Spotify geht schärfer gegen das Teilen von Premium-Abos außerhalb eines Haushalts vor. Eine neue QR-Code-Prüfung soll zeigen, ob Mitglieder eines Family-Tarifs tatsächlich am selben Ort leben.

Spotify geht verschärft gegen das Account-Sharing vor.
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20.10.2026, 11:14 Uhr
Spotify geht schärfer gegen das Teilen von Premium-Abos außerhalb eines Haushalts vor. Eine neue QR-Code-Prüfung soll zeigen, ob Mitglieder eines Family-Tarifs tatsächlich am selben Ort leben.
führt für Premium Family eine neue Verifizierung ein. Mitglieder müssen dafür einen QR-Code scannen, den der Verwalter des Abos über die
Spotify-Appaufruft. Der Code verändert sich alle paar Sekunden, sodass ein einfacher Screenshot nicht ausreichen soll. Für die Überprüfung müssen sich beide Nutzer am selben Ort befinden. Nach einer entsprechenden Benachrichtigung bleiben sieben Tage Zeit, die Kontrolle abzuschließen. Mit dem Verfahren will Spotify verhindern, dass Family-Abos mit Freunden oder Bekannten geteilt werden, die nicht im selben Haushalt wohnen.
Wer die Prüfung nicht innerhalb der Frist erledigt, wird auf die kostenlose Spotify-Version mit Werbung zurückgestuft. Zusätzlich soll eine zwölfmonatige Sperre greifen: Betroffene können während dieser Zeit weder einem Family- noch einem Duo-Abo beitreten. Wer weiterhin ohne Werbung Musik hören möchte, muss stattdessen einen Individual-Tarif zum regulären Preis buchen. Für Nutzer, die bislang über Freunde oder Bekannte günstig an Spotify Premium gekommen sind, wird das Teilen eines Abos damit deutlich unattraktiver.
Erste Nutzer umgehen die neue KontrolleGanz wasserdicht scheint das Verfahren allerdings nicht zu sein. In Online-Foren berichten Nutzer bereits davon, den QR-Code per Videoanruf und Bildschirmfreigabe auf ein zweites Display zu übertragen und anschließend von dort zu scannen. Damit ließe sich die räumliche Kontrolle offenbar umgehen. Spotify versucht bereits seit Jahren, das Teilen seiner Abos einzudämmen. 2018 testete der Dienst Standortprüfungen per GPS, ein Jahr später folgte eine Adressverifizierung. Mit den wechselnden QR-Codes verschärft Spotify die Kontrolle nun erneut.
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