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„Muss schnell gehen“: Frank weigert sich, Parkgebühren zu zahlen, und findet eine kreative Lösung

Дата публикации: 12-10-2026 04:40:00

Neue Parkgebühren in Rotterdam bringen Frank Bouwens zum Umbau. Der 35-Jährige schafft im Vorgarten Platz fürs Auto und spart so Straßenparkgebühren.

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Neue Parkgebühren in Rotterdam bringen Frank Bouwens zum Umbau. Der 35-Jährige schafft im Vorgarten Platz fürs Auto und spart so Straßenparkgebühren.

Weil in seinem Rotterdamer Viertel bald fürs Parken auf der Straße bezahlt werden muss, baut Frank Bouwens (35) seinen Vorgarten um. Der Bewohner des Stadtteils Zevenkamp entfernt Sträucher und Pflanzen, damit er sein Auto künftig auf dem eigenen Grundstück abstellen kann. Wie „De Gelderlander“ berichtet, soll dafür nur ein Teil der Fläche weichen.

Weil Parken kostet, baut Frank Bouwens seinen Vorgarten um

Für Bouwens kommt der Umbau nicht völlig überraschend. Einen privaten Stellplatz und eine Lademöglichkeit zu Hause hatte er demnach schon länger im Blick. Mit der Einführung des gebührenpflichtigen Parkens wird daraus nun ein konkretes Projekt. „Jetzt, wo das Bezahlparken kommt, muss es schnell gehen“, sagt Frank Bouwens (35) laut „De Gelderlander“.

Für ihn geht es nicht nur ums Abstellen des Wagens. Da er ein Elektroauto fährt, möchte er es möglichst direkt am Haus laden. Das ist für ihn günstiger als an einer öffentlichen Ladesäule. „Dann kann ich nicht nur günstiger laden, sondern umgehe auch noch die Parkkosten“, sagt er.

„Eine Straße weiter haben sie dieses Glück leider nicht“

Seinen gesamten Vorgarten will Bouwens eigenen Angaben zufolge nicht versiegeln. Geplant sind nur zwei schmale Pflasterspuren, auf denen später die Reifen stehen. So soll möglichst viel Grün erhalten bleiben. Dennoch ist ihm klar, dass diese Lösung nicht überall möglich ist.

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„Mir ist klar, dass ich diesen Luxus habe. Eine Straße weiter haben sie dieses Glück leider nicht“, sagt Frank Bouwens (35) laut „De Gelderlander“. Genau das macht die neue Parksituation im Viertel so unterschiedlich spürbar. Während einige Anwohner auf ihr eigenes Grundstück ausweichen können, bleibt anderen nur, die neuen Gebühren für einen Platz am Straßenrand zu zahlen.

Rotterdam begründet das Bezahlparken mit dem hohen Parkdruck.

Rotterdam begründet das Bezahlparken mit dem hohen Parkdruck. (Symbolbild) Getty Images/ Andrew Merry
Bezahlparken in Rotterdam, unterschiedliche Gebühren in Deutschland

Die Stadt Rotterdam begründet die Ausweitung des Bezahlparkens ausdrücklich mit dem Kampf gegen hohen Parkdruck. In einer offiziellen Antwort an den Gemeinderat heißt es, kostenpflichtiges Parken sei in Rotterdam das gewählte Mittel, um den Parkdruck zu senken und vor allem Langzeitparker aus Wohngebieten fernzuhalten.

In Deutschland läuft Bewohnerparken ähnlich, aber die Ausgestaltung ist je nach Stadt sehr unterschiedlich. Offizielle Portale zeigen, dass Bewohnerparkausweise in Städten an einen Wohnsitz in einer Parkzone gebunden sind und keinen Anspruch auf einen freien Stellplatz garantieren.

In Berlin kostet der Bewohnerparkausweis für zwei Jahre 20,40 Euro, berechtigt aber nur zum Parken in der eigenen Zone und garantiert keinen freien Stellplatz. In Hamburg werden pro Jahr 70 Euro bei Online-Beantragung und 90 Euro bei persönlicher Beantragung fällig, auch dort ohne festen Anspruch auf einen Parkplatz. München verlangt je nach Laufzeit 30 Euro für 12 Monate, 60 Euro für 24 Monate und 90 Euro für 36 Monate. Dort gilt zusätzlich: Einen Bewohnerparkausweis bekommt nur, wer keine private Abstellmöglichkeit hat.

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