Russland hat im Ukraine-Krieg Tausende Panzer verloren. Satellitenbilder deuten nun auf deutlich geleerte Depots hin. Militärfachleute halten Moskaus Nachrüstung dennoch für ausreichend.
Russland hat im Ukraine-Krieg Tausende Panzer verloren. Satellitenbilder deuten nun auf deutlich geleerte Depots hin. Militärfachleute halten Moskaus Nachrüstung dennoch für ausreichend.
Russland hat nach Auswertung von Satellitenbildern in den ersten beiden Jahren im Krieg gegen die Ukraine besonders viele Panzer verloren. Wie unter anderem das Portal „Wirtualna Polska“ berichtet, waren es im ersten Jahr 2022 insgesamt 1500 und im Folgejahr 1000 Panzer. Besonders häufig handelt es sich um die Modelle T-72 und T-90 aus eigener Produktion. Sie wurden von der Ukraine nicht komplett zerstört, sondern oft nur beschädigt von Putins Truppen nach dem Kampf zurückgelassen.
Laut den Satellitenbildern gingen Moskau seit Beginn des Ukraine-Kriegs etwa 3300 Panzer verloren. 500 weitere Fahrzeuge seien von den Ukrainern erbeutet worden. Die Bilder, über die nun polnische Medien berichten, sollen auf leere Panzerdepots hindeuten. So hätten sich 2021 7200 Panzer verschiedener Typen in russischen Depots befunden. Jetzt sollen es nur noch 2000 sein.
Von einer Panzerkrise in Russland sprechen polnische Militärjournalisten wie Damian Ratka von „Defence24“ aber noch lange nicht. Moskau gelinge noch die Nachrüstung. Laut Schätzungen produziert Moskau 200 bis 300 Panzer pro Jahr.
Zum Vergleich: Die USA produzieren jährlich etwa 140 Abrams-Panzer, Deutschland etwa 50 Leopard-2-Panzer, wobei eine Verdreifachung der Produktion in den kommenden Jahren geplant ist. Südkorea produziert ebenfalls jährlich über 100 Panzer – derzeit hauptsächlich für den Export.