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Inflationsrate in Deutschland steigt auf 2,7 Prozent: Deutliche Teuerung im März

Дата публикации: 30-03-2026 12:02:00

Die stark gestiegenen Ölpreise als Folge des Irankriegs haben die Inflation in Deutschland im März kräftig angeheizt. Experten erwarten in den kommenden Monaten noch weitere Steigerungen.

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Deutliche Teuerung im März Inflationsrate springt auf Zweijahreshoch

Die stark gestiegenen Ölpreise als Folge des Irankriegs haben die Inflation in Deutschland im März kräftig angeheizt. Experten erwarten in den kommenden Monaten noch weitere Steigerungen.

30.03.2026, 14.02 Uhr

Folgen des Irankriegs: In Deutschland steigen die Verbraucherpreise wieder deutlicher an
Folgen des Irankriegs: In Deutschland steigen die Verbraucherpreise wieder deutlicher an

Folgen des Irankriegs: In Deutschland steigen die Verbraucherpreise wieder deutlicher an

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Der Irankrieg mit dem Ölpreisschock hat die Verbraucherpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten im März durchschnittlich 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, nachdem die ​Teuerungsrate im Februar noch auf 1,9 Prozent gesunken war. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mit. Das ‌ist der höchste Wert seit Anfang 2024. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg in dieser Höhe gerechnet. Von Februar auf März zogen die Preise um 1,1 Prozent an.

Besonders stark verteuerte sich im März Energie: Hier zogen die Preise nach Angaben der Statistiker um 7,2 Prozent zum Vorjahresmonat an. Das ist der erste Anstieg bei Energie seit Dezember 2023. Bei Dienstleistungen, zu denen etwa Restaurantbesuche und Reisen zählen, stiegen die Preise um 3,2 Prozent. Lebensmittel waren 0,9 Prozent teuer als ein Jahr zuvor. Gemessen am Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,1 Prozent.

„Die Inflationsdaten zeigen genau das an, was alle Autofahrer bereits gemerkt haben: Der Irankrieg treibt die Preise für Kraftstoffe und Heizöl“, sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding (68). So ​musste in Bayern 44,8 Prozent mehr für leichtes Heizöl bezahlt werden als im März 2025. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich ⁠um 19,7 Prozent.

Zeitverzögert ⁠werde der Irankrieg auch die Preise anderer Güter nach oben treiben. „Gas wird teurer werden, Nahrungsmittelpreise können bei knappem Dünger im Zeitablauf anziehen, höhere Transportkosten werden auf viele Kategorien durchschlagen“, sagte Schmieding. In den kommenden Monaten könne die Inflationsrate ‌daher eine Spitze von mehr als 3 Prozent erreichen. Sollte der Krieg ​weiter eskalieren, sei auch ‌ein Gipfel von weit über 4 Prozent möglich.

„Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“

Eine rasche Entspannung deutet sich auch einer Unternehmensumfrage nach nicht an, im Gegenteil: Deutlich mehr Firmen in Deutschland planen angesichts steigender Energiekosten durch den Irankrieg mit höheren Preisen. Das Barometer dazu stieg im März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand ‌seit drei Jahren, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Im Februar hatte es noch bei 20,3 Zählern gelegen. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Die ‌Unternehmen würden steigende Kosten zunehmend weitergeben. „Über höhere Produktions- und ​Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen ‌durchschlagen“, sagte Wohlrabe.

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Der seit mehr als vier Wochen andauernde Krieg der ‌USA und Israel gegen ​den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Iran hat die Straße von Hormus weitgehend geschlossen: Über die ​Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt ⁠für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind. „Die ​Inflationsrate wird ​in den kommenden Monaten deutlich anziehen“, befürchtet deshalb die Bundesbank. Sie dürfte „in nächster Zeit deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen“, so die Bundesbank in ihrem ‌aktuellen Monatsbericht.

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