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Prinz Harry und Meghan: Wie ihr Geschäftsmodell implodiert

Дата публикации: 20-08-2026 13:33:00

Prinz Harry und Meghan wollten Hollywood erobern. Nun kommen sie offenbar nach England zurück – mehr als sechs Jahre, nachdem sie der Königsfamilie den Rücken gekehrt hatten. Wohl auch, weil das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nur begrenzte Einnahmen versprach.

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Geht ihnen das Geld aus? Die Heimkehrer Meghan und Prinz Harry
Geht ihnen das Geld aus? Die Heimkehrer Meghan und Prinz Harry

Geht ihnen das Geld aus? Die Heimkehrer Meghan und Prinz Harry

Foto: Peter Dejong / dpa

Prinz Harry (41) und seine Frau Meghan (45), der Duke und die Duchess of Sussex, verlassen offenbar die US-amerikanische Westküste und kehren nach England zurück. Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit der Königsfamilie soll das Paar den Umzug mit ihren beiden Kindern noch in diesem Monat planen. So berichten es britische Medien übereinstimmend.

„Harry und Meg kommen nach Hause“, titelte die Boulevardzeitung „The Sun“, die gemeinsam mit dem „Telegraph“ die Erstmeldung verbreitete, die das Vereinigte Königreich in Aufruhr versetzt. Die Begeisterung der royalen Anhängerinnen und Anhänger ließ nicht lange auf sich warten, viele hoffen auf eine Versöhnung des verlorenen Sohnes mit König Charles III. (77).

Doch nicht alle Beobachter sehen in Harrys Heimkehr pure Sehnsucht nach royalem Familienglück. Der Adelsexperte und „royale Kommentator“ Richard Fitzwilliams (76), der seit vielen Jahrzehnten Aufgaben im Dunstkreis des Königshauses wahrnimmt, stellte beim britischen Fernsehsender eine Alternativthese für die Heimkehr Harrys auf: „They failed to make it in the United States“, sagte er in einem Interview: „Sie haben es in den Vereinigten Staaten nicht geschafft.“

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Wie steht es um das Vermögen von Harry und Meghan?

Als sich Harry und Meghan im Jahr 2020 von der königlichen Familie lossagten, sind auch die Geldflüsse aus den königlichen Schatzkammern versiegt. Doch die beiden brauchten Geld – und zwar viel. Berichten zufolge verschlangen allein ihre Bodyguards und sämtliche Sicherheitsmaßnahmen rund um ihre 15-Millionen-Dollar-Villa pro Jahr einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. Um in Amerika nicht auf dem Trockenen zu sitzen, schmiss das Paar eine gewaltige PR-Maschine an, mit der es Hollywood im Sturm erobern und Millionen verdienen wollte .

Im Unterschied zu den „arbeitenden Royals“ zu Hause, denen Nebeneinkünfte – etwa aus der Vermarktung der eigenen Familiengeschichte – untersagt sind, konnten Harry und Meghan aus dem Vollen schöpfen. Sie wollten sich als moderne Alternative zu den Windsors in London inszenieren. Unter der Marke „Sussex Royal“ versuchten sie ihre Prominenz zu vergolden. Unter dem Label hätten auch Produkte beworben werden können. So ähnlich machen es seit Jahren andere, thronferne Familienangehörige – Peter Philipps (48) oder Zara Tindall (45), Harrys Cousin und Cousine, werben für fast alles, von Rolex bis Land Rover. Doch der Palast verbot die Markenidee. Harry und Meghan mussten ausweichen – und gründeten die Organisation Archewell.

Gütesiegel aus dem Königshaus: Meghan und Harry vermarkten sich mit Archewell als „Duke und Duchess of Sussex“

Gütesiegel aus dem Königshaus: Meghan und Harry vermarkten sich mit Archewell als „Duke und Duchess of Sussex“

Foto: ABACAPRESS / IMAGO

Unter deren Dach verbirgt sich ein Non-Profit-Arm, mit dem sie wohltätige Projekte unterstützen und immer wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Parallel dazu gibt es einen For-Profit-Arm, bestehend aus einer eigenen Filmproduktionsfirma (Archewell Productions) und einer Podcastsparte (Archewell Audio). Experten sahen ein riesiges Potenzial, der PR-Experte Andrew Bloch prognostizierte sogar , der Sohn der einst meistfotografierten Frau der Welt, Prinzessin Diana, und die emanzipierte Schauspielerin Meghan Markle könnten zur „wertvollsten Personenmarke der Welt“ aufsteigen und eine „Milliardenmarke“ werden.

Vernichtende Kritiken für Netflix-Dokus

Anfangs sah es ganz danach aus. 2020 schlossen Harry und Meghan über Archewell einen mehrjährigen Netflix-Vertrag ab, der in Medien mit rund 100 Millionen US-Dollar beziffert wurde. Mit Erfolg. Im Dezember 2022 sorgte die sechsteilige Dokumentation „Harry und Meghan“ für viel Wirbel: Das Paar teilte Privates aus seinem Familienleben und pikante Details aus dem Hause Windsor – allein in den ersten zehn Tage schauten weltweit 33 Millionen Menschen die Sendung. Es folgte eine Dokuserie über das Leben anderer Promis mit dem Titel „Live to Lead“ und die Miniserie „Invictus Games – im Herzen unbezwingbar“ über Athleten bei den Invictus Games 2022, einem von Prinz Harry gegründeten Sportereignis für verwundete Soldatinnen und Soldaten.

„Polo, eine Serie über Polo, gemacht von Prinz Harry, der Polo mag.“

The Guardian

2024 veröffentlichte Netflix die Serie „Polo“, die sich um den elitären Pferdesport dreht – und floppte: „Prinz Harrys unfreiwillig komisches Porträt der dümmsten Sportart der Welt“, schrieb der „Guardian“ höhnisch  und fasste den Inhalt der Sendung folgendermaßen zusammen: „Polo, eine Serie über Polo, gemacht von Prinz Harry, der Polo mag.“ Im Jahr darauf veröffentlichte Netflix eine Realitysoap mit dem Titel „With Love, Meghan“, die auf der Filmkritik-Website „Rotten Tomatoes“ eine Zustimmungsrate von 23 Prozent erhielt. Die Kulturkritikerin Kathryn VanArendonk bezeichnete die Serie in der „Vulture“ als „eine völlig irre Reise in eine Bizarro-Welt, hinein ins Zentrum des Nichts“. Andere Projekte, wie eine Animationsserie von Meghan, wurden von Netflix vorsorglich gestoppt: offiziell aus „strategischen Gründen“, vermutlich aber wegen der hohen Kosten. Der Kinofilm „Cookie Queens“, der vier junge US-Pfadfinderinnen im Verkaufskampf um Kekse begleitet – und zeigt, wie aus einer vermeintlich harmlosen Spendenaktion ein Wettbewerb mit Verkaufszielen, Social-Media-Marketing und erheblichem Erfolgsdruck wird –, floppte jüngst in den Kinos.

Sportfan: Prinz Harry mag Polo

Sportfan: Prinz Harry mag Polo

Foto: Greg Doherty / St. Regis / Getty Images

Das Milliardenbusiness Hollywood, von dem der „Meghan und Harry“-Auftakt die Netflix-Verantwortlichen hatte träumen lassen, rückte zuletzt in weite Ferne. Nachdem der ursprüngliche Vertrag mit Netflix im vorigen Jahr ausgelaufen war, wurde die Zusammenarbeit zwar fortgesetzt – allerdings deutlich zurückhaltender. Im Rahmen eines mehrjährigen First-Look-Vertrags erhält Netflix bevorzugten Zugriff auf neue Projekte von Archewell Productions, muss diese aber nicht mehr umsetzen. Für das Paar ein herber Rückschlag.

25 Millionen Dollar für zwölf Podcastfolgen?

Auch der Podcast-Vertrag, den Harry und Meghan über Archewell Audio mit Spotify abschlossen, soll dem Paar Millionen eingebracht haben – berichtet wurde über ein Vertragsvolumen von 25 Millionen Dollar. Doch es wurde ein Flop. Gerade mal zwölf Folgen von Meghans Podcast „Archetypes“, in dem sie Promis wie Serena Williams (44) oder Paris Hilton (45) interviewte, wurden veröffentlicht und die Zusammenarbeit im Jahr 2023 eingestellt. Meghans neuer Podcast „Confessions of a Female Founder“, den sie mit Lemonada Media produziert und in dem sie weibliche Führungskräfte interviewt, wurde von Kritikern zerrissen. Er sei inhaltlich schwach, außerdem trete Meghan „unterwürfig“ und „schmeichelnd“ auf, schrieb der „Guardian“  – wie viel die Duchess of Sussex für ihren Auftritt erhält, ist nicht bekannt.

3,2 Millionen Exemplare in einer Woche: Das Buch „Spare“ von Prinz Harry wurde ein großer Erfolg

3,2 Millionen Exemplare in einer Woche: Das Buch „Spare“ von Prinz Harry wurde ein großer Erfolg

Foto: Kin Cheung / AP

Einen großen Erfolg landete Harry im Jahr 2023 hingegen mit seinem Buch „Spare“, zu Deutsch „Reserve“. Dem weltgrößten Buchverlag Penguin Random House, der zum deutschen Bertelsmann-Konzern gehört, soll er die Exklusivrechte für 20 Millionen Dollar verkauft haben. Teil des Deals sind zudem drei weitere Bücher des Paars. An Land gezogen hatte das Geschäft der zum Jahresende 2022 ausgeschiedene CEO Markus Dohle (54).

Damit die Millionenwette für Random House aufgeht, hätte der Verlag laut Analystenschätzungen 1,7 Millionen Bücher verkaufen müssen – schon eine Woche nach Erscheinen waren 3,2 Millionen Exemplare über die Ladentheken gegangen. Das Buch, in dem Harry ungeschönt über seine Familie herzog, machte Lust auf mehr, das Problem dürfte jedoch das gleiche wie beim Erfolg der „Harry und Meghan“-Serie sein: Ohne pikante Details aus dem Königshaus und die damit einhergehen Intrigen und Streitigkeiten sind Harry und Meghan relativ langweilig. Die Geschichten aus Harrys Zeit beim Militär und darüber, wie viele Menschen er denn nun wirklich getötet hat, sind auch alle erzählt. Womit sollten sie einen weiteren Bestseller füllen? Vielleicht ist auch das ein Grund für die Rückkehr nach England: Das Paar braucht neuen Stoff.

42 Dollar für drei Gläser Marmelade

Denn die Marmelade, die Meghan mittlerweile verkauft, wird sie kaum satt machen. Im Jahr 2025 brachte sie ihre Lifestylemarke „As Ever“ an den Start. Auch Honig, Tee, Kerzen, Geschenksets und Wein werden dort verkauft. Viele Produkte waren innerhalb der ersten Stunde ausverkauft. Zahlen zu Umsatz oder Gewinn hat das Unternehmen jedoch noch nicht veröffentlicht. Medienberichten zufolge soll Meghan aber mit dem Verkauf ihres Bestsellers – der „Signature Fruit Spread“-Geschenkbox (ein Trio aus Himbeer-, Erdbeer- und Marillenmarmelade, das 42 Dollar kostet) – im Jahr 2025 knapp 36 Millionen Dollar umgesetzt haben. Die Zahl wurde am 8. Januar 2026, einen Tag vor dem Geburtstag von Harrys Schwägerin Kate (44) geleakt. Das ist in der Vergangenheit öfter passiert. Das Paar nutzte wiederholt Ereignisse, die in der königlichen Familie wichtig sind, für eigene Bekanntgaben – wahrscheinlich, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren.

Während Meghan in Marmelade und Tee macht, hat Harry eine Stelle als Chief Impact Officer bei dem Coaching- und Mental-Health-Unternehmen BetterUp aus San Francisco, die ihm eine dauerhafte Verbindung zur Unternehmens- und Technologiewelt verschafft. Die Plattform vermittelt Trainings, unter anderem bei persönlichen und seelischen Problemen – ein Thema, über das Harry und Meghan sehr offensiv und mit persönlichen Erfahrungen unterlegt in ihren Dokumentationen und Büchern sprechen. Wie viel er dort verdient, ist nicht bekannt, Berichten zufolge soll seine Vergütung auf C-Level liegen.

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Zusammen mit dem Erbe, das Harry aus dem Umfeld seiner Mutter Diana erhalten hat (vom Nachlass der Queen soll er nicht profitiert haben, dafür gab es aus dem Treuhandfonds seiner verstorbenen Urgroßmutter knapp 7 Millionen Pfund zum 40. Geburtstag), und dem Vermögen aus Meghans Schauspielkarriere (nicht zuletzt ihrer Rolle in der Erfolgsserie „Suits“) sollte eigentlich genug Geld vorhanden sein, dass der Duke und die Duchess of Sussex ein angenehmes Leben führen könnten. Andererseits ist das Leben als Exilroyal teuer – und einsam: Der Schutz, den man als Royal in England genießt, könnte die Sehnsucht Harrys nach Zuhause gestärkt haben.

König Charles’ Enkel Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) sollen schon ab September eine Privatschule in England besuchen. Wohnen wird die Sussex-Familie den Berichten zufolge nicht im Palast oder auf einem anderen royalen Anwesen, sondern an einem unbekannten Ort außerhalb von London.

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