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Wenig Nachfrage, keine neuen Modelle: Cabrios sterben aus

Дата публикации: 10-08-2026 08:05:00

2008 machten Cabriolets 4,2 Prozent aller Neuzulassungen aus, heute sind es noch 1,2 Prozent. Warum die Fahrzeugart im Elektro-Zeitalter ausstirbt.

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2008 machten Cabriolets 4,2 Prozent aller Neuzulassungen aus, heute sind es noch 1,2 Prozent. Warum die Fahrzeugart im Elektro-Zeitalter ausstirbt und selbst gebrauchte Exemplare kaum nachgefragt sind.

Deutschlands Autofahrerinnen und Autofahrer werfen immer seltener das Dach zurück. Das Cabriolet wird zur aussterbenden Fahrzeugklasse und auch gebraucht weniger nachgefragt: „Der Anteil von Cabrios an den von Händlern verkauften Gebrauchtwagen sank von 3 Prozent im Jahr 2021 auf 2,1 Prozent im Jahr 2026. Der Rückgang hat sich beschleunigt: Allein in diesem Jahr gingen die Verkäufe um fast 10 Prozent zurück“, hat das Portal „AutoUncle“ ermittelt.

Cabrios als Neu- und Gebrauchtwagen immer seltener

Die Entwicklung ist die logische Konsequenz eines Automarktes, der immer weniger auf Cabriolets setzt. Der Markt werde „schmaler und teurer“, heißt es bei AutoUncle. Es gibt bei neuen Modellen noch 48 statt 64 Modellreihen wie im Jahr 2021. Waren 2008 Cabrios noch in einer riesigen Auswahl vertreten, hat sich das komplett gedreht:

  • Bei Klein- und Kompaktwagen gibt es fast gar keine Cabriolets mehr. Ob Audi A3, Audi TT, VW Golf, VW T-Roc, Peugeot 308 CC oder Fiat 124 Spider, alle wurden sie eingestellt. Einer der wenigen Überlebenden im Segment bezahlbarer Cabrios / Roadster ist der Mazda MX-5.
  • Der Elektro-Trend beschleunigt das Cabrio-Sterben. Zwar gibt es einige wenige offene Akku-Flitzer wie den Denza Z, aber das bleiben Sparten-Modelle mit mikroskopischen Verkaufszahlen. Der neue Elektro-Boxster von Porsche könnte das ändern, doch auf den müssen Roadster-Fans noch mindestens ein Jahr warten.

Der nächste Porsche Boxster kommt als Elektro-Renner

Der nächste Porsche Boxster kommt als Elektro-Renner Computerzeichnung: Reichel Car Design
80 Prozent weniger Verkäufe beim VW Beetle

Die schrumpfende Bedeutung von Cabrios auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich an den Verkaufsvolumina deutlich. „Die stärksten Rückgänge betreffen Modelle, die das Fahren mit offenem Dach einst vergleichsweise erschwinglich gemacht haben: Beim VW Beetle Cabriolet gingen die Verkäufe um 80 Prozent zurück, beim Audi A3 Cabriolet um 73 Prozent, beim Audi TT Roadster um 70 Prozent, beim Smart ForTwo Cabrio um 62 Prozent und beim Opel Cascada um 51 Prozent. Alle fünf werden nicht mehr gebaut“, berichten die Gebrauchtwagen-Experten von „AutoUncle“.

Am anderen Ende des Marktes haben allerdings mehrere leistungsstarke Modelle zugelegt. Beim Porsche 911 Carrera Cabriolet stiegen die Verkäufe um 77 Prozent, beim BMW M4 Cabriolet um 91 Prozent und beim Mini John Cooper Works Cabriolet um 114 Prozent.

Autouncle cabrios

Cabriolets sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt in Relation zum Gesamtmarkt weniger im Preis gestiegen AutoUncle
Cabrios steigen weniger im Preis als der Gesamtmarkt

Bemerkenswert ist dabei die durchschnittliche Preisentwicklung. Cabriolets gelten gemeinhin als sehr wertstabile Fahrzeugklasse und mit dem stark schrumpfenden Angebot würde man davon ausgehen, dass im Gegenzug die Preise für gebrauchte Cabrios überdurchschnittlich steigen. Das ist aber nicht der Fall, zeigen Daten, die AutoUncle für FOCUS online erhoben hat: „Der Medianpreis eines von deutschen Händlern verkauften Cabrios lag von Januar bis Juli 2021 bei 20.990 Euro, verglichen mit 26.500 Euro in diesem Jahr. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Medianpreis auf dem Gebrauchtwagen-Gesamtmarkt von 16.450 Euro auf 21.400 Euro, also um 30 Prozent. Relativ zum Gesamtmarkt sind Cabrios daher nicht teurer, sondern sogar etwas günstiger“, so die Experten von AutoUncle.

Die Marginalisierung des Segments dürfte weitergehen. Bei den nötigen Sparmaßnahmen vieler Autohersteller sind Fahrzeugklassen mit wenig Kundenpotenzial kaum etwas, dem man Priorität bei der Modellentwicklung einräumt. Offene Prestige-Modelle bei Porsche, Ferrari sowie einigen neuen China-Marken wie Denza wird es immer geben. Aber die „Demokratisierung“ des Cabriolets durch die Modellvielfalt in vielen Fahrzeugsegmenten ist wahrscheinlich Geschichte.

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„Chinesen bauen keine Cabrios“

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