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Traditionspflege in Wadrilltal: Was die Besucher beim Rommelboozenfescht erwartet

Дата публикации: 14-10-2026 08:26:00




Im Dorfgarten des Obst- und Gartenbauvereins in Wadrilltal werden am kommenden Samstag aus Rüben gruselige Gestalten. Die Traditionspflege ist nicht der einzige Programmpunkt beim Rommelboozenfescht.



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Traditionspflege in Wadrilltal Was die Besucher beim Rommelboozenfescht erwartet

Wadrilltal · Im Dorfgarten des Obst- und Gartenbauvereins in Wadrilltal werden am kommenden Samstag aus Rüben gruselige Gestalten. Die Traditionspflege ist nicht der einzige Programmpunkt beim Rommelboozenfescht.

14.10.2026 , 10:26 Uhr

Gruselige Gestalten werden auf dem Rommelboozenfescht geschnitzt.

Gruselige Gestalten werden auf dem Rommelboozenfescht geschnitzt.

Foto: Erich Brücker

Einen Drachen steigen lassen, Kastanien und Eicheln sammeln und damit basteln, Kartoffeln am offenen Feuer zubereiten oder Rommelboozen schnitzen: Die Herbstferien bieten wunderbare Gelegenheiten, neben Erlebnissen in und mit der Natur auch alte Bräuche in dieser bunten Jahreszeit aufleben zu lassen. Die Bewahrung dieser Traditionen liegt insbesondere in Wadrilltal dem Kultur-Klub „De Schnessschwoarter“ am Herzen. Zum siebten Mal lädt er für Samstag, 17. Oktober, die Bevölkerung in den Dorfgarten des Obst- und Gartenbauvereins zum Rommelboozenfescht ein.

„Es ist die Aufgabe der Älteren, die alten Bräuche und Gepflogenheiten vor dem Vergessen zu bewahren“, sagt der Vereinsvorsitzende Patric Neumeyer. „Sprich, wir müssen es einfach nur an unsere Kinder weitergeben, dann gehen diese kulturellen Traditionen auch nicht verloren“, unterstreicht er die Ansprüche seines Vereins, der bisher neben dem Schnitzen der Rommeln noch mit einigen Mundart-Dinnern zum Gemeinwohl und zur Unterhaltung der Bürger im Ort beigetragen hat.

Rommelboozen haben eine lange Tradition

Das Schnitzen der urigen Figuren aus Runkel-, Futter- oder Zuckerrüben steht auch für die Erntedank-Tradition und hatte in der Nachkriegszeit eine Blütezeit, nicht zuletzt aufgrund der heimatlich vielfach ausgeübten Landwirtschaft bei kleinen wie großen Kindern. In diesen Rüben wurde dann ein düsteres Gesicht, eine böse oder lustige Fratze geschnitzt. Mit einer Kerze oder Teelicht darin entstehen dann Rübengeister, Rommelboozen eben. Gut sichtbar auf einer Fensterbank oder im Haustürrahmen aufgestellt, sollten mit den gruseligen Gestalten die Nachbarn oder andere Mitbürger erschreckt werden.

Die Ursprünge des herbstlichen Brauches sind nicht eindeutig geklärt. Allerdings ähnelt das Rübengeistern in seiner heutigen Form stark dem irisch-amerikanischen Halloween, das in den 1990er Jahren bei uns eingeführt wurde. Allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass keine Verkleidungen zum Einsatz kommen. Eine Abgrenzung beider Bräuche ist trotz vielfacher Behauptungen, dass das Rübengeist-Schnitzen mit Halloween und Kürbissen wenig zu tun habe, kaum noch möglich.

Das erwartet Gäste beim Rommelboozenfescht in Wadrilltal

Die Veranstaltung im Wadrilltal beginnt um 14 Uhr. Rommeln, Messer und Löffel zum Aushöhlen und Schnitzen werden gestellt. Für die Besucher stehen Kaffee und Kuchen vom Förderverein Kita Wadrill bereit. An weitere Getränke ist auch gedacht, zudem werden auf dem „Roscht vom Joscht“, der den Dorfgarten seit seiner Einweihung vor fünf Jahren schmückt, Schwenker und Würstchen gegrillt. Daneben gibt es für die Kleinsten noch Ponyreiten, wobei eigene Helme mitgebracht werden müssen. (bsch/nlk)

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