130 Bürgerinnen und Bürger kommen zu einer Informationsveranstaltung in die Härtsfeldhalle. Der Bürgermeister sieht in einer Gartenschau 2037, 2039 oder 2041 große Chancen für die Stadt.
Stand: 15.10.2026, 18:21 Uhr

130 Bürgerinnen und Bürger kommen zu einer Informationsveranstaltung in die Härtsfeldhalle. Der Bürgermeister sieht in einer Gartenschau 2037, 2039 oder 2041 große Chancen für die Stadt.
Neresheim. Bürgermeister Thomas Häfele ist bereits Feuer und Flamme und auch die Bürgerinnen und Bürger ziehen mit. Diesen Eindruck konnte man bei einem Informationsabend zur geplanten Bewerbung von Neresheim für eine Gartenschau in den Jahren 2037, 2039 oder 2041 gewinnen.
Diese etwas kleinere Schau findet alle zwei Jahre im Wechsel mit einer Landesgartenschau statt. „Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht und wollen die Bürger intensiv an diesem Projekt beteiligen“, sagte Bürgermeister Häfele vor rund 130 Gästen in der Härtsfeldhalle. Er sprach von einer „Jahrzehntchance, wenn nicht von einer Jahrhundertchance für Neresheim“. Die Bewerbung wolle man mit Dynamik und Intensität angehen.
Besucherzahlen und Erwartungen im FokusEr erinnerte an die letzte Gartenschau 2025, die in Baiersbronn veranstaltet wurde. Immerhin 480.000 Gäste habe diese Veranstaltung angelockt. Für eine Schau in Neresheim seien die Erwartungen nicht ganz so hoch, aber mit 300.000 Besucherinnen Besuchern könne man schon rechnen.
Konzeptionell setzt Häfele bei der Gartenschau auf den Stadtgarten, auf die Egau und auf das Kloster. Eine große Rolle in den Vorüberlegungen spielten die Pläne von Anton Hegele aus dem Jahr 1978, den Stadtgarten bis zur Gallusmühle zu erweitern, unterstrich der Bürgermeister. Doch dies sei lediglich eine Diskussionsgrundlage und noch nicht abschließend festgelegt.
Außerdem gebe es die Idee, die Egau zu renaturieren. Im Hinblick auf die Einbeziehung des Klosters müsse man das Ergebnis eines Gesprächs mit der Klosterleitung abwarten, sagte Häfele.
Finanzierung und Zuschüsse im ÜberblickEine große Chance sieht der Bürgermeister durch eine Gartenschau die Innenstadt und die Gastronomie dort zu beleben. Insgesamt gehe es bei einer solchen Schau um Nachhaltigkeit, und um eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität in Neresheim.
Im Hinblick auf die Finanzierung machte Bürgermeister Häfele deutlich, dass man sich von den Kosten nicht abschrecken lassen dürfe. Man könne für eine Gartenschau verschiedene Töpfe des Landes anzapfen und so auf eine Zuschussquote von bis zu 70 bis 75 Prozent kommen. Die Kosten für die Bewerbung für Neresheim bezifferte Häfele auf 80.000 bis 100.000 Euro. Er sieht gute Chancen, dass Neresheim den Zuschlag für eine der Gartenschauen 2037, 2039 oder 2041 erhält „Wenn wir uns schon bewerben, wollen wir auch gewinnen“, beteuerte der Bürgermeister.

Neresheims Stadtbaumeisterin Eva-Maria Ramsperger erläuterte einige Details des Bewerbungsverfahrens. Noch im Herbst und Winter dieses Jahres sollen verschiedene Workshops mit den Bürgern stattfinden. Themen seien dabei Grünanlagen, die Bereiche Jugend, Familien und Senioren, die Inklusion, die Öffentlichkeitsarbeit, die Vereine, das Gewerbe, Verkehrskonzepte und der Bereich Tourismus und Kultur.
Für Januar/ Februar 2027 sei eine Podiumsdiskussion geplant und im Herbst 2027 müsse man die Bewerbung einreichen. Das Auswahlverfahren durch den zuständigen Ministerrat dauere dann rund ein Jahr.

In der sic anschließenden Diskussion äußerte Dr. Holger Fedyna seine Begeisterung für das Projekt. Hubert Rettenmaier sieht in der Gartenschau eine gute Chance für die Vereine, sich einzubringen. Er appellierte, bei einer solchen Schau möglichst viele Veranstaltungen durchzuführen.
Angesprochen wurden zudem noch die Themen Verkehrskonzepte, Parkplätze, Belebung der Innenstadt, Einbeziehung der Teilgemeinden, Gastronomie und Nachhaltigkeit. „Ich gehe davon, dass wir nach einer solchen Gartenschau so gut wie nichts zurückbauen“, sagte Bürgermeister Häfele.
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