Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder und Jugendliche verletzt wurden, ist im Saarland zuletzt gestiegen. Um insbesondere die Sicherheit von Schülern zu stärken, fordert die CDU in Schmelz daher nun einen eigenen „Schulweg-Check“ für die Gemeinde. Bei diesem sollen aber nicht nur Lehrer und Eltern mitmachen können.
Schmelz · Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder und Jugendliche verletzt wurden, ist im Saarland zuletzt gestiegen. Um insbesondere die Sicherheit von Schülern zu stärken, fordert die CDU in Schmelz daher nun einen eigenen „Schulweg-Check“ für die Gemeinde. Bei diesem sollen aber nicht nur Lehrer und Eltern mitmachen können.
08.09.2026 , 10:42 Uhr
Brauchen besonders viel Rücksicht im Straßenverkehr: 2025 waren im Saarland mehr Kinder unter 15 Jahren in Verkehrsunfällen verwickelt, als noch im Jahr davor. In Schmelz fordert die dortige CDU nun einen „Schulweg-Check“, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen.
Foto: dpa/Patrick PleulDas neue Schuljahr im Saarland ist bereits einen Monat alt. Und mit dem Ende der Schulferien tummeln sich auch wieder merklich mehr Schülerinnen und Schüler auf den Straßen und Wegen in der Region. Die jüngste Verkehrsunfallstatistik der saarländischen Polizei zeigt aber auch: Insbesondere junge Menschen sehen sich im Straßenverkehr zunehmend mehr Gefahren ausgesetzt. So wurden 2025 insgesamt 316 Kinder im Zuge eines Verkehrsunfalls verletzt – rund 3,3 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. In Schmelz will die dortige CDU nun konkrete Gefahrenstellen für Kinder und Jugendliche auf ihren Weg zur Schule aufdecken und fordert daher einen umfassenden „Schulweg-Check“ für die Gemeinde.
„Kinder sollen sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Deshalb wollen wir nicht nur über Schulwegsicherheit sprechen, sondern uns die Situation vor Ort konkret anschauen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende und Erste Beigeordnete der Gemeinde, Nicolas Lorenz. Seine Fraktion plane daher, auf der kommenden Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag zur Abstimmung zu stellen.
Ziel sei es demnach, mit den örtlichen Schulen, Elternvertretungen, Schülerinnen und Schülern, Ortsräten und – soweit möglich – der Polizei die Schulwege in der Gemeinde „genauer unter die Lupe“ zu nehmen. Für den Schulweg-Check sollen insbesondere gefährliche Querungsstellen, unübersichtliche Verkehrsbereiche, problematische Geh- und Radwegführungen, fehlende oder unzureichende Beleuchtung sowie mögliche Gefahrenstellen im Umfeld der Schulen erfasst werden. Auch die Erfahrungen von Eltern und Schülern sollen demnach „ausdrücklich in die Untersuchung einfließen“.
Laut Lorenz setze die CDU bei ihrem Antrag bewusst auf einen praktischen und gemeinsamen Ansatz. Deshalb sollen auch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern die Möglichkeit erhalten, konkrete Stellen zu benennen, an denen sie sich Verbesserungen wünschen. Auf Grundlage der Ergebnisse soll wiederum eine Prioritätenliste erstellt werden, bei der zwischen kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen und mittel- beziehungsweise langfristig notwendigen Verbesserungen unterschieden werde.
„Manche Probleme lassen sich möglicherweise bereits mit kleinen Maßnahmen lösen – etwa durch bessere Beschilderung, Markierungen, Beleuchtung oder eine Veränderung der Verkehrsführung. Andere Maßnahmen benötigen mehr Planung und Investitionen. Wichtig ist zunächst, dass wir wissen, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht“, so Lorenz. Der Antrag stehe dabei nicht als parteipolitische Einzelaktion, wie er betont. Vielmehr sei er ein „Angebot an alle Beteiligten, gemeinsam für mehr Sicherheit auf den Schulwegen in Schmelz zu sorgen“. (leis)
Der Gemeinderat von Schmelz trifft sich zu seiner nächsten regulären Sitzung am Donnerstag, 10. September, 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Neben dem Antrag der CDU für einen Schulweg-Check soll es unter anderem auch um mehrere Anträge zum Thema Hitzeschutz gehen.