wagenhalle zu beauflagen, um diese auch für künftige Generationen zu dokumentieren. Zudem werde der museale Erhalt einzelner Bauteile zur Voraussetzung gemacht. Der Abbruch erfordere eine Erlaubnis durch die Untere Denkmalbehörde, die vor ihrer abschließenden Entscheidung den Landschaftsverband Rheinland (LVR) anhören und ihm die beabsichtigte Entscheidung zur Erlaubnis mitteilen müsse. Die Anhörung erfolge im Anschluss an den Ratsbeschluss am 16. November.

Zu den weiteren Themen in der Bezirksvertretung gehört eine Große Anfrage der Linken zum Bebauungsplan westliche Bahnstraße und Buntenbeck. Außerdem wird eine Große Anfrage von Linken und Grünen zu Sicherheit auf Vohwinkeler Spielplätzen und der Kontrolle des dortigen Baumbestands behandelt. Auf der Tagesordnung stehen zudem Anträge zur Einrichtung eines Kreisverkehrs im Bereich Haaner- und Vohwinkeler Straße, zur Verbesserung des Zugangs vom Park-and-Ride-Parkplatz zum Bahnhof Vohwinkel und zur Optimierung der Beschilderung vom Bahnhof zur Schwebebahnhaltestelle. Die Sitzung ist öffentlich, Besucher sind willkommen.

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