Ex-Formel-1-Fahrer und "Sky"-Experte Ralf Schumacher hat seine Kritik an Williams-Pilot Carlos Sainz nach dem Ungarn-GP noch einmal bekräftigt und den Spanier für dessen überflüssiges und regelwidriges Manöver gegen McLaren-Pilot Oscar Piastri scharf kritisiert.

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Ex-Formel-1-Fahrer und "Sky"-Experte Ralf Schumacher hat seine Kritik an Williams-Pilot Carlos Sainz nach dem Ungarn-GP noch einmal bekräftigt und den Spanier für dessen überflüssiges und regelwidriges Manöver gegen McLaren-Pilot Oscar Piastri scharf kritisiert.
Die von Carlos Sainz herbeigeführte Kollision mit Oscar Piastri in der 38. Runde des Ungarn-GP sorgt auch zwei Tage nach dem Rennen noch für Gesprächsstoff. Im Podcast "Backstage Boxengasse" machte Ralf Schumacher seinem Ärger über den Williams-Fahrer erneut Luft.
Gerade Carlos Sainz, "der als erster Fahrer jammert, wenn es um irgendwas geht, er sich in irgendeiner Form benachteiligt fühlt oder seine Freundin zu oft gezeigt wird, wenn er versucht, zu überholen", habe nicht das Recht, sich zu beschweren, erklärte Schumacher.
Ihn erinnere das an seine eigene Zeit im Formel-1-Cockpit, ergänzte Schumacher: "Als Leute wie Jacques Villeneuve immer gesagt haben, ich habe die Blauen Flaggen nicht gesehen, tut mir leid. Das war damals die Ausrede." Auch Sainz hatte am Sonntag so argumentiert. Auf seinen Onbard-Aufnahmen war jedoch zu sehen, wie er an nicht weniger als sieben (!) Blauen Flaggen vorbeifuhr, ohne Piastri Platz zu machen.
"Das sind Formel-1-Fahrer, die haben zwei Spiegel""Ich finde es einfach unsportlich, sich so rauszureden", ließ Schumacher die Erklärung des Williams-Piloten so nicht gelten. "Der Mann ist lange genau dabei, da gibt es keine Entschuldigung. Das war der Führende des Rennens, da gibt es keine zwei Meinungen."
"Das sind Formel-1-Fahrer, die haben zwei Spiegel, die haben Funk, die sehen die Monitore rechts und links neben der Strecke, die wissen ganz genau, mit wem sie fahren. Und deshalb finde ich es einfach nur unsportlich", urteilte der "Sky"-Experte, der hofft, dass Sainz Verhalten noch ein weiteres Nachspiel bekommt.
"Ein Rennen aussetzen fände ich zu viel, aber er hat dem Leader fast das Rennen versaut. Das ist für mich eine drakonische Strafe wert", meinte Schumacher, der schon unmittelbar nach dem Rennen weitere Sanktionen gegen Sainz forderte, der im Rennen lediglich eine Fünf-Sekunden-Strafe bekam. "Wenn es um Nichts geht, jemandem im Weg zu stehen, der um Punkte oder das Podium kämpft, ist nicht ok", lautete Schumachers Fazit.
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