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Spritpreise treiben Inflation auf höchsten Stand Januar 2024

Дата публикации: 12-05-2026 11:05:00

Spritpreise 26 Prozent teurer, Heizöl um 55 Prozent – die Folgen des Irankriegs treiben die Inflation in Deutschland in die Höhe. Nach endgültigen April-Daten warnen Ökonomen: Der Preisschub könnte schnell auch andere Güter erfassen.

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Steigende Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die ​deutsche Inflation im April auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am ‌Dienstag eine frühere Schätzung bestätigte. Das ist der stärkste Anstieg seit Januar 2024. „Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar“, sagte die Präsidentin des Statistikamtes, Ruth Brand (59). Bereits im März war die Teuerungsrate kriegsbedingt auf 2,7 Prozent nach oben geschnellt, nachdem sie im Februar noch bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

Energie verteuert sich zweistellig

Preistreiber Nummer eins blieb Energie: Sie verteuerte sich im April um 10,1 Prozent zum Vorjahresmonat (März: +7,2 Prozent). „Diese Preisanstiege sind maßgeblich auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten ​und die dadurch ausgelöste Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt zurückzuführen“, erklärten die Statistiker. Wegen der Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs ⁠abgewickelt wird, sind ⁠die Weltmarktpreise gestiegen.

Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich deshalb um 26,2 Prozent, während leichtes Heizöl 55,1 Prozent mehr kostete als im April 2025. Strom (-4,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (-3,0 Prozent) und Fernwärme (-1,1 Prozent) verbilligten sich dagegen.

Höhere Energiepreise werden andere Güter verteuern

Mit dem Tankrabatt will die Bundesregierung Autofahrer und Unternehmen entlasten, nachdem die ‌Preise an den Zapfsäulen infolge des Iran-Kriegs teilweise Rekordstände erreicht haben. Er gilt seit 1. Mai, ist ​auf zwei Monate befristet und ‌sorgt durch eine geringere Energiesteuer für eine rechnerische Entlastung von etwa 17 Cent pro Liter für Benzin und Diesel. Auch wenn dies die Preise an den Tankstellen bereits gedrückt hat, rechnen Ökonomen für den laufenden Monat mit einer ähnlich hohen Inflationsrate wie im April. „Der Tankrabatt wird helfen – aber nicht bei Heizöl“, sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. „Zudem dürften die höheren Energie- und Transportkosten ‌sich langsam bei anderen Gütern bemerkbar machen.“

Butter, Olivenöl und Kartoffeln deutlich günstiger

Das hielt sich im April noch in Grenzen. Nahrungsmittel verteuerten sich mit 1,2 (März: +0,9) Prozent unterdurchschnittlich. Hohe Aufschläge gab es etwa bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (+6,6 Prozent). Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,7 Prozent), Fleisch und Fleischwaren sowie Obst (beide +3,6 Prozent) ‌kosteten ebenfalls mehr. Günstiger zu haben waren dagegen Butter (-25,4 Prozent) und ​Olivenöl (-8,9 Prozent) sowie Kartoffeln (-14,4 Prozent) und Molkereiprodukte (-5,6 Prozent).

Dienstleistungen kosteten 2,8 Prozent mehr. ‌Besonders stark im Vorjahresvergleich verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,8 Prozent) sowie die Personenbeförderung (+6,2 Prozent), während Pauschalreisen (-3,5 ‌Prozent) weniger kosteten. Die Preise ohne ​Nahrungsmittel und Energie, auch als Kerninflation bezeichnet, stiegen um 2,3 Prozent.

Preisschub könnte noch in der Breite wachsen

„Der Preisschub ist bisher nicht breit angelegt“, sagte die Expertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Silke Tober. ​Das könnte sich aber ändern: Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge planen mehr Unternehmen, ⁠ihre Preise anzuheben. Der entsprechende Indikator für die Preiserwartungen stieg ​von ​25,5 Punkte im März auf 31,6 Stellen im April und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2023. „Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren in der deutschen Wirtschaft“, sagte Ifo-Konjunktur-Chef Timo Wollmershäuser. „Die Unternehmen geben die gestiegenen ‌Energiekosten nun ‌zunehmend an ihre Kunden weiter.“

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 14.97. Источник: www.manager-magazin.de.