Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Europäische Zentralbank: Notenbanker werden Leitzins trotz Irankrieg wohl unverändert lassen

Дата публикации: 19-03-2026 07:57:00

Nach der US-Notenbank folgt heute die Europäische Zentralbank mit ihrem Zinsentscheid. Der Irankrieg hat die Vorzeichen verändert, statt einer Zinssenkung steht plötzlich eine Zinssteigerung im Raum.

Основное содержимое страницы с новостью.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird an diesem Donnerstag die Leitzinsen voraussichtlich weiter stabil halten. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Volkswirte gehen einhellig von unveränderten Leitzinsen in der Eurozone aus, der für den Markt wichtige Einlagensatz bleibt ihren Prognosen zufolge bei 2,0 Prozent.

Noch vor wenigen Wochen sah sich die Notenbank in einer komfortablen Situation im Kampf gegen die Inflation, die im Februar bei 1,9 Prozent und damit nah am mittelfristigen EZB-Ziel von 2 Prozent lag. Nun hat sich die Lage schlagartig geändert. EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane (56) warnte bereits vor den Folgen eines längeren Irankriegs, der die Wirtschaft bremsen und die Inflation anheizen könnte.

Die Notenbank will unbedingt verhindern, dass sie auf eine mögliche neue Preiswelle zu spät reagiert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 stand die EZB in der Kritik, den damaligen Preisanstieg lange unterschätzt zu haben. Die Inflation im Euroraum schnellte zeitweise auf mehr als 10 Prozent nach oben. Mit der Energiekrise stiegen damals auch die Lebensmittel- und Spritpreise in Deutschland rasant, die Inflation kletterte 2022 auf 6,9 Prozent und lag 2023 immer noch bei 5,9 Prozent. Das kostete die Verbraucher Kaufkraft und die EZB Glaubwürdigkeit.

Folgen des Irankriegs schlagen in Deutschland durch

Der Irankrieg hat mit steigenden Spritpreisen und teurerem Gas längst Deutschland erreicht. Zöge sich der Krieg über Monate hin, würde der Ölpreis weiter steigen und mit ihm die Inflation in der Eurozone „schätzungsweise auf mindestens 3 Prozent“, glaubt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Notenbank zunächst abwarten und den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins vorerst bei 2,0 Prozent belassen wird. Einige Experten erwarten aber eine Zinserhöhung im Sommer, mitunter ist auch schon die Rede von zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr.

Im Fall der Fälle dürfte die EZB dieses Mal schneller agieren als 2022, meint Ulrike Kastens, Ökonomin bei der Deutschen-Bank-Fondstochter DWS: „Zinserhöhungen werden damit wahrscheinlicher, Zinssenkungen sind vom Tisch.“

Warten auf Lagardes Ausblick

Im Anschluss an die Zinsentscheidung werden vor allem Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde (70) zu möglichen Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die künftige Geldpolitik im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dabei dürfte die EZB nach Einschätzung von Experten ihre grundsätzliche Handlungsbereitschaft hervorheben.

Im Rahmen der Zinsentscheidung stehen auch neue Projektionen der EZB zur weiteren Entwicklung der Konjunktur und der Inflation auf dem Programm, die an den Finanzmärkten ebenfalls mit Spannung erwartet werden. Allerdings geht Analyst Christian Reicherter von der DZ Bank davon aus, dass die Auswirkungen des Irankriegs in den Prognosen nur teilweise enthalten sind.

Generell gilt, dass die EZB wegen der Folgen des Kriegs im Nahen Osten vor neuen Herausforderungen steht. Vor allem durch den deutlichen Anstieg der Energiepreise werden die Notenbanker unter Druck gesetzt. Mit der Aussicht auf eine steigende Inflation wird es schwieriger, die Zinsen stabil zu halten.

US-Notenbank belässt Leitzins unverändert

EZB-Präsidentin Lagarde hatte in jüngsten Aussagen deutlich gemacht, einen starken Anstieg der Inflation unbedingt verhindern zu wollen. „Wir werden alles Notwendige tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten“, sagte Lagarde. Experte Reicherter geht davon aus, dass Lagarde nach der Zinsentscheidung die Handlungsbereitschaft der EZB betonen wird. Gleichzeitig dürfte ihr aber auch daran gelegen sein, eine Vorfestlegung auf mögliche künftige Zinserhöhungen zu vermeiden.

Auf die Möglichkeit einer Zinserhöhung wegen der hohen Energiepreise hatte zuletzt Ratsmitglied Peter Kažimír (57) hingewiesen. „Ich würde sagen, eine Reaktion der EZB ist möglicherweise näher als viele denken“, sagte der Präsident der Notenbank der Slowakei. Ein mögliches Datum für eine Zinserhöhung nannte er aber nicht.

Am Mittwoch hatte auch die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins aufgrund der Inflationssorgen infolge des Irankriegs unangetastet gelassen. Elf von zwölf Mitgliedern des Zentralbankrates stimmten dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Lediglich der Berater von US-Präsident Donald Trump (79), Stephen Miran (43), votierte wie bei den vorherigen Sitzungen für eine Senkung. Auch bei den kommenden Sitzungen dürfte die Fed das Zinsniveau beibehalten, eine Senkung rückt damit in weite Ferne.

Mehr zum Thema

  • 4 Min

  • 1 Min

  • 1 Min

  • 9 Min

Besonderes Augenmerk galt dabei einer Aussage von Fed-Chef Jerome Powell (73): Sollte sich die Inflation nicht wie gewünscht abschwächen, gebe es keine Gründe für eine Zinssenkung. Nach Bekanntwerden dieser Aussage hatte der Euro gegenüber dem US-Dollar nachgegeben. Powell betonte zudem, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. „Es ist jedoch noch zu früh, um das Ausmaß und die Dauer der potenziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft abzuschätzen“, sagte er.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Europäische Zentralbank: EZB lässt Zins unverändert und dürfte mit Zinserhöhung bis September warten05.6323-07-2026
2Eurozone: Inflationsrate steigt im März wegen des Irankriegs auf 2,5 Prozent08.431-03-2026
3Inflationsrate: EZB erhöht Zins erstmals seit fast drei Jahren07.6611-06-2026
4Konjunktur: Warum die Inflation nicht von allein wieder verschwinden wird010.3726-04-2026
5EZB lässt Leitzinsen unverändert06.2923-07-2026
6Iran-Krieg und Weltwirtschaft: Steigende Zinsen treiben Staaten an den Rand der Pleite07.7712-04-2026
7EZB Zinsentscheidung: Isabel Schnabel signalisiert Zinserhöhung wegen Ölpreisschock06.9426-05-2026
8US borrowing costs hit 19-year high as Fed defies inflation fears09.2730-07-2026
9EE.UU. mantiene los tipos sin cambios ante el riesgo inflacionista de la guerra con Irán09.129-07-2026

Классификация: Международные. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 9.81. Источник: www.manager-magazin.de.