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61-Jähriger wird nach 30 Jahren im Unternehmen entlassen und erhält 60.000 Euro Abfindung

Дата публикации: 17-10-2026 16:31:00

Ein gesundheitsbedingter Wechsel in den Innendienst sollte einem alternden Fabrikarbeiter helfen. Doch die neue Büroleitung überforderte ihn völlig, was nun in einer bitteren Kündigung vor Gericht endete.

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Ein gesundheitsbedingter Wechsel in den Innendienst sollte einem alternden Fabrikarbeiter helfen. Doch die neue Büroleitung überforderte ihn völlig, was nun in einer bitteren Kündigung vor Gericht endete.

Der Kantonrechter (ein spezialisierter Richter am niederländischen Gericht „Rechtbank“) am Bezirksgericht Limburg in Roermond, nahe der deutschen Grenze, hat das Arbeitsverhältnis eines 61-jährigen Angestellten in der Papierfabrik Smurfit Westrock aufgelöst. Wie aus dem offiziellen Gerichtsentscheid der Rechtbank Limburg hervorgeht, war der Mann seit 1993 in dem Betrieb beschäftigt. Weil ihm die körperliche Arbeit gesundheitlich zu stark zusetzte, wechselte er im September 2023 auf eigenen Wunsch ins Büro. Doch diese neue administrative Aufgabe erwies sich für ihn als zu anspruchsvoll.

Der Wechsel von der körperlichen Arbeit ins Büro scheiterte trotz Schulungen und Coaching. (Symbolbild)

Der Wechsel von der körperlichen Arbeit ins Büro scheiterte trotz Schulungen und Coaching. (Symbolbild) IMAGO / Björn Trotzki
Papierfabrik Smurfit Westrock scheitert mit Umschulung

Der Arbeitgeber bemühte sich über einen langen Zeitraum intensiv um die Einarbeitung des Mitarbeiters. Gemäß der Gerichtsentscheidung der Rechtbank Limburg organisierte das Unternehmen Schulungen, Coachings und regelmäßige Feedbackgespräche.

Trotz dieser weitreichenden Hilfestellungen gelang es dem Angestellten laut dem Gerichtsentscheid nicht, die neuen Anforderungen zu erfüllen. Da seine alte Stelle bereits besetzt war und keine gesundheitlich geeigneten Alternativen existierten, kam es zur Vertragsauflösung wegen dauerhafter Leistungsdiskrepanz nach einer internen Versetzung

Der Mitarbeiter erhält nach der Trennung eine Übergangsentschädigung von rund 60.000 Euro. (Symbolbild)

Der Mitarbeiter erhält nach der Trennung eine Übergangsentschädigung von rund 60.000 Euro. (Symbolbild) IMAGO / Steinach
Richter in Roermond spricht Übergangsentschädigung zu

Vor Gericht machte der Betroffene geltend, es liege lediglich ein Missverständnis bezüglich der Anforderungen vor. Der Richter folgte dieser Argumentation jedoch nicht und entschied am 25. September 2026, das Arbeitsverhältnis zu diesem zukünftigen Termin am 1. Dezember 2026 aufzulösen.

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In der Urteilsbegründung hieß es: „Beide Parteien haben sich bis zum Äußersten eingesetzt, um das Ganze doch noch gelingen zu lassen. Dass es am Ende nicht geklappt hat, kann keiner der Parteien vorgeworfen werden.“ Dem Mann steht nun eine gesetzliche Übergangsentschädigung von exakt 60.052,45 Euro brutto zu.

Welche Möglichkeiten Beschäftigte bei gesundheitlichen Problemen haben

Auch in Deutschland gibt es Unterstützung, wenn Beschäftigte ihre bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben soll möglichst erreicht werden, dass Betroffene weiter beruflich tätig bleiben können, berichtet die Deutsche Rentenversicherung. Je nach Situation kommen dabei unterschiedliche Maßnahmen infrage:

  • Arbeitsplatz anpassen: Technische Hilfsmittel oder Veränderungen am Arbeitsplatz können die bisherige Tätigkeit weiterhin ermöglichen.
  • Weiterbildung oder Umschulung: Wenn die bisherige Arbeit dauerhaft nicht mehr möglich ist, kann eine Qualifizierung für einen anderen Beruf infrage kommen.
  • Unterstützung bei der Wiedereingliederung: Nach längerer Erkrankung kann eine schrittweise Rückkehr in den Arbeitsalltag helfen.

Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt unter anderem von der gesundheitlichen Situation und den beruflichen Möglichkeiten ab. Zuständig können je nach Fall die Deutsche Rentenversicherung oder die Bundesagentur für Arbeit sein.

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