Nach der Formel-1-Saison 2020 packte Carlos Sainz bei McLaren seine Koffer und wechselte zur Scuderia Ferrari. Die Roten hatten den Spanier zuvor so genau unter die Lupe genommen, dass der heutige Williams-Pilot regelrecht geschockt war.

Fuhr von 2021 bis 2024 für Ferrari: Carlos Sainz
Foto: © IMAGO/Gongora
09. August 2026, 09:19

sport.de
Nach der Formel-1-Saison 2020 packte Carlos Sainz bei McLaren seine Koffer und wechselte zur Scuderia Ferrari. Die Roten hatten den Spanier zuvor so genau unter die Lupe genommen, dass der heutige Williams-Pilot regelrecht geschockt war.
"Als ich zu Ferrari gegangen bin, haben mir [Ex-Teamchef] Mattia Binotto und [Ex-Sportdirektor] Laurent Mekies ein Dokument gezeigt, in dem alle meine Leistungen gegen meine Teamkollegen der letzten sechs Jahre aufgelistet waren. Ich war geschockt, wie viel sie wussten", berichtete Sainz in einer Medienrunde, aus der unter anderem das Portal "RacingNews365" zitiert.
Die damaligen Ferrari-Verantwortlichen hatten nicht nur Sainz' Leistungen bei McLaren genau unter die Lupe genommen, sondern auch seine Daten bei Renault und Toro Rosso. "Ich dachte, sie wüssten es nicht", staunt der Spanier nicht schlecht über die Vorarbeit der Roten.
Ferraris Vorarbeit hat Sainz beeindruckt"Sie hatten alle Details von nassen, nassen zu trockenen und trockenen Bedingungen und dem Qualifying. Sie haben mich gescoutet und mich deshalb ausgesucht", berichtet der Spanier, der vier Jahre lang für Ferrari startete. "Ich war nicht komplett darauf vorbereitet, wie sehr die Teams auf die Details schauen. [...] Ich war beeindruckt davon, wie sehr die Teams mit ihren Möglichkeiten diese Tiefe an Details sehen."
Das intensive Scouting zahlte sich für Ferrari am Ende aus. Sainz war in seinen vier Jahren bei den Roten oftmals auf Augenhöhe mit Charles Leclerc. Die erste gemeinsame Saison beendete der Spanier in der Fahrerwertung sogar vor dem Monegassen.
Sainz' Abenteuer in Maranello endete letztlich nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil Ferrari die einmalige Chance ergriff, Lewis Hamilton zu bekommen. Der siebenmalige Weltmeister verdrängte den Spanier, der daraufhin zu Williams wechselte, wo es nun allerdings schon im zweiten Jahr in Folge so schleppend läuft, dass der 31-Jährige bereits mit einem Abschied liebäugeln soll.
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