Eine große Sport-Kette hat Details zu ihrer neuen Strategie verkündet. Dazu zählen allerdings auch weitere Filial-Schließungen.
Stand: 15.10.2026, 14:36 Uhr

Eine große Sport-Kette hat Details zu ihrer neuen Strategie verkündet. Dazu zählen allerdings auch weitere Filial-Schließungen.
Salzburg – Aus Deutschland ist die Sport-Kette Hervis seit einigen Monaten komplett verschwunden: Die Filialen in Garmisch-Partenkirchen, Amberg, Neumarkt und Donauwörth schlossen im Juni beziehungsweise Juli 2026. Der neue Investor, der die österreichische Kette Anfang 2026 vom Handelskonzern Spar gekauft hatte, hat das Auslandsgeschäft prompt weiterveräußert – mit der späteren Folge, dass es in Deutschland inzwischen keine Hervis-Standorte mehr gibt.
Hervis plant weitere Filialschließungen in ÖsterreichIn Österreich ist das anders – dort betreibt Hervis nach wie vor zig Filialen. Und bietet nicht nur für viele Österreicher, sondern auch für Touristen eine wichtige Einkaufsmöglichkeit. Im Juni wurde bereits bekannt, dass 17 von 93 Standorten bis zum Jahresende 2026 schließen. Doch der Schrumpfkurs wird noch drastischer sein: Die Zahl der Hervis-Filialen in Österreich soll bis Ende 2027 auf 50 bis 55 sinken. Das sagte Firmenchef Markus Hupach jetzt bei der Präsentation der neuen Firmenstrategie. Unter anderem der ORF und vol.at berichten.

Die Marke soll umgebaut werden, mit einem neuen Logo und einer neuen Strategie. Per App und Webshop will Hervis näher an den Kunden sein. „Die Zukunft des Sporthandels entscheidet sich nicht im Regal, sondern in der Community“, so Chef Hupach. Außerdem soll 2027 im Europark in Salzburg ein neuer Flagship-Store entstehen.
Welche Filialen von den nun zusätzlich geplanten Schließungen bis 2027 betroffen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Zu den Standorten, von denen sich Hervis im Jahr 2026 trennt, zählen der Store im Forum am Salzburger Hauptbahnhof sowie die Filialen in Hallein und Bischofshofen (Pongau).
Hervis gehörte 50 Jahre lang zum Spar-Konzern, schrieb aber seit Jahren tiefrote Zahlen. Die Quantum Investment Holding GmbH kaufte die Sport-Kette. Wie der ORF unter Berufung auf das Firmenbuch schreibt, stehen dahinter die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer. Voth hatte einst die Sneaker-Kette Snipes gegründet. Eine Wäsche-Kette trennt sich derweil auch von vielen Filialen. (Quellen: orf.at, vol.at, weekend.at, news.at, hervis.de, Archiv) (lin)
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