Die Betriebsversammlung in Neckarsulm wird von Zukunftsängsten begleitet. Das Management gibt dem Standort noch ein Jahr Zeit – und will Verhandlungen über Jobabbau und Arbeitsbedingungen.

Mitarbeiter im Audi-Werk Neckarsulm: Weitere Stellenstreichungen drohen. Foto: Ronald Wittek/dpa
Berlin, Stuttgart. Die Volkswagen-Tochter Audi zieht die sogenannte Schlechtwetterklausel aus ihrem jüngsten Sparprogramm und will nun mit dem Betriebsrat über weitere Einsparungen verhandeln. Das kündigte Audi-Chef Gernot Döllner am Donnerstag auf der Betriebsversammlung in Neckarsulm nach vorab verteilten Aussagen an. Die Autoindustrie befinde sich in einem fundamentalen Umbruch. „Darauf müssen wir reagieren – und zwar jetzt.“
Alexander Reinhart, Betriebsratschef in Neckarsulm, sagte, derzeit laufe die Überprüfung, ob die Voraussetzungen gegeben seien, um die Schlechtwetterklausel zu ziehen. „Wenn alle Hausaufgaben gemacht sind, sind wir als Betriebsrat bereit, in weitere Gespräche im Sinne der Zukunftsperspektive unseres Standorts und der Marke Audi einzusteigen.“
Die Schlechtwetterklausel bei Audi ist eine 2019 im Zukunftspakt des Unternehmens vereinbarte Regelung, die festlegt, dass Geschäftsführung und Betriebsrat in Verhandlungen über Sparmaßnahmen treten müssen, wenn sich wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Das sei nun der Fall, so Döllner.
Ende 2019 hatte Audi schon einmal die Schlechtwetterklausel gezogen und in Gesprächen unter anderem gefordert, das Tarifentgelt abzusenken, tarifliche Zulagen zu streichen, die Ergebnisbeteiligung zu beschneiden und hybrides Arbeiten zu begrenzen. Der Betriebsrat sprach damals von einer „Liste des Grauens“.
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
AnzeigeImmobilienbewertung Wohnungssuche oder Eigentum? Diese Services helfen.
AnzeigeIT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
AnzeigePresseportal Direkt hier lesen!
AnzeigeSTELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
AnzeigeExpertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Mercedes-Benz: Konzern legt Abfindungsprogramm erneut auf | 0 | 12.15 | 30-09-2026 |
| 2 | Bosch halbiert seine Belegschaft in Nürnberg | 0 | 11.13 | 28-09-2026 |
| 3 | Morning Briefing: Autokrise erreicht die Arbeiter – die haben zwei Optionen | 0 | 8.31 | 01-10-2026 |
| 4 | „Finanziell am Kipppunkt“: In Emden geht Angst vor VW-Aus um | 0 | 13.13 | 10-09-2026 |
| 5 | Eskalation bei VW: Autobauer kündigt zehn Tarifverträge – IG Metall protestiert | 0 | 10.32 | 30-09-2026 |
| 6 | Automobilzulieferer: Bosch halbiert seine Belegschaft in Nürnberg | 0 | 14.79 | 28-09-2026 |
| 7 | VW-Management fährt „beispiellosen Angriff auf Belegschaft” | 0 | 17.14 | 21-08-2026 |
| 8 | Kommentar: Fünf Stunden mehr bei VW – mit einer Nebenwirkung, die kaum jemand nennt | 0 | 8.98 | 01-10-2026 |
| 9 | Union Busting: Konflikt um Homeoffice [Online-Abo] | 0 | 14.65 | 08-10-2026 |
| 10 | Krise bei Volkswagen: Neue Arbeitskämpfe stehen bevor | 0 | 17.17 | 01-10-2026 |