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„Kostet 13.000 Euro“: Verein in Köln sagt beliebten Karnevalszug aus finanziellen Gründen ab

Дата публикации: 16-10-2026 14:57:00

Steigende Sicherheitskosten und ausbleibende Einnahmen setzen dem Kölner Karneval zu. Noch vor dem 11. November wurde nun der erste Zug abgesagt.

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Steigende Sicherheitskosten und ausbleibende Einnahmen setzen dem Kölner Karneval zu. Noch vor dem 11. November wurde nun der erste Zug abgesagt.

Noch hat der Karneval nicht einmal begonnen und schon gibt es die erste Absage: Der Zollstocker Dienstagszug in Köln, der seit rund 65 Jahren fester Bestandteil des Karnevals im Veedel ist, wird im Jahr 2027 nicht stattfinden.

Als Hauptgrund nennt der Vereinsvorsitzende Michael Siegenbruck die stark gestiegenen Sicherheitskosten und strengeren Auflagen. „Das fängt an mit der Finanzierungskatastrophe durch den hohen Sicherheitsdienst. So ein Zug kostet 13.000 Euro jedes Jahr, und diese Summe müssen wir auch jedes Jahr einnehmen“, so Siegenbruck zum „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Verein sagt beliebten Karnevalszug aus finanziellen Gründen ab: Wichtige Einnahmen und Sponsoren fehlen

Da zwei Schulen und der Verein „Fidele Fortuna“ aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt haben, fehlen wichtige Einnahmen und Sponsoren, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Im Rekordjahr 2024 hatte der Zug noch rund 1500 Teilnehmer.

Auch die Vereinsarbeit der „Freunde des Zollstocker Dienstagszuges e.V.“ leidet unter der mangelnden Unterstützung: Veranstaltungen wie der karnevalistische Frühschoppen liefen schlecht, ein Veedelsfest musste ausfallen und es finden sich immer weniger Helfer. Siegenbruck erwägt deshalb, den Vorsitz abzugeben, hofft aber, dass bis 2028 eine Lösung gefunden wird.

Der Karneval beginnt immer am 11.11. An diesem Tag versammeln sich die Jecken, um den Beginn der „fünften Jahreszeit“ zu feiern. Diese Festzeit ist unter dem Namen Karneval oder Fasching bekannt und sehr alt. Bis zum Rosenmontag im Februar des folgenden Jahres werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten.

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Karneval

Karneval ist besonders für die Menschen im Rheinland eine der schönsten Jahreszeiten (Archivbild) Getty/Teka77
Die 3 wohl berühmtesten Karnevalsumzüge in Deutschland
  • Kölner Rosenmontagszug: Der größte und international bekannteste Karnevalsumzug Deutschlands. Er zieht durch die Kölner Innenstadt und ist für aufwendig gestaltete Mottowagen, Fußgruppen und den Ruf „Alaaf!“ bekannt. In der Karnevalssession 2027 zieht der Kölner Rosenmontagszug am 8. Februar 2027 durch Köln.
  • Mainzer Rosenmontagszug: Einer der traditionsreichsten Umzüge Deutschlands. Politische Satire und kunstvoll gestaltete Motivwagen spielen eine besonders große Rolle; der typische Ruf lautet „Helau!“.
  • Düsseldorfer Rosenmontagszug: Bekannt für pointierte politische Wagen, satirische Darstellungen und eine große Medienpräsenz. In Düsseldorf wird ebenfalls „Helau!“ gerufen.
Schon die Römer und Germanen feierten Karneval

Schon im alten Rom wurde ein Fest gefeiert, das unserem Karneval ähnelte. Zu Ehren des Gottes Saturn wurde das Fest der Saturnalien begangen, bei dem der Alltag ebenfalls in einen Ausnahmezustand versetzt wurde. Mehrere Tage lang standen Essen, Trinken, Musik und Umzüge auf dem Programm. Die Römer wechselten ihre Kleidung und verkleideten sich als Sklaven, Tiere oder Fantasiegestalten. Das Fest fand im Dezember statt.

Die Germanen feierten zum Frühlingsanfang ein heidnisches Fest, das ebenfalls an den heutigen Karneval erinnert. Mit Masken und Verkleidungen wurde der Winter vertrieben und der Frühling begrüßt. Mit lautem Trommeln und Schellen wurden die bösen Geister der dunklen Jahreszeit vertrieben.

Mit der Verbreitung des Christentums wurde der Karneval in das kirchliche Festjahr integriert und die antiken, heidnischen Bräuche umgedeutet. Nicht mehr die bösen Geister, sondern der Teufel sollte nun vertrieben werden. Außerdem wurde ein fester Termin festgelegt, der sich an Ostern orientierte. In den Tagen vor Aschermittwoch und der anschließenden Fastenzeit feierte man ausgiebig Karneval, um sich noch einmal satt zu essen und zu trinken, bevor man sich bis Ostern enthaltsam verhalten musste. Der Begriff „Karneval“ leitet sich davon ab: „carne“ ist lateinisch und bedeutet Fleisch, „vale“ ist ebenfalls lateinisch und bedeutet Lebewohl.

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