Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken geht mit einem guten Gefühl in die letzte der sechs Wochen Saisonvorbereitung. Zur Generalprobe kommt am heutigen Samstagnachmittag Drittliga-Aufsteiger US Thionville Lusitanos aus der Nachbarschaft in den Ludwigspark.
Saarbrücken · Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken geht mit einem guten Gefühl in die letzte der sechs Wochen Saisonvorbereitung. Zur Generalprobe kommt am heutigen Samstagnachmittag Drittliga-Aufsteiger US Thionville Lusitanos aus der Nachbarschaft in den Ludwigspark.
Drei Siege, drei Unentschieden: FCS-Trainer Argirios Giannikis (Mitte) und sein Team sind in der Vorbereitung noch ungeschlagen.
Foto: Andreas SchlichterUngeschlagen, verletzungsfrei und zufrieden – die Vorzeichen beim Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken eine Woche vor dem Ligastart passen. Den Abschluss, bevor es in die finale Woche der Sommervorbereitung geht, bildet an diesem Samstag (14 Uhr) die Saisoneröffnung im Ludwigspark – zu Gast ist der französische Drittliga-Aufsteiger US Thionville Lusitanos.
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Eine Woche vor Saisonauftakt gegen RW Essen
„Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß. Gerade für die vielen Neuen wird vor allem der Saisonauftakt vor den eigenen Fans ein besonderer Moment. Auch weil es direkt gegen den Aufstiegskandidaten Rot-Weiss Essen geht“, erklärt FCS-Trainer Argirios Giannikis mit Blick auf den Punktspiel-Auftakt am Sonntag, 9. August (16.30 Uhr), gegen RWE. Das Spiel gegen den vier Mal in den vergangenen fünf Jahren aufgestiegenen Fusionsclub Thionville ist dafür der letzte Härtetest.
„Der komplette Rahmen der Saisoneröffnung im eigenen Stadion ist natürlich vor allem wichtig für die Jungs, die neu dazugekommen sind. Die meisten kannten den Verein bislang nur aus der Ferne oder als Gegner, jetzt können sie diese besondere Atmosphäre im Ludwigspark auch mal selbst live erleben“, ordnet der 46-Jährige das Testspiel im Stadion und nicht wie sonst üblich im Sportfeld ein – bei dem sich auch jeder der 15 Neuzugänge für das Essen-Spiel empfehlen will. Zusätzlich zum Testspiel wird es auch ein Rahmenprogramm geben. Nach dem Einlass um 12.30 Uhr findet die Vorstellung der Mannschaft statt, im Anschluss an das Spiel gibt es eine Autogrammstunde.
Viele Konstellationen dank breitem Kader möglich
Für Giannikis geht es vor allem darum, letzte Erkenntnisse vor dem Ligastart zu sammeln. „Wir haben einen breiten Kader, bei dem ich mir auf dem Rasen viele Konstellationen vorstellen kann“, betont der Deutsch-Grieche: „Im Endeffekt wird gegen Essen die Mannschaft auflaufen, die die Inhalte in der Vorbereitung am besten gefestigt hat und den frischesten Eindruck macht.“ Mit den bisher fünf Wochen Vorbereitung ist der Trainer zufrieden: „Wir sind gemeinsam auf einem guten Weg, haben uns in den vergangenen Wochen viel erarbeitet. Die Mannschaft ist in dieser Zeit nah zusammengerückt.“
Auch die Bilanz mit drei Siegen und drei Unentschieden aus sechs Testspielen findet Giannikis positiv: „Wir sind ungeschlagen, das ist grundsätzlich mal ein positives Zeichen. Ich glaube tatsächlich auch zu Recht ungeschlagen, wenn ich mir die Spiele alle so anschaue.“ Beim 1:1 gegen Bundesligist FC Augsburg vor einer Woche hätte sein Team „auch gewinnen können“.
Erfolgserlebnis an diesem Samstag gegen Thionville?
Jetzt soll auch gegen Thionville um Ex-Profi und Erfolgstrainer Julien François ein Erfolgserlebnis her. „In der Liga spielen sie ein 3-4-1-2, also ein recht ungewöhnliches System. Das werden wir in der 3. Liga nicht so oft haben, dass ein Team mit einem Zehner und zwei Spitzen gegen uns spielt“, analysiert Giannikis: „Französische Mannschaften sind tendenziell spielstark und physisch stark. Das wird auch gegen Thionville auf uns zukommen.“ Gegen Zweitligist AS Nancy-Lorraine gelang Thionville ein 2:2. Ob Giannikis gegen die Franzosen die Startelf für Essen spielen lässt, ist offen: „Wir werden natürlich auch die Intensität aus dieser Woche in unsere Entscheidungen mit einfließen lassen und schauen, wer wie lange auflaufen kann.“ Daher sei es „nicht zwingend die erste Elf, die so dann auch gegen Essen starten muss.“ Auch wer Kapitän wird, wird der Trainer erst in der nächsten Woche final bestimmen.
Und welches Saisonziel hat sich Giannikis nach dem XXL-Umbruch gesetzt? „Das primäre Ziel ist und bleibt, eine Mannschaft zu werden. Eine Mannschaft, die so gefestigt ist, dass sie mit jeder Situation auf dem Rasen schnellstmöglich umgehen kann“, erklärt er: „Nach diesem Umbruch gibt es kein bestimmtes Tabellenziel. Wir schauen erst mal, dass wir jetzt bestmöglich in die Saison starten, die Prozesse weiter vorantreiben und weiterhin eine Mannschaft werden.“ Allgemein bleibt sein Credo klar: „Nach der letzten Saison heißt es für uns und für mich, eher demütig zu bleiben. Das heißt, den Tag maximal nutzen, nach bestem Wissen arbeiten, dadurch Potenziale ausschöpfen, um dadurch wiederum dann die bestmögliche Zukunft zu haben.“