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MagentaTV: Telekom streicht Receiver-Funktion für IPTV-Kundschaft

Дата публикации: 23-08-2026 07:47:00

Die Telekom renoviert ihr Pay-TV: Alte Receiver weg, neue IPTV-Boxen für alle – doch denen fehlt eine wichtige Funktion.

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Festplatten-Aufnahmen auf neuer Hardware nicht möglichMagentaTV: Telekom streicht Receiver-Funktion für IPTV-Kundschaft

Die MagentaTV One ist der Universal-Ersatz für die alte Receiver-Flotte der Telekom – und bringt neben viel Erfreulichem auch einen großen Nachteil mit sich.

Foto: COMPUTER BILD

Die Telekom renoviert ihr Pay-TV: Alte Receiver weg, neue IPTV-Boxen für alle – doch denen fehlt eine wichtige Funktion.

Das IPTV-Angebot der Telekom heißt MagentaTV und bringt starke Argumente mit: exklusive WM-Spiele, Fußball in UHD-Auflösung – und frische Endgeräte für die Kundschaft. Trotzdem sind nicht alle zufrieden: Gerade langjährige Pay-TV-User sind nicht besonders glücklich mit der neuen MagentaTV-Hardware, denn auf den smarten Boxen wurde eine elementare Funktion alter Receiver gestrichen.

MagentaTV One: Mehr Streaming-Box als Receiver

Statt klassischer

Receiver

setzt die Telekom bei MagentaTV auf die

MagentaTV One

. Das hat einige Vorteile: Die alte Receiver-Flotte hinkte trotz smarter Funktionen den rasenden Entwicklungen am Streaming-Markt hinterher, neue Apps ließen ewig auf sich warten. Nun handelt es sich bei der neuen One-Box eigentlich gar nicht mehr um einen TV-Receiver im engeren Sinne: Die kompakte Kiste entspricht in Design und Ausstattung eher Streaming-Plattformen wie dem

Apple TV 4K

oder der

Waipu.tv 4K-Box

. Auf den ersten Blick kann die MagentaTV One eigentlich alles – nur täuscht das die alte Pay-TV-Kundschaft nicht lange.

Die MagentaTV One der 1. und 2. Generation sind der Ersatz für die überholte Receiver-Flotte der Telekom. Die alte Receiver-Hardware gibt es nur noch in Haushalten mit Alterverträgen, nicht mehr für Neukunden.

Die MagentaTV One der 1. und 2. Generation treten die Nachfolge der alten Telekom-Receiver an. Die klassischen Receiver gibt es nur noch in Haushalten mit Altverträgen, nicht mehr für Neukunden.

Foto: COMPUTER BILD

TV-Aufnahmen nur noch in der Cloud

MagentaTV-Usern steht auch auf der

IPTV

-Box eine Aufnahme-Funktion zur Verfügung. Aufzeichnungen vom TV-Programm können so programmiert und später angeschaut werden. Nur funktioniert das mit der neuen Telekom-Hardware nicht mehr über einen lokalen Speicher oder angeschlossene Festplatten – die Aufnahmen sind online in einem Magenta-Cloudspeicher zu finden. Ein Export von TV-Mitschnitten als frei nutzbare Videodateien ist nicht möglich.

MagentaTV ermöglicht im laufenden TV-Programm das spontane Starten einer Aufnahme – oder man programmiert sie im Voraus über den EPG.

MagentaTV ermöglicht im laufenden TV-Programm das spontane Starten einer Aufnahme – oder man programmiert sie im Voraus über den EPG.

Foto: COMPUTER BILD

Für viele Programm-Mitschnitte bietet die Telekom die Funktion "Download & Play" auf unterstützten Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets an – vergleichbar mit dem Download von

Netflix

-Inhalten in der Anbieter-App. Aufnahmen auf eigenen Computern und

Festplatten

archivieren und ewig behalten? Fehlanzeige. Ein weiterer Nachteil der Cloud-Aufnahmen: Sie verschwinden nach Ablauf einer kurzen Speicherfrist wieder.

MagentaTV-Cloud: Aufnahmen werden gelöscht

Das Aufnehmen von TV-Inhalten ist seit Zeiten des VHS-Recorders eine beliebte Praxis. Digitale Festplattenspeicher lösten die analoge Videokassette als Medium ab. Nun fehlt aber immer mehr Smart-TV-Geräten die passende Aufnahme-Funktion – und das Gleiche gilt für Streaming-Boxen wie die MagentaTV One: Trotz

USB

-Anschluss können angeschlossene Speichermedien nicht als Aufnahmespeicher für TV-Mitschnitte genutzt werden. Die Medienwiedergabe von externen Datenträgern ist hingegen möglich.

TV-Aufnahmen in der Magenta Cloud haben ein bündiges Verfallsdatum: Nach drei Monaten ist die Aufnahme verschwunden – der Anbieter weist fairer Weise auch darauf hin.

TV-Aufnahmen in der Magenta Cloud haben ein festes Verfallsdatum: Nach drei Monaten ist die Aufnahme verschwunden – der Anbieter weist fairerweise auch darauf hin.

Foto: COMPUTER BILD

Wer Inhalte aufnimmt, ist also auf die Magenta-Cloud angewiesen. Und die ist ziemlich vergesslich: Cloud-Aufnahmen unterliegen lizenzbedingten Speicherfristen. Für aktuelle Cloud-Aufnahmen nennt die

Telekom

eine Speicherdauer von 90 Tagen. Und sogar von jetzt auf gleich sind die Aufnahmen nicht mehr verfügbar, sobald das MagentaTV-Abo ausläuft.

Waipu.tv: Eine Alternative zu MagentaTV?

Wer mit dem neuen Modell der Cloud-Aufnahme bei MagentaTV nicht warm wird, sucht vielleicht nach Alternativen. Im IPTV-Bereich gibt es diese leider nicht: Auch Telekom-Konkurrent

Waipu.tv

verfährt ähnlich mit Aufnahmen, denn die gehen auch hier nicht auf externe Speichermedien und werden nach geraumer Zeit gelöscht. Sie wollen Aufnahmen aus dem TV-Programm für die Ewigkeit konservieren? Dann eignet sich ein Kabel- oder Satelliten-Receiver mit USB-Aufnahmefunktion ohne Anbieterbindung deutlich besser als IPTV-Hardware.

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