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Ukrainischer Militärgeheimdienst erklärt, warum die Produktion von Kinschal-Hyperschallraketen in Russland überraschend zum Stillstand gekommen ist

Дата публикации: 12-08-2026 07:34:00

Russland hat die Fertigung seiner Kinschal-Rakete gestoppt. Stattdessen laufen andere Modelle schneller vom Band als geplant, so der ukrainische Militärgeheimdienst.

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Russland hat die Fertigung seiner Kinschal-Rakete gestoppt. Stattdessen laufen andere Modelle schneller vom Band als geplant, so der ukrainische Militärgeheimdienst.

Russland hat die Produktion seiner Kinschal-Hyperschallraketen nach ukrainischen Angaben bereits im April gestoppt. Stattdessen baut Moskau andere Raketen in höherer Zahl und will seine Angriffe offenbar ohne Pause fortsetzen, berichtet das Nachrichtenportal „RBC-Ukraine“ unter Berufung auf den stellvertretenden Chef des Militärgeheimdienstes HUR, Wadym Skybyzkyj.

Der General sagte, die Kinschal habe vor allem ein Problem mit der Genauigkeit. Eine wirksame Präzisionsrakete müsse das Ziel auf 5 bis 7 Meter treffen. Bei der Kinschal liege die Abweichung nach seinen Angaben bei „30 Metern oder mehr“. „Wir können uns kaum an einen Fall erinnern, in dem diese Rakete ihr Ziel präzise getroffen hätte“, sagte Skybyzkyj dem Bericht zufolge.

Russland stoppt Kinschal und H-32 seit April

Die Produktionspause betrifft demnach nicht nur die Kinschal. Auch den Überschall-Marschflugkörper H-32 stellt Russland seit April nicht mehr her. Moskau setzt ihn nach Angaben aus Kiew auch nicht mehr ein. Bei der Rakete handelt es sich um eine modernisierte Version der sowjetischen H-22. Sie besitzt eine Reichweite von rund 600 bis 1000 Kilometern und erreicht die etwa 4,5- bis 5-fache Schallgeschwindigkeit (ca. 5400 km/h).

Laut dem finnischen Nachrichtenmagazin „Verkkouutiset“ verschiebt Russland Geld, Bauteile und Raketentreibstoff aus beiden Programmen in andere Projekte. Russland konzentriert sich laut Skybyzkyj auf Waffensysteme, die aus seiner Sicht wirksamer sind und für die genug Komponenten bereitstehen.

Andere Raketen laufen schneller vom Band

Von dieser Umstellung profitiert nach den Angaben vor allem die ballistische Rakete 9M723 für das Iskander-M-System. Geplant waren im Juli 60 Stück, produziert wurden 65. Für August nennt Skybyzkyj 60 weitere Raketen. Der Bestand für die russischen Streitkräfte lag demnach am 5. August bei rund 130 Stück.

Auch bei anderen Modellen steigt die Produktion. Im Juli soll Russland bei dem luftgestützten Langstrecken-Marschflugkörper Ch-101 140 Prozent des Monatsplans erreicht haben. Bei Kalibr lag der Wert bei 111 Prozent, bei Ch-35 waren es sogar 200 Prozent, so der stellvertretende ukrainische Chef des Militärgeheimdienstes.

Hinzu kommen neue Waffen. Russland arbeitet an den Drohnen Banderol und Dan-T, die bisher von Hubschraubern starten. Nun sollen sie auch von Flugzeugen aus eingesetzt werden. Zudem modernisierte Moskau die Onyx-Rakete, die nun auch Landziele angreifen kann.

Wadym Skybyzkyj ist stellvertretender Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR.

Wadym Skybyzkyj ist stellvertretender Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR. Vitalii Nosach/Global Images Ukraine via Getty Images
Angriffe auf die Ukraine sollen nicht pausieren

Im Juli setzte Russland laut Skybyzkyj 198 ballistische und Hyperschallraketen ein. Das war der höchste Wert des Jahres. Bei Marschflugkörpern wie Ch-101, Kalibr und Ch-32 kam der Monat mit 153 Starts auf den zweithöchsten Wert nach Februar.

Auch Drohnen werden in großer Zahl produziert. Für August plant Russland laut dem HUR insgesamt 11.000 Angriffs- und Täuschungsdrohnen, darunter Geran-1 bis Geran-5, Garpija und Gerbera. Im Juli drosselte Moskau die Produktion kurz und stellte seine Fertigung auf schnellere Drohnen mit Turbojet-Antrieb um. Bei einem jüngsten Angriff machten diese Modelle bereits die Hälfte aus. Ein Triebwerk kostet laut „RBC-Ukraine“ 35.000 bis 40.000 US-Dollar (rund 32.000 bis 36.500 Euro) und kommt derzeit aus China.

Eine Pause der Angriffe erwartet der General nicht. Russland werde die Zahl der Raketen pro Ziel zwar zeitweise senken, „aber die Angriffe werden sie kaum pausieren“. Moskau greife vor allem die ukrainische Rüstungsindustrie, Verkehrswege, Häfen, Energieanlagen und zivile Logistik an.

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Классификация: Армия и ОПК. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 13.58. Источник: rss.focus.de.