Der TSB Gmünd gastiert am Samstag um 19 Uhr beim HC Oppenweiler/Backnang, der nach dem kurzen Ausflug in die 2. Bundesliga mit aller Macht zurück nach oben strebt.
Stand: 09.10.2026, 17:45 Uhr

Der TSB Gmünd gastiert am Samstag um 19 Uhr beim HC Oppenweiler/Backnang, der nach dem kurzen Ausflug in die 2. Bundesliga mit aller Macht zurück nach oben strebt.
Schwäbisch Gmünd. Das 29:29 gegen den TV Erlangen-Bruck fühlte sich für den TSB wie eine Niederlage an. Doch Trainer Aaron Fröhlich will verhindern, dass der Frust darüber die positive Entwicklung der vergangenen Wochen überlagert. „Wir beurteilen nur unsere Leistungen. Da war sicherlich nicht alles perfekt, aber wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht im Großen und Ganzen“, sagt der Trainer. Er hat sogar den Eindruck, dass seine Mannschaft ihre bisherigen Ergebnisse mitunter zu kritisch bewertet. „Weil das, was wir als Aufsteiger mit unseren Mitteln liefern und auch mit der Verletzungssituation, ist gut – unabhängig von den Punkten.“ Die 5:7 Punkte aus den ersten sechs Spielen sind mehr als ordentlich und bedeuten Tabellenplatz elf, sollen aber den Blick auf das Wesentliche nicht verstellen.
Die Abwehr steht – im Angriff fehlt noch die letzte KonsequenzEin wichtiger Fortschritt ist in der Defensive erkennbar. Gegen Erlangen-Bruck präsentierte sich der TSB in der stehenden Abwehr so kompakt wie bislang noch selten in dieser Saison, auch wenn der Rückzug nach eigenen Angriffen weiterhin eine Schwachstelle bleibt. Vor allem die Spezialistenwechsel zwischen Abwehr und Angriff werden von den Gegnern immer wieder mit schnellen Gegenstößen bestraft. Für Fröhlich ist das allerdings eine Abwägungssache. Schließlich könne seine Mannschaft nicht über 60 Minuten mit denselben sechs Spielern durchspielen. „Irgendwann müssen wir wechseln, wir können nicht mit sechs Leuten durchspielen und jeder hat bei uns Qualitäten, die er einbringen kann – in der Abwehr oder im Angriff.“
Der nächste Entwicklungsschritt liegt deshalb nicht allein in der Defensive. In der Schlussphase fehlte dem TSB zuletzt die Durchschlagskraft, um sich für eine gute Leistung mit zwei Punkten zu belohnen. „Da arbeiten wir dran, dass wir in den entscheidenden Momenten noch torgefährlicher sind und das wäre der Schlüssel gewesen“, erklärt Fröhlich.
Eine Chance, sich mit den Großen zu messenDer HC Oppenweiler/Backnang hat sich nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga neu aufgestellt. Sechs Abgänge stehen acht Neuzugängen gegenüber. Erst kürzlich legte der Verein mit der Verpflichtung des rechten Rückraumspielers Robert Krass von der HSG Krefeld noch einmal nach. Das unterstreicht die Möglichkeiten und Erwartungen des Zweitliga-Absteigers. Fünf Siege aus sechs Spielen bedeuten Tabellenplatz zwei. Lediglich beim Meister SV Kornwestheim (30:33) musste sich die Mannschaft geschlagen geben.
Fröhlich sieht darin keinen Grund für übertriebene Ehrfurcht und baut auf die Außenseiterrolle. „Dass eine solche Mannschaft nicht mit den Knien schlottert, wo die meisten Spieler das erste Mal von uns hören. Dass da nicht der allergrößte Furchtfaktor da ist – ist bestimmt so und hilft uns vielleicht.“ Zwar ist die Partie regional ein Derby, doch der Trainer sieht die Voraussetzungen klar verteilt. Der HCOB arbeite mit seinen Möglichkeiten und Strukturen auf einem Niveau, das für den TSB derzeit noch außer Reichweite liegt. „Da soll schon mehr erreicht werden, als es bei uns der Horizont hergibt – aber in einem einzelnen Spiel kann alles passieren, wir werden unseren Teil beitragen.“
Fröhlich setzt auf die Entwicklung seiner MannschaftDie kommenden Wochen haben es in sich. Fröhlich will den HCOB deshalb nicht zum übergroßen Prüfstein erklären. „Das ist jetzt für uns ja relativ einfach. Wir haben jetzt die Chance, Bonuspunkte zu sammeln und uns als Mannschaft herauszustellen, die Große ärgern kann. Das haben wir phasenweise schon gut hinbekommen und wollen das fortsetzen.“ Zwei Wermutstropfen bleiben: Kai Kiesel muss nach seinem Kahnbeinbruch operiert werden und fällt weiterhin aus. Auch bei Yannik Leichs, dessen Heilungsprozess nach seiner Verletzung sehr gut verläuft, ist ein Comeback noch nicht unmittelbar zu erwarten.
Infos: Die Partie beginnt am Samstag um 19 Uhr in der Murrtal-Arena in Backnang. Karten gibt es an der Tageskasse und im Online-Vorverkauf des HC Oppenweiler/Backnang. Die Partie wird zudem kostenpflichtig auf sporteurope.tv gestreamt.
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