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Wirtschaftspolitik: Kanzler, sechs Minister, Chefs von Nvidia und Goldman Sachs: Wie der erste Investitionsgipfel ablaufen wird

Дата публикации: 19-10-2026 02:04:19

Für Montag und Dienstag hat die Bundesregierung nach Berlin eingeladen, um internationale Investoren zu werben. Das Handelsblatt kennt die Teilnehmer und den Ablauf.

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Wirtschaftspolitik: Wie der erste deutsche Investitionsgipfel ablaufen wird Für Montag und Dienstag hat die Bundesregierung nach Berlin eingeladen, um internationale Investoren zu werben. Das Handelsblatt kennt die Teilnehmer und den Ablauf.

Kanzler Merz (M.), Finanzminister Klingbeil, Wirtschaftsministerin Reiche: Buhlen um Investoren. Foto: dpa, Imago, Gene Glover (M)

  • Rund 500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt treffen sich im ehemaligen Heizkraftwerk Berlin-Mitte zum ersten Investitionsgipfel Deutschlands.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt mit Nvidia-Chef Jensen Huang eine Kooperation im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz an, fünf Unternehmen präsentieren am Dienstag ihre Investitionsprojekte in Deutschland.
  • Die Veranstaltung umfasst direkte Gespräche zwischen Regierung und Investoren, unter anderem nehmen Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teil, ebenso mehrere Ministerpräsidenten und prominente Wirtschaftsführer.
  • Die Einladung von Managern aus China hat Kritik ausgelöst, Regierungskreise betonen die Notwendigkeit, offen für Investitionen zu bleiben.
Die Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

Berlin. Kein Schloss, aber bodenständig deutsch. Rund 500 Personen werden am Montagabend im ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte zusammenkommen, Politiker, Unternehmerinnen und vor allem Investoren. Es wird der Auftakt zum ersten Investitionsgipfel in Deutschland sein, zu dem die Bundesregierung einlädt.

Sie folgt damit dem französischen Vorbild von „Choose France“, dem Investorengipfel, den Präsident Emmanuel Macron regelmäßig im Schloss Versailles abhält. Für die erste deutsche Ausgabe war ursprünglich auch einmal das Schloss Neuschwanstein im Gespräch, letztlich wurde es aus praktischen Gründen aber Berlin.

Die Aufregung in der Hauptstadt jedenfalls ist groß, angesichts der illustren Gästeliste und des für den angeschlagenen Standort wichtigen Vorhabens, mehr Investitionen ins Land zu holen. „Wir betreten ein Stückchen Neuland“, heißt es in Regierungskreisen. Es sollten möglichst viele konkrete Investitionsmöglichkeiten erschlossen und den Investoren Optionen aufgezeigt werden.

Entscheidend für Deutschland sei, dass deutlich mehr privates Kapital mobilisiert werde. Die Chancen seien groß, ausländische Investoren blickten deutlich positiver auf Deutschland, als es im Inland der Fall sei.

Fünf Unternehmen mit Investitionsankündigungen

Die eigentliche Konferenz findet am Dienstag statt. Nach Handelsblatt-Informationen veranstalten schon vor dem offiziellen Start am frühen Morgen Kanzler Merz, Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) jeweils kleine Frühstücksrunden mit ausgewählten Investoren und Unternehmern, in Räumlichkeiten nahe des Brandenburger Tors.

René Obermann „Politische Stabilität ist ein Standortfaktor – und Deutschland lebt von der Substanz“

Danach geht es in die European School of Management and Technology (ESMT) auf der Museumsinsel zur Konferenz, an der 200 internationale und deutsche CEOs teilnehmen werden. Im Bundeshaushalt sind für die Konferenz und den Aufbau eines neuen Standortmarketings fünf Millionen Euro vorgesehen, das hatte eine Anfrage der Linken ergeben.

Sanofi-CEO Belén Garijo: Mehrere Pharma-Manager hatten abgesagt, sie kommt. Foto: picture alliance / SZ Photo

Nach der offiziellen Eröffnung wird Merz Insidern zufolge auf der Bühne mit

  • Siemens-CEO Roland Busch
  • Gundbert Scherf vom Drohnenbauer Helsing
  • Sanofi-Chefin Belén Garijo
  • Will Marshall vom Satelliten-Fertiger Planet Labs
  • und einem Vertreter des französischen Energieunternehmens Engie sprechen.

Die fünf Unternehmen sollen in diesem Rahmen von ihren jüngst in Deutschland angekündigten Projekten berichten und werden teilweise auch neue Investitionen verkünden.

Das Bühnenprogramm soll eher die Begleitung sein. Im Zentrum stehen vielmehr, ganz nach französischem Vorbild, die direkten Gespräche zwischen Regierung, Investoren und Unternehmern, die in der Regel je 15 Minuten dauern sollen.

Die Teilnehmer: Politik, Investoren, Unternehmen

Für die Bundesregierung werden neben Merz, Klingbeil und Reiche Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) teilnehmen. Eine wichtige Rolle übernimmt zudem der persönliche Investitionsbeauftragte des Kanzlers, Ex-Commerzbank-Chef Martin Blessing.

Dabei sind auch die Ministerpräsidenten Boris Rhein (CDU) aus Hessen, Peter Tschentscher (SPD) aus Hamburg, Andreas Bovenschulte (SPD) aus Bremen, Olaf Lies (SPD) aus Niedersachsen, Kai Wegner (CDU) aus Berlin und Hendrik Wüst (CDU) aus Nordrhein-Westfalen sowie mehrere Landesminister.

Die Teilnehmerliste ist nach Handelsblatt-Informationen mit prominenten Namen aus der Wirtschaft gespickt.

Internationale Investoren: Neben dem bereits angekündigten Larry Fink von Blackrock werden unter anderem David Solomon, CEO von Goldman Sachs, Valérie Baudson, Chefin von Amundi, Jim Zelter von Apollo Global Management, Marcus Schenck, Geschäftsführer bei Lazard, und Ranjan Sen von Advent dabei sein.

Goldman-Sachs-Chef David Solomon: Einer der Stargäste auf der Investorenkonferenz. Foto: Bloomberg

Mit Dilhan Pillay Sandrasegara für Temasek Holdings aus Singapur und Shaikh Saoud Al-Sabah, Geschäftsführer der Kuwait Investment Authority, haben sich auch Chefs großer Staatsfonds angekündigt. Sie werden ergänzt um die Leiter des internationalen Geschäfts zweier Großbanken: Bernard Mensah von der Bank of America und Ernesto Torres Cantu von Citi.

Internationale Unternehmen: Die prominentesten internationalen Firmen, die dabei sein werden, sind das KI-Unternehmen Anthropic mit seinem International-Chef Matt Clifford, der taiwanische Elektrohersteller Foxconn mit KI-Leiter Jesse Chao, US-Flugzeugbauer Boeing mit Spartenchef Brendan Nelson und Tim Breen, dem CEO von Chiphersteller Globalfoundries.

Christian Sewing (oben l.), Roland Busch (oben r.), Bettina Orlopp (unten l.) und Ola Källenius (unten r.): Deutsche CEOs beim Investorenevent. Foto: Bloomberg, dpa (3)

Nationale Unternehmen: Neben der Bundesregierung haben sich zahlreiche CEOs aus der deutschen Wirtschaft angekündigt, die um Investitionen am Standort werben werden. Eine Auswahl: Bettina Orlopp (Commerzbank), Christian Sewing (Deutsche Bank), Timotheus Höttges (Deutsche Telekom), Markus Krebber (RWE), Jochen Hanebeck (Infineon), Carsten Knobel (Henkel), Michael Sen (Fresenius), Miguel Lopez (Thyssenkrupp), Tim Meyerjürgens (Tennet), Ilhan Scheer (Aleph Alpha), Carsten Spohr (Lufthansa), Markus Steilemann (Covestro), Ola Källenius (Mercedes), Bill Anderson (Bayer) und Bastian Nominacher (Celonis).

Einladungen an chinesische Manager sorgen für Kritik

Auf der Gästeliste stehen zudem mindestens zwei Unternehmensvertreter aus China. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Bei den Personen dürfte es sich um Alain Laim, Finanzchef des Elektronikproduzenten Xiaomi, und Jack Shuai Li, den Leiter des globalen Geschäfts der Internethändlers JD, handeln.

Neun Personen aus der Volksrepublik waren eingeladen worden. „Die Einladungsliste aus dem Wirtschaftsministerium zeigt: Wirtschaftssicherheit ist bei Ministerin Reiche nicht in guten Händen“, kritisiert Grünen-Wirtschaftspolitikerin Sandra Detzer. „Das ist keine Strategie, das ist Orientierungslosigkeit.“

Exklusiv Reiche legt neues Gesetz gegen Investoren aus China vor

Eine Regierungsinsiderin hält dem entgegen, dass Deutschland sich nicht abschotten dürfe, sondern offen für Investitionen sein müsse, auch aus China. Gleichzeitig ziehe man bei Sicherheitsbedenken klare Grenzen.

Verwandte Themen CDUDeutschlandFriedrich MerzSPDChinaLars Klingbeil

Startpunkt einer neuen Initiative

Nach dem Investitionsgipfel will Berlin weitermachen. Das Event sei der Startpunkt einer breiteren „Invest in Germany“-Initiative, heißt es in Regierungskreisen. Man wolle aufgreifen und umsetzen, was man gelernt habe. Beim Weltwirtschaftsforum im Januar in Davos werde daran angeknüpft.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 8.52. Источник: www.handelsblatt.com.