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Autobauer: Audi will mit Betriebsrat über weitere Einsparungen verhandeln

Дата публикации: 08-10-2026 17:01:47

Die Betriebsversammlung in Neckarsulm wird von Zukunftsängsten begleitet. Das Management gibt dem Standort noch ein Jahr Zeit – und will Verhandlungen über Jobabbau und Arbeitsbedingungen.

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Autobauer: Audi will mit Betriebsrat über weitere Einsparungen verhandeln Die Betriebsversammlung in Neckarsulm wird von Zukunftsängsten begleitet. Das Management gibt dem Standort noch ein Jahr Zeit – und will Verhandlungen über Jobabbau und Arbeitsbedingungen.

Mitarbeiter im Audi-Werk Neckarsulm: Weitere Stellenstreichungen drohen. Foto: Ronald Wittek/dpa

Berlin, Stuttgart. Die Volkswagen-Tochter Audi zieht die sogenannte Schlechtwetterklausel aus ihrem jüngsten Sparprogramm und will nun mit dem Betriebsrat über weitere Einsparungen verhandeln. Das kündigte Audi-Chef Gernot Döllner am Donnerstag auf der Betriebsversammlung in Neckarsulm nach vorab verteilten Aussagen an. Die Autoindustrie befinde sich in einem fundamentalen Umbruch. „Darauf müssen wir reagieren – und zwar jetzt.“

Alexander Reinhart, Betriebsratschef in Neckarsulm, sagte, derzeit laufe die Überprüfung, ob die Voraussetzungen gegeben seien, um die Schlechtwetterklausel zu ziehen. „Wenn alle Hausaufgaben gemacht sind, sind wir als Betriebsrat bereit, in weitere Gespräche im Sinne der Zukunftsperspektive unseres Standorts und der Marke Audi einzusteigen.“

Die Schlechtwetterklausel bei Audi ist eine 2019 im Zukunftspakt des Unternehmens vereinbarte Regelung, die festlegt, dass Geschäftsführung und Betriebsrat in Verhandlungen über Sparmaßnahmen treten müssen, wenn sich wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Das sei nun der Fall, so Döllner.

Ende 2019 hatte Audi schon einmal die Schlechtwetterklausel gezogen und in Gesprächen unter anderem gefordert, das Tarifentgelt abzusenken, tarifliche Zulagen zu streichen, die Ergebnisbeteiligung zu beschneiden und hybrides Arbeiten zu begrenzen. Der Betriebsrat sprach damals von einer „Liste des Grauens“.

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