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dm setzt auf KI: Einkaufsagent soll ab Januar in der App starten

Дата публикации: 23-10-2026 11:30:00

KI-Agent übernimmt künftig dm-Einkauf: Er findet Produkte, füllt den Warenkorb und kann sogar selbst bestellen.

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dm will das Einkaufen in seiner App grundlegend verändern: Ab Beginn des kommenden Jahres soll ein KI-gestützter Einkaufs­agent Kunden dabei helfen, Produkte zu finden, Einkaufs­listen zu erstellen und Warenkörbe zusam­menzu­stellen. Der Droge­riekon­zern reagiert damit auf den wachsenden Einfluss künstlicher Intelligenz im Handel – und will seine Kundschaft möglichst in der eigenen App halten.

Was der KI-Einkaufs­helfer können soll

Der neue Service trägt laut Lebens­mittel Zeitung den Namen „dm-mitgedacht – dein Einkaufs­helfer“. Zum Start steht zunächst eine intel­ligente Einkaufs­liste im Mittelpunkt. Sie soll Kunden helfen, passende Produkte zu entdecken und ihren Einkauf struk­turiert zu planen. KI-Agent soll dm-Kunden künftig das Einkaufen erleichtern. KI-Agent soll dm-Kunden künftig das Einkaufen erleichtern.
Bild: Mit KI erstellt
Im Laufe der Zeit will dm die Funktionen deutlich ausbauen. Geplant ist, dass Nutzer dem KI-Agenten auch Aufgaben übertragen können: etwa den Warenkorb nach bestimmten Vorgaben füllen, ihn verändern oder ihn an persönliche Kriterien anpassen. Auch eine auto­mati­sierte Kauf­abwick­lung ist vorgesehen – allerdings nur, wenn Kunden dies ausdrück­lich wünschen.

dm will Kunden in der eigenen App halten

Hinter dem Vorstoß steht die Sorge, dass externe KI-Assistenten künftig zunehmend den Zugang zu Händlern übernehmen und den Kontakt zur Kundschaft vermitteln. Mit einem eigenen Agenten will dm diesen Prozess in der eigenen Einkaufs­welt steuern.

„Das Einkaufs­verhalten steht in den kommenden Jahren vor großen Verän­derungen. Und das wird grund­legende Konse­quenzen für unser Geschäft haben“, erklärte dm-Geschäfts­führer Sebastian Bayer gegenüber Lebens­mittel Zeitung. Händler und Marken­hersteller müssten gemeinsam daran arbeiten, ihr Angebot auch in einer von KI geprägten Einkaufs­welt sichtbar und relevant zu halten.

Bequemer Service für dm-Kunden

Marcel Rieser, der unter anderem für das Online­geschäft des Droge­rierie­sens verant­wort­lich ist, sieht darin auch eine Chance: „Ich glaube nicht, dass sich die Mehrheit nied­rigprei­sige Einzel­artikel wie Zahnpasta und Seife über mehrere Händler hinweg zusam­menkaufen lassen möchte.“ Gerade bei alltäg­lichen Bedarfs­arti­keln könne dm daher davon profitieren, wenn Kunden den kompletten Einkauf bequem in einer App abwickeln.

Konkurrenz durch Tech-Konzerne wächst

Mit der Ankündigung reagiert dm auch auf die Aktivitäten großer Tech­nolo­gieplatt­formen. Deren KI-Assistenten sollen zunehmend alltägliche Aufgaben übernehmen, vom Termin­manage­ment bis zum Einkauf. Besonders Aufsehen hatte zuletzt Metas Assistent Muse erregt, der bislang nur in den USA und Kanada verfügbar ist und ausdrück­lich auch Einkäufe für seine Nutzer erledigen soll.

Nicht alle Händler öffnen sich dieser Entwicklung: Amazon hat dem Bot den Zugang bereits verwehrt. dm hingegen setzt auf eine eigene Lösung, um nicht von externen Plattformen abhängig zu werden.

Lieferanten müssen ihre Daten auf Vordermann bringen

Für die Hersteller im dm-Sortiment bedeutet der KI-Einkaufs­agent neue Anfor­derungen. Wenn Algorithmen Produkte auswählen, vergleichen und empfehlen, werden saubere und aktuelle Stammdaten zum entschei­denden Faktor. Fehlende Angaben, veraltete Bilder oder unvoll­stän­dige Produkt­infor­mationen könnten dazu führen, dass Artikel vom Agenten gar nicht erst berück­sich­tigt werden.

„Wer heute schon Probleme mit der Pflege seiner Stammdaten hat, droht durch Agentic Commerce in den Hintergrund zu geraten“, warnte Rieser. Die Daten­qualität werde damit zu einem zentralen Wett­bewerbs­faktor – und zwar nicht nur für die Sicht­barkeit in der dm-App, sondern mögli­cher­weise auch für die Präsenz auf künftigen KI-Einkaufs­platt­formen.

Start im neuen Jahr geplant

Den offiziellen Startschuss für „dm-mitgedacht – dein Einkaufs­helfer“ will dm zu Beginn des neuen Jahres geben. Zunächst startet die intel­ligente Einkaufs­liste; weitere Funktionen wie Warenkorb-Steuerung und auto­mati­sierte Bestel­lungen sollen schritt­weise folgen.

Auch interessant: ARD/ZDF-Medi­enstudie: Hier kommen KI-Tools besonders gut an.

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