Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

MSCI Emerging Markets Index: KI pusht auch die Schwellenmärkte

Дата публикации: 03-08-2026 15:14:22

Der Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets lag zuletzt vor dem MSCI World, trotz Korrektur im Juli. Wie kommt es, dass der Index plötzlich besser läuft als früher?

Основное содержимое страницы с новостью.

Schwellenländer wie China, Indien, Südkorea oder Mexiko haben sich stark gewandelt. Vor ein paar Jahren noch hatten Anleger bei dem Begriff eher Entwick­lungs­länder vor Augen. Ihre Börsen und Unternehmen hatten viele Jahre lang nur eine geringe Bedeutung auf den Kapitalmärkten der Welt. Inzwischen sitzen dort bedeutende Tech-Firmen – die die ganze Welt mit Halb­leitern, Handys und anderen technologischen Errungenschaften versorgen. KI, künst­liche Intelligenz, prägt längst auch die Schwellenmärkte.

Hohe Gewinne, aber auch enorme Risiken

Der Schwellenländer-Index hat auf Jahres­sicht 29 Prozent Plus gemacht, der MSCI World 19 Prozent (Stand 29. Juli 2026). Das klingt gut, aber die jüngste Entwick­lung zeigt auch die Risiken: Allein in Südkorea brachen die Kurse im Juli deutlich ein. Mitte Juni stand für Südkorea noch ein Jahres­plus von sage und schreibe 249 Prozent zu Buche. Jetzt liegt der Markt zwar noch immer mit sagenhaften 112 Prozent im Plus – doch dazwischen gab es aus Sorge vor einer möglichen KI-Blase eine große Korrektur, unter anderem verursacht durch die Kurs­rück­gänge von Samsung Electronics und SK Hynix. Die Aktien der beiden Tech-Konzerne hatten im Index MSCI Korea Ende Juni ein Gewicht von knapp 67 Prozent. Auch der Aktienkurs von TSMC, Taiwan Semiconductor, ging nach monate­langem steilen Anstieg zuletzt deutlich zurück.

Auf Zehn­jahres­sicht liegen die Industrienationen vorn: Plus 12,8 Prozent pro Jahr ist die Bilanz des MSCI World, plus 8,7 Prozent die des MSCI Emerging Markets (Stand 29. Juli 2026).

Den Schwellenländer­index von MSCI gibt es seit 1988

MSCI führte den MSCI Emerging Markets Index (kurz MSCI EM) 1988 ein, vor knapp 40 Jahren. Den Welt­leit­index MSCI World gibt es seit Anfang 1970. Zu den anfäng­lich berück­sichtigten Ländern im MSCI EM gehörten: Argentinien, Brasilien, Chile, Griechen­land, Jordanien, Malaysia, Mexiko, Philippinen, Portugal, Thai­land.

Griechen­land wurde später den Industrieländern zuge­ordnet, flog dort infolge der Schuldenkrise 2013 raus, soll nach Angaben von MSCI allerdings 2027 erneut Industrie­land werden. Portugal ist auch längst zu den Industrieländern aufgestiegen. Argentinien ist nach mehreren verschiedenen Ausfällen seit 1988 inzwischen in keinem wichtigen MSCI Index mehr vertreten.

Was ist ein Schwellen­land?

Die Definition von Schwellen­land ist unterschiedlich. Der Interna­tionale Währungs­fonds, die Welt­bank oder die UN nutzen zum Beispiel das Brut­ton­ational­einkommen, um zu entscheiden, ob ein Land zu den Industrie- oder Schwellenländern zählt.
Indexanbieter schauen auch auf die Größe der lokalen Börsen und Aktien, das Handels­volumen, die Handels­infrastruktur, freien Kapital­verkehr für ausländische Investoren oder die Stabilität des freien Marktes.
Südkorea zum Beispiel ist rein volks­wirt­schaftlich betrachtet eine Industrienation. Aber ausländische Investitionen werden streng reguliert und die Währung Südkoreas, der Won, ist nicht voll­ständig frei konvertier­bar. Deshalb führt MSCI Südkorea als Schwellen­land, FTSE zählt es zu den Industrienationen.

Entwick­lung der Schwellenländer

Seit dem Start des MSCI Emerging Markets Index mit 10 Ländern kamen stetig weitere Länder hinzu, so dass der Index nun 24 Länder umfasst. Im Sommer 1989 war Brasilien die Top-Position im Index, mit einem Anteil von rund 36 Prozent. Zwei Jahr­zehnte später, 2019, hieß das Schwergewicht China. Sein Gewicht betrug 33 Prozent. Südkorea lag mit 13 Prozent auf Platz 2, Taiwan mit 12 Prozent auf Platz 3. So sieht es heute aus:

Schwellenländer im Welt-Index

Es gibt auch einen Index, der sowohl Industrie- als auch Schwellenländer umfasst. Es ist der MSCI All Country World Index, abge­kürzt MSCI ACWI. Zu Beginn betrug der Anteil der Schwellenländer im MSCI ACWI nur gut 1 Prozent. Inzwischen ist der Anteil der Schwellenländer im Verhältnis zu den Industrienationen deutlich gewachsen: Mitte 2026 belief sich das Gewicht der Emerging Markets im ACWI gut 12 Prozent.

Von Öl über Finanz­werte bis hin zu High Tech

Auch die Branchen­zusammenset­zung in den Emerging Markets hat sich gewandelt. Früher waren es oft Finanz­werte, die einen größeren Anteil hatten. Ähnlich zur Entwick­lung in den Industrienationen beob­achtet man mitt­lerweile auch in den Schwellenländern den Aufstieg von Firmen, die durch die von KI angefachte Fantasie getrieben werden.

Wir haben die Top-Positionen heute mit denen vor 20 Jahren verglichen: Seiner­zeit waren Öl- und Gasfirmen noch Schwergewichte, ebenfalls Mobil­funk. Allerdings war Elektronik aus Südkorea und Taiwan bereits damals prominent vertreten.

Top-10 Juni 2006 (Anteil am Index: 19,5 Prozent)

  • Samsung Electronics (Südkorea)
  • Gazprom (Russ­land)
  • Lukoil (Russ­land)
  • Taiwan Semiconductor (Taiwan)
  • Petrobras PN (Brasilien)
  • America Movil (Mexiko)
  • China Mobile (China)
  • Kookmin Bank (Südkorea)
  • Petrobras ON (Brasilien)
  • Sasol (Südafrika)

Inzwischen haben fast alle Werte unter den Top 10 etwas mit KI zu tun und sind – wie auch im MSCI World – über­proportional gewachsen. Der Anteil der Top 10 am Gesamt­index hat sich von 20 auf zirka 40 Prozent verdoppelt.

Top-10 Juni 2026 (Anteil am Index: 40,2 Prozent)

  • Taiwan Semiconductor (Taiwan)
  • Samsung Electronics (Südkorea)
  • SK Hynix (Südkorea)
  • Tencent (China)
  • Alibaba (China)
  • Mediatek (Taiwan)
  • Delta Electronics (Taiwan)
  • Samsung Electronics Vorzugs­aktien* (Südkorea)
  • SK Square (Südkorea)
  • Hon Hai Precision (Taiwan)

Der Trend zu KI zeigt sich auch in der Länderallokation, Taiwan und Südkorea haben sich inzwischen vor China geschoben.

Wie Sie in Schwellenländer investieren

Schwellenländer eignen sich als Ergän­zung in ein gut gestreutes Depot. Wie Sie dort anlegen können, zeigen wir ausführ­lich im Beitrag Mit dem Tiger auf Renditejagd. Passende Fonds und ETF hält unser Fondsfinder für Sie bereit.

*korrigiert am 3. August 2026

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1MSCI World, Fonds und ETF: Warum kommen Sie auf eine andere Rendite?011.4123-06-2026
2Mit Fonds und ETF in Schwellenländer investieren: Mit dem Tiger auf Renditejagd014.0624-04-2026
3Weniger Titel, mehr Gewicht: Warum immer weniger Aktien im MSCI World sind014.411-08-2026
4Börse: Deshalb schneidet der Dax besser ab als der MSCI World010.3807-01-2026
5Aktien: Börsenturbulenzen – Das ist kein Abverkauf, sondern eine Rotation | Capital+010.3631-07-2026
6US-Börsen: KI-Aktien verlieren – Nasdaq notiert deutlich im Minus019.6318-08-2026
7Dow Jones: Viel Geschichte, wenig Gegenwart – diese ETFs bilden die USA besser ab-2607-07-2026
8Märkte-Insight: SpaceX spürt die Schwerkraft der Märkte0528-06-2026
9Рынки Азии накрыла новая волна распродаж в ИИ-секторе018.9529-07-2026
10Geldanlage: Mit diesen vier ETFs können Anleger in China investieren013.4107-08-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 12.07. Источник: www.test.de.