Der Sommer 2026 ist vorbei. Doch ist nach Hitze-Rekorden und Dürre die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe wieder erlaubt?
Stand: 03.10.2026, 12:37 Uhr
Der Sommer 2026 ist vorbei. Doch ist nach Hitze-Rekorden und Dürre die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe wieder erlaubt?
Der Rekord-Sommer 2026 mit tausenden Hitzetoten ist Geschichte. Mensch, Tier und Natur können nach teils wochenlangen Temperaturen von bis zu 40 Grad wieder durchatmen. Doch ist in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe nach dem Ende von Dauer-Sonnenschein, Hitze und anhaltender Trockenheit die Wasserentnahme wieder erlaubt?

Fakt ist: Die öffentliche Wasserentnahme ist seit dem 19. August verboten, wie echo24 berichtete. Seit Herbstbeginn regnet es immer wieder mal – doch bei weitem nicht ausreichend genug, um Entspannung angesichts der Tiefststände in Flüssen wie Rhein und Neckar zu bekommen.
Die aktuellen Niederschlagsmengen hätten nicht gereicht, um die Wasser- und Grundwasserstände zu verbessern. „Eine nachhaltige Entspannung der Situation ist derzeit nicht absehbar“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Heilbronn.
Darum haben die beiden zuständigen Landratsämter Heilbronn und Hohenlohekreis die Wasserentnahme weiterhin eingeschränkt. Heißt: Die verhängte Allgemeinverfügung gilt bis zum 31. Oktober 2026.
Darum wird das Wasserentnahmeverbot verlängertDie Entscheidung für eine Allgemeinverfügung bis Ende Oktober hat das Landratsamt Heilbronn aufgrund der hydrologischen Entwicklung im Landkreis beschlossen.
Eingeschränkt bleibt somit die Entnahme aus oberirdischen Gewässern wie Bächen, Flüssen und Seen. Die Entnahme ist demnach zum Bewässern und Beregnen verboten. Lediglich das Schöpfen mit Handgefäßen bleibe laut Pressestelle des Hohenlohekreises erlaubt.
Diese Strafe droht bei Verstoß gegen WasserentnahmeverbotBei Verstößen gegen ein Wasserentnahmeverbot in Baden-Württemberg drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Derlei Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit. Die Spanne dafür reicht von geringen Verwarngeldern bis hin zu einer Höchststrafe von 100.000 Euro in besonders schweren Fällen. (Quelle: Landtag Baden-Württemberg)
Während es derlei Einschränkungen im Oktober in Hohenlohe noch nie gegeben hat, ist dies im Kreis in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen. Ob das Verbot der Wasserentnahme im November endet oder womöglich sogar noch einmal verlängert wird und wovon das abhängt, weiß die Heilbronner Stimme.
Sonderregelung für LandwirteLandwirte und gewerbliche Gartenbauer dürfen mit einer wasserrechtlichen Erlaubnis des Landratsamts zur Produktion von zum Verzehr bestimmten Lebensmitteln Wasser entnehmen. Gleichzeitig müssen sie jedoch ihre tägliche Entnahmemenge halbieren.
Jedoch laut Verfügung nur, bis die in den wasserrechtlichen Erlaubnissen aufgeführten Pegelstände wieder erreicht sind.
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