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Hormus-„Wächter” Trump macht Diesel 18 Cent teurer

Дата публикации: 14-07-2026 10:09:00

An der Straße von Hormus kriselt es wieder. Die Rohölpreise schießen in die Höhe. Das macht auch das Tanken teurer.

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Die Krise am Persischen Golf hatte sich gerade erst entspannt, jetzt eskaliert sie wieder. Die USA wollen eine Maut einführen. Das treibt die Ölpreise.

Am Dienstagvormittag stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate auf über 80 US-Dollar. Auslöser dafür ist eine neue Eskalation an der Straße von Hormus. Die USA wollen eine 20-prozentige Maut für iranische Schiffe erheben, der Iran hat erneut zwei Tanker angegriffen, die die Meerenge durchqueren wollten. Hier in Deutschland treibt das die Spritpreise.

Rohölpreis treibt Spritpreise an

Zum einen ist Anfang Juli der Tankrabatt ausgelaufen, der den Treibstoff seit dem 1. Mai künstlich verbilligt hatte. Zweitens werden die Tankstellenpreise immer mit einer kleinen Verzögerung teurer, wenn der Rohölpreis steigt.

Im Vergleich sieht das wie folgt aus:

  • Super kostete am 30. Juni noch 1,98 Euro pro Liter, am 13. Juli hingegen im Schnitt 2,12 Euro.
  • Super E10 kletterte von 1,93 Euro auf 2,06 Euro.
  • Diesel verteuerte sich von 1,86 Euro auf 2,04 Euro.

Ein Beispiel-Autofahrer, der Diesel tankt, konnte seinen 50-Liter-Tank am 30. Juni noch für 93 Euro füllen. Mitte Juli sind es 102 Euro. Wichtig dabei: Die neuesten Eskalationen sind dabei noch gar nicht voll eingepreist. Die Rohölpreise steigen erst seit dem 6. Juli wieder rasant. Da kostete der Liter Diesel bereits 1,96 Euro. Die neuerliche Eskalation hat nun für weiteren Auftrieb gesorgt.

USA und Iran eskalieren Hormus-Lage

Am Montag (13. Juli) kündigte Trump an, die Vereinigten Staaten würden sich als „Wächter“ der Wasserstraße betrachten. Diese neuen Spannungen zwischen Washington und Teheran hat die Kapitäne einmal mehr vorsichtig werden lassen. Nachdem zuvor mehrere Wochen lang Dutzende Frachtschiffe den Persischen Golf verlassen konnten, ist der Verkehr eingebrochen.

Die Homepage „Hormuz Strait Monitor“, die die durchfahrenden Schiffe trackt, zeigt, dass zwischen dem 13. Juli und 14. Juli lediglich elf Schiffe die Passage durchquert haben. Ende Juni bis Anfang Juli waren es zwischenzeitlich mehr als 60 Schiffe gewesen.

Nun ist es nicht so, als hätte sich der Ölmarkt tatsächlich physisch erholt. Zwar konnten viele Schiffe den Golf verlassen, aber sie brauchen teilweise Wochen, um ihre Ziele zu erreichen. Viele der „geflüchteten“ Schiffe sind auf See. Die Öl- und Gasmärkte operieren auf Basis von Hoffnung – oder eben Pessimismus, wie es derzeit der Fall ist.

Steuern beeinflussen Spritpreise

Je nachdem, welche Art Treibstoff Verbraucher tanken, können sie von dem Chaos am Ölmarkt mehr oder weniger betroffen sein. Der Branchenverband en2x sagt zwar, dass ein Großteil der Treibstoffpreise von der Steuerbelastung abhängt, aber bei einigen Spritsorten haben die Preise für den Rohstoff, für Aufbereitung, Transport und Verkauf einen größeren Anteil am Endpreis.

Im Detail kosten die Energie- oder Stromsteuer pro Treibstoff:

  • Flüssiggas (Autogas LPC): 22,09 Cent pro Liter
  • Diesel: 47,04 Cent pro Liter
  • Benzin: 65,45 Cent pro Liter

Quelle: ADAC, 1. Juli

Der Rest der Spritpreise setzt sich aus den eigentlichen Kosten des Produkts zusammen. Und dann wollen die Mineralölkonzerne auch Gewinn erwirtschaften.

Tanken vor zwölf

Weil die Zwölf-Uhr-Regel an den Tankstellen noch gilt, dürfen Tankstellenbetreiber noch immer nur einmal täglich ihre Spritpreise erhöhen. Der Benzinpreis-Experte Oliver Wagner von der App „Benzin.jetzt“ rät dazu, die Zeiten zwischen 12:00 Uhr und 16:00 Uhr als Autofahrer zu meiden – dann sei Sprit am teuersten. Autofahrer sollten lieber vor zwölf Uhr mittags tanken, direkt vor der erlaubten Erhöhung, oder erst am Abend.

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