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Schon das fünfte Ministerium: Nächstes Saar-Ministerium muss wegen Sanierungsstau ausziehen

Дата публикации: 12-10-2026 05:00:00




Vier saarländische Ministerien sind bereits wegen des hohen Sanierungsstaus in Ausweichquartieren untergebracht. Kommendes Jahr folgt das nächste. Nun steht auch fest, wohin es umzieht.



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Schon das fünfte Ministerium Nächstes Saar-Ministerium muss wegen Sanierungsstau ausziehen

Saarbrücken · Vier saarländische Ministerien sind bereits wegen des hohen Sanierungsstaus in Ausweichquartieren untergebracht. Kommendes Jahr folgt das nächste. Nun steht auch fest, wohin es umzieht.

12.10.2026 , 07:00 Uhr

Das nächste Ministerium ist sanierungsbedürftig. Kommendes Jahr müssen die Mitarbeiter deshalb umziehen.

Das nächste Ministerium ist sanierungsbedürftig. Kommendes Jahr müssen die Mitarbeiter deshalb umziehen.

Foto: SZ/Janek Böffel

Da waren’s nur noch zwei. Kommendes Jahr soll das nächste saarländische Ministerium in ein Ausweichquartier ziehen, womit nur noch zwei Ministerien in ihren eigentlichen Häusern untergebracht sind.

Umweltministerium im Saarland soll im zweiten Halbjahr 2027 ausziehen

Nach dem Bildungsministerium, dem Finanzministerium, dem Ministerium für Inneres, Bauen und Sport und dem Gesundheitsministerium muss nun nämlich auch das Umwelt- und Verkehrsministerium sein Stammhaus verlassen und auf unbestimmte Zeit in ein Ausweichquartier umziehen. Entsprechende Informationen der Saarbrücker Zeitung hat das Innenministerium bestätigt.

Demnach soll das Umweltministerium „voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2027“ ausziehen. Damit wären nur noch das Wirtschaftsministerium und das deutlich kleinere Justizministerium, die im ebenfalls angemieteten Haus der Wirtschaft untergebracht sind, in ihrem Stammhaus. Alle anderen Häuser sind so sanierungsbedürftig, dass sie für die Zeit der Sanierung nicht mehr genutzt werden können. Und auch die Staatskanzlei am Ludwigsplatz muss in den kommenden Jahren renoviert werden. Hier sollen jeweils einzelne Bereiche in Ausweichquartieren untergebracht werden.

Ausweichquartier steht schon fest

Für das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz steht bereits fest, wohin es geht. Die gut 260 Mitarbeiter ziehen nur ein paar Hundert Meter weiter in die Stengelstraße gegenüber der Staatskanzlei. Das Gebäude, in dem zuletzt das Gesundheitsamt untergebracht war, gehört der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU). Sie hatte das Gebäude gekauft und in den vergangenen Monaten umfangreich saniert, mit dem Ziel, die Räume zu vermieten. Schon vergangenes Jahr hatte die GIU in der Saarbrücker Zeitung von fortgeschrittenen Gesprächen mit einem „Ankermieter“ gesprochen.

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Foto: Harald Tittel/dpa/Harald Tittel

Nun wird das Land dieser „Ankermieter“. Laut Innenministerium für eine jährliche Summe „inklusive der nach der Stellplatzverordnung der Landeshauptstadt vorgesehenen Stellplätze“ von 1,15 Millionen Euro. Wie lange das Umweltministerium dort unterkommen wird, ist noch offen. Auch weil der gesamte Umfang der Arbeiten noch nicht feststeht. Klar sei allerdings: „Aufgrund des Alters des Bestandsgebäudes Keplerstraße steht dort eine umfassende Generalsanierung auf neuesten technischen Stand inkl. energetischer Ertüchtigung an.“

Sanierungskosten und -dauer stehen noch nicht fest

Die Sanierungsplanung sei zwar bereits angelaufen. Aufgrund des Umfangs der sogenannten „großen Baumaßnahme“ könne „zu Kosten und Zeitplanungen zum aktuellen Zeitpunkt keine Aussagen getroffen werden“. Und damit auch nicht dazu, wie lange das Land Miete zahlen muss.

Insgesamt wird für die Ausweichquartiere jedes Jahr eine immer größere Summe fällig. Für das angemietete Gebäude, in dem das Innen- und das Gesundheitsministerin untergebracht sind, fallen jedes Jahr 1,6 Millionen Euro an. Für das Bildungsministerium, das seit über zehn Jahren nicht mehr im Pingusson-Bau residiert, fällt eine ähnliche Summe an. Das Finanzministerium, das auf den Eschberg ausgewichen wird, kommt da vergleichsweise günstig. Hier kostet die jährliche Miete rund 480.000 Euro. Insgesamt macht das also jährliche Mietkosten von 4,8 Millionen Euro.

Finanzministerium wird künftig Mieter im eigenen Haus

Günstiger wird es übrigens auch dann nicht, wenn das Finanzministerium zurück in sein Stammhaus an der alten Brücke zieht. Das Gebäude wurde nämlich an die landeseigene Strukturholding Saar übertragen, das Finanzministerium wird, wenn die Sanierung abgeschlossen ist, Mieter – für bis zu zwei Millionen Euro jährlich.

Dazu kommen 2,5 Millionen Euro dauerhafte Miete für das Haus der Wirtschaft. Hier sind allerdings neben dem Wirtschafts- und dem Justizministerium auch die Saarländische Investitionskreditbank, die Saarländische Wasserstoffagentur und ProTandem untergebracht.

Ungeklärt bleibt derweil noch die Frage, wie es mit dem Gesundheitsministerium weiter geht. Das hatte Bedarf angemeldet, in das alte Gebäude im Regierungsviertel zurückzuziehen, wenn es saniert ist. Eine Entscheidung ist dabei noch nicht gefallen. Laut Innenministerium läuft derzeit die Grundlagenermittlung, die „Bedarfsplanung ist erstellt und steht kurz vor der Freigabe“. In einem nächsten Schritt folgt dann die Wirtschaftlichkeitsprüfung – also ob sich die Sanierung lohnt. Auch hier sei es noch „nicht möglich, Angaben zu Zeiten oder Kosten zu machen“.

Die Sanierungskosten für alle Gebäude dürften weit über 100 Millionen Euro liegen. Alleine die Schätzungen und Pläne für den Pingusson-Bau und das Finanzministerium liegen bei rund 130 Millionen Euro – Gesundheitsministerium und Umweltministerium nicht eingerechnet. (jos)

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