Russland treibt neue Militärtechnik für den Krieg gegen die Ukraine voran. Inzwischen soll die ukrainische Armee an Lösungen arbeiten, die vorerst geheim bleiben.
Russland treibt neue Militärtechnik für den Krieg gegen die Ukraine voran. Inzwischen soll die ukrainische Armee an Lösungen arbeiten, die vorerst geheim bleiben.
Russland reagiert im Krieg gegen die Ukraine immer schneller auf neue technische Entwicklungen. Dazu zählen bessere Drohnen-Abwehr, eigene Satelliten und neue Störsender.
Der ukrainische Kommandeur Denys Perch sagte dem Nachrichtenportal „RBC Ukraine“, Moskau übernehme wirksame ukrainische Lösungen und bringe sie mit den Mitteln des Staates in kurzer Zeit in großer Zahl an die Front.
Vor allem bei Drohnen sei dieser Effekt deutlich zu sehen. Sobald sich ein neues Steuerungs- oder Leitsystem bewähre, werde es auf russischer Seite rasch vervielfacht. Ein technischer Vorsprung hält oft nicht lange.
Perch beschreibt auch die Wirkung russischer Abfangdrohnen. Sie hätten ukrainische Bomberdrohnen zunächst zurückgedrängt. Inzwischen würde die ukrainische Armee an Lösungen arbeiten, die vorerst geheim bleiben. Er sagt nur: „Diese Lösung funktioniert.“ Russische Kräfte könnten ukrainische Bomber nun schwerer aufspüren, und selbst nach einer Entdeckung gelinge ein Abschuss nicht immer.
Schwere Bomberdrohnen sind teuer, langsam und wenig beweglich. Deshalb werden sie immer wieder von deutlich billigeren FPV-Drohnen zerstört.
An Schutzsystemen wird bereits gearbeitet. Dabei geht es um elektronische Gegenmaßnahmen, die solche Fluggeräte gegen Angriffe absichern sollen. Gleichzeitig entwickelt sich auch die Bedrohung weiter.
Künftig könnten Abfangdrohnen mit Flügeln und Strahltriebwerken ausgerüstet werden. Das würde ihre Reichweite und ihr Tempo deutlich erhöhen.
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Neben der Drohnenabwehr arbeitet Russland an einer eigenen militärischen Kommunikationslösung im All. Das Satellitensystem Rasswet-3 soll den Wegfall von Starlink für russische Truppen ausgleichen. Seit Russland dort keinen Zugang mehr hat, fehlt eine wichtige Verbindung für Aufklärung, Drohnensteuerung und Gefechtsführung.
Ein erster Teil des Systems ist bereits im Orbit. Noch reicht die Zahl der Satelliten aber nicht aus, um über der Ukraine dauerhaft stabile Verbindungen sicherzustellen. Der Ausbau läuft weiter, bis Ende des Jahres sollen deutlich mehr Satelliten verfügbar sein.