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864 unerlaubte Übernachtungen bringen Pariser Vermieter 271.296 Euro ein

Дата публикации: 11-10-2026 09:30:00

Ein Pariser Eigentümer hat mit einem Studio über Jahre hohe Einnahmen aus Kurzzeitvermietung erzielt. Nun verhängte ein Gericht ein hohes Bußgeld und ordnete die Rückkehr zur Wohnnutzung an.

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Ein Pariser Eigentümer hat mit einem Studio über Jahre hohe Einnahmen aus Kurzzeitvermietung erzielt. Nun verhängte ein Gericht ein hohes Bußgeld und ordnete die Rückkehr zur Wohnnutzung an.

Ein Pariser Gericht hat den Eigentümer eines Studios im achten Arrondissement zu einer Geldbuße in Höhe von 110.000 Euro verurteilt. Laut einem Bericht von „Le Figaro Immobilier“ wurde die 33 Quadratmeter große Wohnung ohne Genehmigung über Airbnb und Booking touristisch vermietet. Das Gericht ordnete demnach außerdem an, dass die Wohnung wieder der normalen Wohnnutzung zugeführt werden muss. Die Entscheidung richtet sich gegen zwei beteiligte Gesellschaften, die Eigentümer-SCI und die für die Untervermietung genutzte SASU.

Paris geht gegen unerlaubte Kurzzeitvermietung vor

Wie „Le Figaro Immobilier“ unter Verweis auf die Gerichtsentscheidung berichtet, kam die Wohnung zwischen 2021 und 2025 auf 864 Übernachtungen. Die Einnahmen beliefen sich dem Bericht zufolge auf 271.296 Euro. Das entspricht einem Durchschnittspreis von rund 314 Euro pro Nacht.

Die Stadt Paris wirft dem Eigentümer eine unerlaubte Nutzungsänderung ohne vorherige Genehmigung vor. Demnach lief die Vermietung über zwei Gesellschaften, von denen eine die Wohnung hielt und die andere die Untervermietung übernahm. „Die Justiz hat die beiden Glieder der Konstruktion verurteilt“, so die Stadt.

864 Übernachtungen und mehr als 271.000 Euro Einnahmen. In Paris ist ein Eigentümer wegen illegaler Kurzzeitvermietung verurteilt worden.

864 Übernachtungen und mehr als 271.000 Euro Einnahmen. In Paris ist ein Eigentümer wegen illegaler Kurzzeitvermietung verurteilt worden. (Symbolbild) Getty Images/ d3sign
Stadt sieht Signalwirkung über Einzelfall hinaus

Wie „Le Figaro Immobilier“ berichtet, lag der Fall klar außerhalb der in Paris geltenden rechtlichen Vorgaben für touristische Vermietungen. Das Gericht beanstandete jedoch vielmehr, dass das Studio ohne die erforderliche Genehmigung zur Nutzungsänderung touristisch vermietet wurde. Gerade in Paris ist eine solche Erlaubnis für Zweitwohnungen oder gewerblich genutzte Ferienunterkünfte grundsätzlich notwendig.

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Bemerkenswert ist laut der Stadt, dass die hohe Strafe in diesem Fall nur ein einzelnes Studio betrifft. Die Stadt schätzt die Zahl illegaler Ferienunterkünfte in Paris auf rund 25.000, mehrere Verfahren seien noch offen.

In Paris gelten klare Grenzen für Ferienvermietungen. In Deutschland hängt vieles davon ab, in welcher Stadt oder in welchem Bundesland sich die Wohnung befindet.

In Paris gelten klare Grenzen für Ferienvermietungen. In Deutschland hängt vieles davon ab, in welcher Stadt oder in welchem Bundesland sich die Wohnung befindet. (Symbolbild) Getty Images/ AleksandarNakic
Paris und Deutschland regeln die Vermietung von Ferienwohnungen unterschiedlich

Was in Paris erlaubt ist, ist vergleichsweise klar geregelt. Laut dem französischen Verwaltungsportal darf eine Hauptwohnung in Gemeinden mit Registrierungspflicht nur begrenzt touristisch vermietet werden, je nach Kommune zwischen 90 und 120 Tagen pro Jahr. In Paris gilt seit 2025 90 Tage pro Jahr.

Für Nebenwohnungen gelten deutlich strengere Regeln: In angespannten Wohnungsmärkten wie Paris ist dafür grundsätzlich bereits ab der ersten Nacht eine Genehmigung zur Nutzungsänderung erforderlich, in der Regel verbunden mit einer Ausgleichspflicht.

In Deutschland gibt es keine einheitliche bundesweite Regel für Vermietungen über Airbnb oder Booking. Darauf verweist das Bundesportal „Region gestalten“ des Bundes ausdrücklich. Demnach liegt das sogenannte Zweckentfremdungsrecht seit der Föderalismusreform bei den Bundesländern. Deshalb unterscheiden sich die Regeln je nach Land und Kommune teils deutlich.

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