Nach dem furiosen 5:2 gegen Rot-Weiss Essen will der 1. FC Saarbrücken beim SSV Jahn Regensburg an diesem Sonntag nachlegen. Trainer Argirios Giannikis warnt allerdings davor, nach nur einem Spieltag abzuheben. Hinter dem Einsatz eines Spielers steht ein Fragezeichen.
Saarbrücken · Nach dem furiosen 5:2 gegen Rot-Weiss Essen will der 1. FC Saarbrücken beim SSV Jahn Regensburg an diesem Sonntag nachlegen. Trainer Argirios Giannikis warnt allerdings davor, nach nur einem Spieltag abzuheben. Hinter dem Einsatz eines Spielers steht ein Fragezeichen.
Mit der Einwechslung von Kai Brünker (Mitte) bewies FCS-Trainer Argirios Giannikis gegen Essen ein gutes Händchen, der Stürmer traf zum 3:2.
Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland/IMAGO/Sebastian BachGroße Parolen? Fehlanzeige. Die Mission ist aber klar: Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken will im zweiten Saisonspiel beim SSV Jahn Regensburg an diesem Sonntag (16.30 Uhr, Liveticker hier auf saarbruecker-zeitung.de) da anknüpfen, wo er eine Woche zuvor beim furiosen 5:2-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen aufgehört hat.
„Es war ein guter Start für uns. Ein tolles Ergebnis, für die Fans und auch für die Mannschaft. Aber keiner hebt ab“, versichert FCS-Trainer Argirios Giannikis. Sein Team habe „bisher sehr intensiv und konzentriert trainiert“. Zumal es gegen Essen auch Sachen gab, „wo wir viel besser werden müssen“. Deshalb hält der Trainer auch „überhaupt nichts davon, nach nur einem Spieltag irgendwelche Parolen rauszuhauen. Das war nur ein Spiel.“
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Regensburg ebenfalls mit Traumstart
Zumal der nächste Gegner zum Auftakt ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis hingelegt hat. Auch der Saarländer Lucas Hermes zeigte beim Regensburger 5:2 bei Viktoria Köln mit zwei Toren und einer Vorlage eine starke Vorstellung. „Das gibt Kraft für die nächsten Spiele, wo wir an die Leistung anknüpfen wollen“, erklärt der aus Saarlouis-Roden stammende Profi. Am Mittwoch legte der Jahn mit einem 4:1-Erfolg im bayrischen Landespokal beim Landesligisten TSV Seebach nach.
Der FCS kann sich im Jahnstadion auf die Unterstützung von rund 700 Gästefans verlassen. „Wir haben bewiesen, dass wir genauso gut Tore schießen können wie Regensburg“, sagt FCS-Mittelfeldspieler Daniel Gleiber: „Wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, zu jeder Zeit wach sind, dann sind wir superschwer zu schlagen.“ Genauso sieht es auch Innenverteidiger Mladen Cvjetinovic: „Wir müssen uns vor keinem verstecken und sind bereit für die nächste Aufgabe.“
Giannikis lässt die Startelf offen
Und die wird laut Giannikis „andere Inhalte und Voraussetzungen“ haben als gegen Essen. Regensburg sei „eine Mannschaft, die eine gute Intensität im Verteidigen hat, aber auch sehr gefährlich im Umschaltprozess ist“. Inwiefern sich das auf die Startelf auswirkt, wollte der Trainer naturgemäß aber nicht verraten: „Wir sind in der Analyse schon sehr weit und haben schon auch Gedanken für das Spiel gegen den Jahn im Kopf.“ Gegen Essen ging der Gedanke mit Alexander Staff in der Sturmspitze für Kai Brünker auf. In Regensburg könnte Staff wieder in der Startformation stehen. Brünker hatte gegen Essen einen Schlag aufs Knie bekommen, „aber alles mitmachen können. Da schauen wir mal, wie es sich bis Sonntag entwickelt“, erklärt Giannikis. Dazu fehlten Dominic Baumann und Kaan Caliskaner unter der Woche krankheitsbedingt. Chancen auf einen Kaderplatz werden beide dementsprechend wohl eher nicht haben. „Aufgrund ihrer Erkrankungen wird das wahrscheinlich eher schwierig“, sagt der Trainer.
Er steht sowieso vor schweren Personalentscheidungen. Mit der Einwechslung Brünkers, der 16 Minuten später zum 3:2 traf, hatte er gegen RWE ein gutes Händchen. „Das Los eines Trainers ist es leider, Spieler zu enttäuschen und nicht zwingend glücklich zu machen. Am Ende können halt immer nur elf Spieler auf dem Rasen stehen“, sagt der 46-Jährige: „Wir sind immer bemüht, die für den nächsten Gegner bestmögliche Aufstellung auf den Platz zu bringen. Dementsprechend kann es jeden Spieler im Kader mal treffen, es nicht in die Startaufstellung zu schaffen.“
Pick verspricht Höchstform gegen den alten Coach
Natürlich gesetzt ist Flügelspieler Florian Pick. Der Kapitän legte beim Auftaktsieg drei Tore vor, war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel. Bereits nach Abpfiff gegen Essen gab der 30-Jährige ein Versprechen ab: „Das ist ein alter Coach von mir. Da bin ich wieder in Höchstform, da könnt ihr euch darauf verlassen.“ Gemeint ist SSV-Trainer Sascha Hildmann, der Pick und Christian Kühlwetter von 2018 bis 2019 beim 1. FC Kaiserslautern trainierte. Kühlwetter kam in diesem Sommer ablösefrei aus Regensburg ins Saarland. Für die beiden Kumpels wird es also eine besondere Partie.