Noch vor dem morgen Verkaufsstart sind heute die Launchreviews zu nVidias RTX Spark erschienen – wenngleich in bescheidener Anzahl und oftmals auch nicht mit all zu vielen breit vergleichenden Benchmarks. Andererseits ist dies für das Mobile-Segment vergleichsweise normal, da sind eine hohe Anzahl an Launchreviews mit großen Benchmark-Festen (bislang) noch nicht bekannt. Insofern lebt man mit dem, was vorhanden ist, für eine regelrechte Launch-Analyse reicht es natürlich (bei weitem) nicht. Aber dennoch läßt sich die grundsätzliche Performancerichtung von RTX Spark mit den vorliegenden Benchmarks (üblicherweise das Spitzenmodell mit 20 CPU-Kernen samt 48 Shader-Clustern) gut erkennen bzw. liegt auf diesem Niveau, wie man es sich schon vorab zusammengereimt hat: Bei der CPU grob im oberen Mittelmaß, meistens nicht in der Spitzenklasse, aber auch nicht unterhalb derzeit üblicher Werte. Die Grafiklösung kommt bestenfalls ähnlich wie eine GeForce RTX 4070 Laptop heraus, welche zwar mit 36 Shader-Clustern viel weniger Hardware besitzt, aber mittels 115 Watt TGP auf klar bessere Taktraten kommen dürfte als RTX Spark.
RTX Spark
CPU-Performance
GPU-Performance
KI-Performance
ComputerBase
ähnlich Apple M6 und Qualcomm X2E-88
ähnlich GeForce RTX 4070 Laptop
ähnlich GeForce RTX 4070 Laptop
Hardwareluxx
?
ein gutes Stück besser als Ryzen AI Max+ 395
drastisch (4-7x) schneller als Ryzen AI Max+ 395
Hot Hardware
uneinheitlich von Durchschnitt bis nahe Spitze
ähnlich Ryzen AI Max+ 395
?
Quasarzone
vernünftige Mittelklasse
ähnlich GeForce RTX 3060 12GB (Desktop)
?
Hinweise: Performance-Ergebnisse üblicherweise erstellt mit der 20C/48SM-Ausführung
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Noch vor dem morgen Verkaufsstart sind heute die Launchreviews zu nVidias RTX Spark erschienen – wenngleich in bescheidener Anzahl und oftmals auch nicht mit all zu vielen breit vergleichenden Benchmarks. Andererseits ist dies für das Mobile-Segment vergleichsweise normal, da sind eine hohe Anzahl an Launchreviews mit großen Benchmark-Festen (bislang) noch nicht bekannt. Insofern lebt man mit dem, was vorhanden ist, für eine regelrechte Launch-Analyse reicht es natürlich (bei weitem) nicht. Aber dennoch läßt sich die grundsätzliche Performancerichtung von RTX Spark mit den vorliegenden Benchmarks (üblicherweise das Spitzenmodell mit 20 CPU-Kernen samt 48 Shader-Clustern) gut erkennen bzw. liegt auf diesem Niveau, wie man es sich schon vorab zusammengereimt hat: Bei der CPU grob im oberen Mittelmaß, meistens nicht in der Spitzenklasse, aber auch nicht unterhalb derzeit üblicher Werte. Die Grafiklösung kommt bestenfalls ähnlich wie eine GeForce RTX 4070 Laptop heraus, welche zwar mit 36 Shader-Clustern viel weniger Hardware besitzt, aber mittels 115 Watt TGP auf klar bessere Taktraten kommen dürfte als RTX Spark.
| RTX Spark | CPU-Performance | GPU-Performance | KI-Performance |
|---|---|---|---|
| ComputerBase | ähnlich Apple M6 und Qualcomm X2E-88 | ähnlich GeForce RTX 4070 Laptop | ähnlich GeForce RTX 4070 Laptop |
| Hardwareluxx | ? | ein gutes Stück besser als Ryzen AI Max+ 395 | drastisch (4-7x) schneller als Ryzen AI Max+ 395 |
| Hot Hardware | uneinheitlich von Durchschnitt bis nahe Spitze | ähnlich Ryzen AI Max+ 395 | ? |
| Quasarzone | vernünftige Mittelklasse | ähnlich GeForce RTX 3060 12GB (Desktop) | ? |
| Hinweise: Performance-Ergebnisse üblicherweise erstellt mit der 20C/48SM-Ausführung | |||
Selbige wird mit TDP-Werten von 45-80 Watt angegeben, was aber für den kompletten SoC mit CPU samt GPU gilt. Unter grafiklastigen Benchmarks dürften der GPU hiervon bestenfalls 60-65 Watt zustehen, was somit ein etwas unfairer Vergleich gegenüber ausgewachsenen Mobile-Grafiklösungen mit TGPs im schon dreistelligen Wattbereich ergibt. Im Desktop-Einsatz bei Mini-PCs darf RTX Spark im übrigen bis 140 Watt für CPU+GPU verbrauchen, dies sollte dann normalerweise beachtbar bessere Performance-Werte ergeben, insbesondere im GPU-Bereich. Zugleich wäre zu erwähnen, dass die heutigen Grafik-Benchmarks keine wirklich einheitlichen Ergebnisse hervorgebracht haben: Der Performance-Gleichstand zur GeForce RTX 4070 Laptop ist nur der Bestcase, manchmal reicht es auch nur für einen Gleichstand mit Ryzen AI Max+ 395 oder GeForce RTX 3060 12GB (Desktop). Hier kann natürlich immer auch die nicht 100%ige Software-Kompatibilität von Windows on ARM hineinspielen, welche durch die vorherigen Bemühungen Qualcomms gut gewachsen, aber eben noch nicht perfekt ist.
Die besten Ergebnisse erreicht RTX Spark unter KI-Benchmarks, dort wird zumindest die APU-Konkurrenz von AMD regelrecht drastisch geschlagen, gegenüber echten Mobile-Grafiklösungen gibt es wieder einen groben Gleichstand zur GeForce RTX 4070 Laptop. Bei letzteren Vergleichen musste dabei immer aufgepasst werden, dass die KI-Benchmarks bei einem VRAM-Bedarf blieben, wo die Mobile-Grafiklösungen noch mitkommen konnten. An dieser Stelle liegt dann wohl der wirkliche Anwendungsfall für RTX Spark – bei der Beschleunigung großer KI-Modelle, die viel Speicher brauchen und daher nicht mehr in den VRAM üblicher Mobile-Grafikkarten passen. Allerdings hat auch RTX Spark diesbezüglich einen Pferdefuß, denn es läßt sich nicht beliebig viel des "unified RAM" als VRAM verwenden: Für das Betriebsystem und Anwendungen sind mindestens 16 GB reserviert, bei der 128-GB-Ausführung sogar 32 GB. Dies führt dann zur Situation, dass RTX Spark aus Sicht der Beschleunigung lokaler KIs erst ab der 64-GB-Version interessant wird, darunter gibt es nur 16 GB verfügbaren VRAM – und damit nicht mehr, als bereits eine (leistungsstärkere) GeForce RTX 5080 Laptop bietet.
Dummerweise bedeutet dieser "Verzicht" auf die RTX Spark Modelle unterhalb 64 GB Speicher auch, dass es nicht vor 4300 Euro losgeht, damit es sinnvollerweise eine höhere VRAM-Größe ist, als mittels der RTX50 Mobile-Grafiklösungen zu erreichen ist. Die kleineren 24/32-GB-Modelle von RTX Spark sind in dieser Disziplin, wo RTX Spark wirklich gut ist, somit eher denn nutzlos – was auch den ganzen preislichen Ansatz des Hardware-Projekts nach oben zieht. Sicherlich kosten Apple-Gerätschaften letztlich in ähnlichem Rahmen, aber ganz prinzipiell sind Notebooks über 4000 Euro nun einmal kein Massenprodukt, sondern ziemliche Nische. Von der These, mittels der Kooperation von MediaTek/ARM und nVidia einen neuen Prozessoren-Anbieter für den gesamten PC-Markt zu gewinnen, ist RTX Spark somit ziemlich weit entfernt – weiter entfernt als seinerzeit Qualcomm mit seinen ersten Snapdragon-Prozessoren.
| RAM | VRAM | Herstellermodelle | Preislagen | |
|---|---|---|---|---|
| RTX Spark mit 18C + 40 SM | 24 GB | ≤8 GB | Asus ProArt, Microsoft Surface | 2900-3400€ |
| RTX Spark mit 18C + 40 SM | 32 GB | ≤16 GB | Asus ProArt, Microsoft Surface | 3300-4300€ |
| RTX Spark mit 20C + 48 SM | 32 GB | ≤16 GB | HP OmniBook, Leonovo Yoga, MSI Prestige | 3300-4300€ |
| RTX Spark mit 20C + 48 SM | 64 GB | ≤48 GB | Asus ProArt, HP OmniBook, Leonovo Yoga, Microsoft Surface, MSI Prestige | 4300-5500€ |
| RTX Spark mit 20C + 48 SM | 128 GB | ≤96 GB | Asus ProArt, HP OmniBook, Microsoft Surface, MSI Prestige | 5800-8000€ |
Im genauen muß man sogar sagen, dass dieses Projekt vielleicht komplett am Markt vorbeigegangen wäre ohne den aktuellen KI-Boom des Jahres 2026, welcher aber zu Zeiten der Produktplanung noch nicht derart abzusehen war. Ironischerweise gilt dies genauso für AMDs Big-APUs auf Basis "Strix/Gorgon Halo", welche als Spiele-Beschleuniger bislang ein sehr nischiges Dasein führten und nun erst jetzt wiederentdeckt werden, wo lokale KI mit großen VRAM-Mengen an Relevanz gewinnt. Damit läßt sich im Hochpreis-Bereich für AMD und nVidia sicherlich etwas (auf kleiner Flamme) verdienen, aber der Massenmarkt und damit die echte Marktbedeutung schlummert natürlich wo anders. Hierzu bleibt abzuwarten, ob nVidia eines Tages noch die einstmals von der Gerüchteküche genannte kleinere N1-Version liefert oder aber mit der nächsten Generation dieser Windows-on-ARM-SoCs ein insgesamt breiteres Produktportfolio aufstellt. Die bisherige Produktauswahl ergibt in jedem Fall einen schweren Anfang für nVidia im Geschäft mit PC-Prozessoren – wenngleich immer gilt, das Erstlingswerke selten perfekt sind und in aller Regel keine Aussage über den weiteren Verlauf abgeben können.
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