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Pilze sind nicht mehr gut: Anzeichen und richtige Lagerung

Дата публикации: 01-09-2026 09:34:00

Anhand einiger Merkmale lässt sich meist einfach klären, ob Pilze noch gut sind. Wenn man sich jedoch unsicher ist, sollte man lieber auf den Verzehr verzichten.

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Übler Geruch oder Verfärbungen

Pilze sind nicht mehr gut: Anzeichen und richtige Lagerung

Eine Schüssel mit Pfifferlingen.

Verzehren Sie keine Pilze, die faulig riechen (Symbolbild). IMAGO / Eberhard Thonfeld

Jana Lickteig

Dienstag, 01.09.2026, 11:34

Anhand einiger Merkmale lässt sich meist einfach klären, ob Pilze noch gut sind. Wenn man sich jedoch unsicher ist, sollte man lieber auf den Verzehr verzichten.

So gut Pilze auch schmecken – leider verderben sie ziemlich schnell. Schlecht gewordene Pilze sollten Sie nicht mehr essen, da sonst die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung besteht.

  • Unangenehmer Geruch: Die meisten frischen Pilze riechen aromatisch nach Wald, Erde oder Holz. Riechen die Exemplare in Ihrem Kühlschrank hingegen faulig, fischig, nach Aas oder auch gärig, sollten sie nicht mehr verzehrt werden.
  • Achten Sie bei der Lagerung im Kühlschrank darauf, Pilze fernab von intensiv riechendem Essen wie Fisch oder Fleisch aufzubewahren, da sie fremde Gerüche leicht annehmen. Zudem gibt es Ausnahmen: Beispielsweise riechen der Brätling und der Aderige Morchelbecherling unangenehm, sind aber genießbar. Beim Aderigen Morchelbecherling etwa verschwindet der starke Chlorgeruch beim Erhitzen.
  • Verfärbungen: Je älter die Pilze bereits sind, desto dunkler verfärben sie sich in der Regel. Dunkelbraune bis schwarze Stellen an Hut und Lamellen sind deutliche Hinweise darauf, dass die Pilze zersetzt werden. Ausnahmen sind hier Pilzarten, die bereits kurz nach der Ernte schwärzlich werden, wie etwa der Riesenporling. Alle anderen Sorten sollten Sie im Zweifelsfall lieber entsorgen.
  • Schleimige und weiche Konsistenz: Mit den Verfärbungen geht gleichzeitig eine weiche und schleimige Oberfläche einher. Die Konsistenz von frischen Pilzen unterscheidet sich zwar von Art zu Art, die häufigen Pilzsorten wie Champignons, Austernpilze, Steinpilze oder auch Pfifferlinge sind im frischen Zustand fest und knacken, wenn man sie auseinanderbricht.
  • Schimmel: Ist der Pilz von Schimmel überzogen, ist er definitiv ungenießbar. Schimmelbefall auf Pilzen ist meist schwarz, weiß oder grün. Zeigen sich weiße Fädengeflechte, kann es sich hingegen um die Pilzfäden des Pilzes, das sogenannte Pilzmyzel, handeln. Das können Sie mitessen. Ein ausgeprägtes, netzartiges Fädengeflecht, das sich womöglich über mehrere Pilze zieht oder muffig riecht, ist jedoch oft toxischer Schimmel. Auch hier gilt: Sehen Sie im Zweifel von einem Verzehr ab.

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Mit der richtigen Lagerung halten die Pilze länger

Pilze bestehen zu einem Großteil aus Eiweiß und Wasser und stellen für verschiedene Bakterien daher einen idealen Nährboden dar. Daher verderben sie deutlich schneller als beispielsweise Gemüse.

  • Der Zersetzungsprozess wird durch Wärme, Sauerstoffmangel und eine unsachgemäße Lagerung beschleunigt. Kaufen Sie Pilze daher zum Beispiel eher nicht in der Plastikverpackung, sondern lieber lose.
  • Für die Lagerung daheim bieten sich das Gemüsefach des Kühlschranks oder ein kalter Kellerraum gut an. Generell sollten Sie Pilze jedoch recht zeitnah innerhalb weniger Tage verbrauchen.
  • Achten Sie zudem bereits beim Kauf auf die Frische der Pilze. Auch wenn Sie selbst Pilze im Wald sammeln, lässt sich nicht genau vorhersagen, wie lange sie gut sind. Transportieren Sie die Pilze außerdem sorgsam, damit sie nicht zerquetscht werden.
  • Länger halten Pilze, wenn sie getrocknet werden. Solange sie keine verdorbenen Stellen aufweisen, sind daher auch einige Tage alte, stellenweise eingetrocknete Pilze genießbar.
  • Tipp: Gerade in selbst gesammelten Pilzen fressen sich häufig Maden durch das Innere. Schneiden Sie daher jedes Exemplar bereits im Wald auf und schneiden Sie befallene Stellen großzügig heraus.
Tipps zur Lagerung und Verarbeitung von Pilzen

Pilze sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe wie Proteine, Vitamine und Mineralien. Damit Pilze aber auch wirklich gesund bleiben und nicht verderben, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Hier sind einige Tipps zur Lagerung und Verarbeitung von Pilzen:

  • Reinigen Sie die Pilze vor dem Verzehr gründlich. Entfernen Sie dabei alle Verunreinigungen wie Erde, Sand oder kleine Ästchen. Sie können die Pilze unter fließendem Wasser abwaschen oder mit einem Pinsel vorsichtig abbürsten.
  • Schneiden Sie die Pilze erst kurz vor dem Verzehr klein. Wenn Sie die Pilze zu früh schneiden, können sie schneller verderben.
  • Lagern Sie Pilze kühl und trocken. Am besten eignet sich das Gemüsefach im Kühlschrank oder ein kühler Keller. Vermeiden Sie jedoch zu hohe Luftfeuchtigkeit, da die Pilze sonst schneller schimmeln können.
  • Verpacken Sie die Pilze nicht in Plastiktüten oder -boxen. Pilze brauchen Luft zum Atmen, sonst können sie schnell verderben. Am besten eignen sich Papiertüten oder lose Aufbewahrung im Kühlschrank.
  • Verwenden Sie alte Pilze lieber zum Kochen als roh. Durch das Erhitzen werden viele Bakterien und Keime abgetötet.
  • Wenn Sie Pilze einfrieren möchten, blanchieren Sie sie vorher kurz in kochendem Wasser. Dadurch bleiben sie länger frisch und behalten ihre Farbe und Konsistenz.
  • Verwenden Sie nur einwandfreie Pilze. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Pilz noch gut ist, riechen Sie daran oder schneiden Sie ihn auf. Wenn er unangenehm riecht oder verfärbt ist, sollten Sie ihn lieber entsorgen.
  • Beachten Sie auch die Haltbarkeit von Pilzen. Je nach Sorte und Lagerung können sie unterschiedlich lange halten. Im Zweifelsfall sollten Sie die Pilze lieber schneller verbrauchen, um eine Lebensmittelvergiftung zu vermeiden.

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