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Kabel-TV verliert: Internet-Fernsehen erobert Deutschland

Дата публикации: 14-05-2026 12:00:00

Der TV-Empfang via Satellit und Kabelanschluss ist in Deutschland zwar immer noch dominant, doch er wird weniger. Immer mehr Haushalte nutzen fürs Fernsehen den Internetanschluss. Aber auch die Antenne sollte man nicht abschreiben.

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Der Satel­liten­betreiber SES, der ber die ASTRA-Satel­liten­flotte den deutsch­spra­chigen Raum mit Fern­sehen und Radio versorgt, hat seinen dies­jhrigen TV-Monitor vorge­legt, in dem das Unter­nehmen aus dem luxem­burgi­schen Betzdorf die Nutzung der TV-Empfangs­wege aufschls­selt. Demnach sind Satellit und Kabel weiterhin fhrend, verlieren jedoch zuneh­mend an Boden vor allem gegen­ber IPTV-Ange­boten wie MagentaTV oder waipu.tv.

Laut dem vom Markt­forschungs­institut Kantar erstellten ASTRA-TV-Monitor 2025 empfangen von 35,36 Millionen TV-Haus­halten in Deutsch­land 15,46 Millionen ihre Fern­sehpro­gramme auf dem Haupt­empfangs­gert via Satellit. Das entspricht einem Markt­anteil von 43,7 Prozent. Den Kabel­anschluss nutzt mit 12,44 Millionen Haus­halten nur noch etwas mehr als ein Drittel der Haus­halte frs Fern­sehen (35,2 Prozent).

Fernsehempfang: Laut ASTRA-TV-Monitor 2025 gewinnt IPTV an Reichweite, whrend Satellit und Kabel verlieren. Fernsehempfang: Laut ASTRA-TV-Monitor 2025 gewinnt IPTV an Reichweite, whrend Satellit und Kabel verlieren.
Foto: Image licensed by Ingram Image

„Der Satellit ist der meist­genutzte Empfangsweg in Deutsch­land“, sagt Chris­toph Mhleib, Geschfts­fhrer der SES Germany. Fr ihn liegen die Grnde auf der Hand: „Satel­liten­fern­sehen bietet Zuschaue­rinnen und Zuschauern eine ber­zeugende Kombi­nation aus groer Programm­viel­falt in hervor­ragender Bild­qualitt, ganz ohne monat­liche Empfangs­gebhren und mit hoher Signal­stabi­litt.“

Fr SES-Germany-Geschftsfhrer Christoph Mhleib sprechen die Programmvielfalt, Bild- und Signalqualitt fr den Sat-Empfang. Doch auch die Tatsache, dass keine monatlichen Gebhren anfallen, fhrt nicht dazu, dass der Empfangsweg seine Reichweite erhhen konnte. Fr SES-Germany-Geschftsfhrer Christoph Mhleib sprechen die Programmvielfalt, Bild- und Signalqualitt fr den Sat-Empfang. Doch auch die Tatsache, dass keine monatlichen Gebhren anfallen, fhrt nicht dazu, dass der Empfangsweg seine Reichweite erhhen konnte.
Foto: SES Germany

Kabel verliert konti­nuier­lich

Doch sowohl der Satellit als auch das Kabel ben an Reich­weite ein. Im ASTRA-TV-Monitor 2024 betrug der Anteil des Satel­liten noch 44,8 Prozent (16,02 Millionen Haus­halte). Der des Kabel­fern­sehens lag bei 37,3 Prozent (13,32 Millionen Haus­halte). Von 2022 auf 2023 stiegt der Sat-Anteil zwar noch auf 16,53 Millionen Haus­halte, aber seitdem geht es bergab. Von den ber 17 Millionen Sat-Haus­halten im Jahr 2020 entfernt sich der fhrende Fern­sehemp­fangsweg immer mehr, wenn­gleich Kantar damals mit 37,75 Millionen TV-Haus­halten knapp 2,4 Millionen mehr zhlte als aktuell.

So sieht Deutschland fern - TV-Empfangswege 2025 Grafik: ASTRA TV-Monitor Der Kabel­anschluss verliert im TV-Monitor von SES hingegen konti­nuier­lich von Jahr zu Jahr. 2020 nutzten noch 15,85 Millionen Haus­halte Kabel­fern­sehen. Insbe­sondere von 2023 auf 2024 bte der Empfangsweg an Reich­weite ein. Die Zahl sank von 15,11 auf 13,32 Millionen Haus­halte. Das drfte eine Folge der Abschaf­fung des Sammel­inkassos sein, mit dem bis zum 1. Juli 2024 die Kosten fr den Netz­betrieb ber die Neben­kosten smt­licher Mieter umgelegt wurden. Seitdem muss jeder Kabel­haus­halt die Kosten selbst tragen.

IPTV, DVB-T2 und HDTV legen zu

Einer der Gewinner ist IPTV, Fern­sehen bers Internet. Der ASTRA-TV-Monitor gibt fr das vergan­gene Jahr 5,72 Millionen TV-Haus­halte an (16,2 Prozent). Im Vergleich zu 2024 ist das ein Plus von rund einer Million Haus­halte. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es nur 3,24 Millionen IPTV-Haus­halte. Der voran­schrei­tende Glas­faser­ausbau drfte einer der Grnde sein, warum sich immer weniger Haus­halte eine Sat-Schssel aufs Dach setzen bzw. den Kabel­anschluss nutzen. Gleich­zeitig haben die IPTV-Anbieter aufgrund des Wegfalls des Sammel­inkassos aber mit hheren Zulufen gerechnet.

Zwar wird Fernsehen ber DVB-T2 ausschlielich in HD verbreitet, doch mit unter 5 Prozent Reichweite spielt der TV-Empfang via Antenne nur eine untergeordnete Rolle. Zwar wird Fernsehen ber DVB-T2 ausschlielich in HD verbreitet, doch mit unter 5 Prozent Reichweite spielt der TV-Empfang via Antenne nur eine untergeordnete Rolle.
Foto: Image licensed by Ingram Image, Montage: teltarif.de
Auch DVB-T2, der TV-Empfang via Antenne, konnte im Vergleich zu 2024 zulegen. Laut ASRTRA-TV-Monitor nutzen 1,74 Millionen Haus­halte diesen Empfangsweg. 2024 waren es 1,68 Millionen. Mit einem Markt­anteil von nicht einmal 5 Prozent spielt DVB-T2 eher eine unter­geord­nete Rolle und drfte vor allem fr Haus­halte in Ballungs­rumen mit guter Empfangs­qualitt attraktiv sein. Immerhin: Den Abwrts­trend von 2020 (1,54 Millionen Haus­halte) bis 2023 (1,22 Millionen Haus­halte) konnte DVB-T2 2024 stoppen.

Die Antenne sowie IPTV sind zudem die Empfangs­wege, die voll­stndig in HD genutzt werden, whrend ber Satellit immer noch rund 210.000 und ber Kabel 1,17 Millionen Haus­halte Fern­sehen in Stan­dard­aufl­sung (SD) empfangen. Mit einem Gesamt­anteil an allen TV-Haus­halten in Deutsch­land von 96,1 Prozent ist HDTV aber lngst der Standard frs TV-Bild geworden. Die Zahl der HD-Haus­halte stieg 2025 leicht von 33,21 auf 33,97 Millionen Haus­halte.

Durch den Wegfall des Sammel­inkassos mussten die Kabel­netz­betreiber tausende Haus­halte vom Netz nehmen. Das sorgte fr rger. Der Vorwurf: Die Netz­betreiber lieen sich viel zu viel Zeit, um doch noch ihre Kunden zu behalten.

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