Die Opec+ produzierte im September deutlich mehr Öl. Saudi-Arabien war daran maßgeblich beteiligt. Und das trotz der Störungen am Persischen Golf.
Die Opec+ produzierte im September deutlich mehr Öl. Saudi-Arabien war daran maßgeblich beteiligt. Und das trotz der Störungen am Persischen Golf.
Wie das Ölhersteller-Kartell Opec+ am Dienstag (13. Oktober) mitteilte, konnte es die Ölproduktion im September deutlich steigern. Nach Angaben der Gruppe trieb Saudi-Arabien dieses Plus in der Förderung an. Am Persischen Golf gibt es derweil immer noch Störungen. Die Erholung kommt mittlerweile an den Tankstellen an: Deutsche Autofahrer zahlen etwas weniger.
Im Schnitt förderten die Opec+-Länder 39,07 Millionen Barrel pro Tag (1 Barrel entspricht 159 Litern). Soweit die Zahlen für September – im Vergleich mit August ist das ein Anstieg um 900.000 Barrel pro Tag. Neben der Organisation der erdölexportierenden Länder (Opec) gehören zu Opec+ auch Verbündete wie Russland.
Saudi-Arabien ist laut „Reuters“ ein treibender Faktor. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco konnte die Ölverladungen an den Exportterminals erhöhen, die sich am Persischen Golf befinden. Vorher hatte das Land auf eine Ost-West-Pipeline zurückgegriffen, um tonnenweise Öl an den Rotmeerhafen Yanbu zu bringen und so die Straße von Hormus komplett zu umgehen. Vor ein paar Wochen aber hatte ein Drohnenangriff aus dem Irak die Pipeline beschädigt. Allein Saudi-Arabien hatte pro Tag 8,372 Millionen Barrel gefördert, also zwei Millionen Barrel täglich mehr als im August.
ANZEIGE
ANZEIGE
Die Opec-Zahlen bestärken die in den letzten Wochen beobachteten Anzeichen für eine Erholung der Öltransporte aus der Golfregion. Zu beachten dabei: Das Ölförderniveau liegt noch immer unter dem des Vorkriegszeitraums.
Unter anderem liegt das daran, dass Russland deutlich weniger Öl fördert als vorher. Entgegen des Opec+-Trends sank die Förderung um 38.000 Barrel pro Tag. Hintergrund dafür ist der Ukraine-Krieg. Die Ukraine greift seit längerer Zeit gezielt russische Infrastruktur an, darunter Pipelines, Hafen-Terminals und Raffinerien.
Die dadurch ausgelöste Treibstoff-Krise hat den Kreml bereits dazu gezwungen, auch die Diesel-Exporte zu beschränken, was erstens die Staatseinnahmen mindert und zweitens die ohnehin schon bestehende Energiekrise befeuert.
Kurios daran: US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass Russland trotzdem durch Sanktionslockerungen mehr Diesel auf den Weltmarkt bringen könnte. Das soll in der Weltwirtschaft für Entlastungen sorgen.
In Deutschland hatte sich die Krise hauptsächlich durch teurere Energie- und Tankstellenpreise bemerkbar gemacht. Schon im Frühjahr hatte die Regierung mit einem Tankrabatt reagiert, der seit Anfang Oktober erneut gilt. Aktuell sinken die Preise an den Tankstellen wieder. Laut dem „NDR“ kostete der Liter Super im bundesweiten Schnitt am 12. Oktober etwa 2,20 Euro. Diesel war sechs Cent teurer. Vor dem Iran-Krieg lag der Preis für Super bei 1,83 Euro pro Liter, beim Diesel waren es 1,75 Euro.
Für die Spritpreise an der Tankstelle spielen die Börsenpreise von Benzin und Diesel eine wichtige Rolle. Grafiken des ADAC zeigen, dass der Anteil von „Kosten und Gewinn“ am ganzen Spritpreis Richtung Ende 2026 deutlich zugenommen hat – er macht jetzt sowohl beim Diesel als auch beim Benzin den überwiegenden Teil aus.
Hier kommen die Großhandelspreise ins Spiel. Höhere Benzin- und Dieselpreise bedeuten einen höheren Preis an der Tankstelle, und die Tankstellen wollen auch Gewinn machen. Diesel steht am 13. Oktober mit über 5,5 Prozent im Plus, Benzin gab dagegen an der Börse um 0,57 Prozent nach. Zum Neujahr soll ein Spritpreisdeckel die Kosten für Autofahrer weiter künstlich niedriger halten.
Mit diesen fünf Tipps sparen Sie jetzt an der Zapfsäule.
1. Vormittags tanken. Idealerweise zwischen 10 und 11 Uhr. Der günstigste Zeitpunkt ist direkt vor der 12-Uhr-Erhöhung. Die Preise sind dann am niedrigsten, weil sie seit dem Vorabend nur noch gefallen sein können.
2. Abends ab 20 Uhr als Alternative. Wer nicht bis zum nächsten Tag warten will, kann stattdessen ab 20 Uhr tanken. Die Ersparnis gegenüber dem Mittagspreis beträgt dann durchschnittlich 4,8 Cent pro Liter.
3. Preisvergleich nutzen. Da alle Tankstellen gleichzeitig um 12 Uhr erhöhen, aber unterschiedlich schnell danach senken, gibt es nachmittags größere Preisunterschiede als früher.
4. Nicht in Panik geraten. Der 12-Uhr-Sprung sieht dramatisch aus, ist aber kein Zeichen für eine Preisexplosion. Es ist die gebündelte Tageserhöhung, die früher über den ganzen Tag verteilt war.
5. Autobahntankstellen meiden. Der Autobahn-Aufschlag liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Cent über dem Preis abseits der Autobahn. Bei 50 Litern sind das 10 bis 15 Euro Unterschied.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Источник: Саудовская Аравия в сентябре добывала 8,97 млн б/с | 0 | 0 | 04-10-2020 |
| 2 | В Саудовской Аравии заявили, что не опасаются увеличения мировых запасов нефти | 0 | 0 | 22-01-2020 |
| 3 | Саудовская Аравия уведомила ОПЕК о росте добычи нефти в августе | 0 | 0 | 11-09-2019 |
| 4 | Саудовская Аравия заявила о ребалансировке рынка нефти благодаря сокращениям в ОПЕК+ | 0 | 0 | 04-03-2021 |
| 5 | Россия в августе опередила Саудовскую Аравию по среднесуточной добыче нефти | 0 | 0 | 23-10-2018 |
| 6 | Rund 12,8 Millionen Barrel täglich: Während Irans Hormus-Kontrolle schwindet, erholen sich Ölexporte | 0 | 13.13 | 01-10-2026 |
| 7 | Страны ОПЕК+ в июне увеличили добычу нефти на 70 тыс. б/ с | 0 | 0 | 13-07-2023 |
| 8 | Reuters: Саудовская Аравия и ОАЭ готовы нарастить добычу нефти в случае кризиса поставок | 0 | 0 | 04-08-2022 |
| 9 | Россия в сентябре опередила Саудовскую Аравию по среднесуточной добыче нефти | 0 | 0 | 23-11-2018 |
| 10 | WSJ: Саудовская Аравия предложила ОПЕК+ усилить сокращение добычи нефти из-за коронавируса | 0 | 0 | 03-02-2020 |