Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Rath checkt ein: Park Hyatt Zürich im Test: Dieser Hotelchef erfindet das Luxushotel neu

Дата публикации: 06-09-2026 06:00:00

Ein Haus im Aufbruch: Der neue Chef lässt die Zimmer und öffentlichen Bereiche renovieren – und sorgt dafür, dass Luxus im Park Hyatt Zürich nicht allein auf Marmor und üppigen Zimmerfluchten beruht

Основное содержимое страницы с новостью.

Der neue Generalmanager Marc Epper will das Park Hyatt Zürich mit frischen Ideen zurück in die erste Liga der Hotellerie führen

Der neue Generalmanager Marc Epper will das Park Hyatt Zürich mit frischen Ideen zurück in die erste Liga der Hotellerie führen

© Hyatt Zürich

Ein Haus im Aufbruch: Der neue Chef lässt die Zimmer und öffentlichen Bereiche renovieren – und sorgt dafür, dass Luxus im Park Hyatt Zürich nicht allein auf Marmor und üppigen Zimmerfluchten beruht

Carsten K. Rath hat zahlreiche Grandhotels geführt. Er ist Gründer des Hotel-Rankings „Die 101 besten Hotels“, das auch als Buch in Kooperation mit Capital erscheint. Hotels, über die er für Capital schreibt, bereist Rath auf eigene Rechnung.

Carsten K. Rath hat zahlreiche Grandhotels geführt. Er ist Gründer des Hotel-Rankings „Die 101 besten Hotels“, das auch als Buch in Kooperation mit Capital erscheint. Hotels, über die er für Capital schreibt, bereist Rath auf eigene Rechnung.

Eine Seezunge habe ich hier wirklich nicht erwartet. 

Ich sitze in der Lobby des „Park Hyatt Zürich“ und werfe einen Blick auf die Karte. In vielen Luxushotels sind dort die üblichen Klassiker aufgelistet, vom Club-Sandwich bis zur California Roll. Gerichte, die von Singapur über San Francisco bis Stuttgart funktionieren, nur eben niemanden überraschen. Hier in Zürich bestelle ich stattdessen die Seezunge. Sie kommt auf den Punkt gegart, begleitet von ausgezeichnetem Chimichurri, einer frischen Zitronensauce und angebratenem Gemüse. Ein kulinarisches Detail, das im Kleinen vorausschickt, was in diesem Hotel gerade geschieht: Das Park Hyatt Zürich erfindet sich neu!

Die neu gestaltete Lobby verbindet eine imposante Raumhöhe mit warmem Holz, Naturstein und elegantem Interior Design

Die neu gestaltete Lobby verbindet eine imposante Raumhöhe mit warmem Holz, Naturstein und elegantem Interior Design

© Hyatt Zürich

Neuer Chef, neue Handschrift

Verantwortlich dafür ist Generalmanager Marc Epper, den ich aus seiner Zeit bei Mandarin Oriental kenne, zuletzt in deren Münchner Nobelhotel. Epper ist erst seit kurzer Zeit in Zürich, und trotzdem prägt er das Haus bereits wahrnehmbar. Rund 25 Zimmer sind bereits renoviert, die Lobby ist umgestaltet und weitere öffentliche Bereiche sollen folgen. Auch das Restaurant steht auf der To-do-Liste. Fast überall sieht man nun warme Hölzer, andere hochwertige Materialien und ein aufgefrischtes Design. Die hohen Räume wirken großzügig. Aus den oberen Etagen bietet sich ein Blick über die Altstadt mit ihren Kirchtürmen und der verwinkelten Dachlandschaft.

Dass Epper auch vermeintliche Kleinigkeiten wichtig sind, merke ich bereits bei der Ankunft. Auf meinem Zimmer wartet ein aus Schokolade gefertigter Löwenkopf – eine augenzwinkernde Referenz an die Stadt oder mein Sternzeichen –, dazu Blumen und eine handgeschriebene Karte. „Wir werden nicht das lauteste Hotel von Zürich sein“, erzählt Epper mir später. „Wir möchten ein Haus sein, das durch Herzlichkeit, persönliche Begegnungen und die spürbare Freude unserer Mitarbeitenden in Erinnerung bleibt.“

Nach der Renovierung präsentieren sich die Gästezimmer angenehm wohnlich, mit geschwungenen Sesseln, warmem Holz und viel Tageslicht

Nach der Renovierung präsentieren sich die Gästezimmer angenehm wohnlich, mit geschwungenen Sesseln, warmem Holz und viel Tageslicht

© Hyatt Zürich

Internationales Flair im Finanzzentrum

Das „Park Hyatt“ gehört zu den Luxushotels, bei denen der Standort zum Teil des Geschäftsmodells gewortden ist. Zwischen Bahnhofstraße, Zürichsee und dem Bankenviertel gelegen, heißt es gleichermaßen internationale Geschäftsreisende, Banker und Unternehmer sowie anspruchsvolle Urlauber willkommen. Als Teil der „Hyatt“-Gruppe besitzt das Haus zudem die Infrastruktur und Reichweite eines gewichtigen Hospitality-Konzerns.

Vor diesem Hintergrund finde ich den aktuellen Wandel unter Eppers Regie besonders interessant. Ein international standardisiertes Luxushotel muss nämlich verlässlich funktionieren – und gleichzeitig genügend Eigenständigkeit entwickeln, um in einer Stadt wie Zürich relevant zu bleiben. Große Zimmer, teure Einrichtung und eine prominente Adresse? Das alles lässt sich planen und einkaufen. Bei der gewinnenden Persönlichkeit wird es schwieriger.

Der Eingang des Park Hyatt Zürich mit dem „Bell Desk“ verbindet vornehme Eleganz mit einer großzügigen Atmosphäre

Der Eingang des Park Hyatt Zürich mit dem „Bell Desk“ verbindet vornehme Eleganz mit einer großzügigen Atmosphäre

© Hyatt Zürich

Der Doorman als Botschafter

Wie so oft in unserer Branche entsteht sie durch Menschen, und das erlebe ich bereits nach dem Halt vor dem Portal. Der Doorman kommt mir mit sichtbarer Freude entgegen und heißt mich willkommen. Und zwar mit authentischer Herzlichkeit. Das klingt selbstverständlich, ist es jedoch auch in der Spitzenhotellerie keineswegs. Gerade die Vorfahrten großer Schweizer Stadthotels sind häufig eine logistische Herausforderung aus Taxis, Lieferanten und Gästen auf engstem Raum. Da braucht es souveräne Mitarbeiter, die aus dem Chaos ein freundliches Entrée machen.

Das Erlebnis „Hotel“ beginnt schon vor dem Einchecken, wenn sich die Autotür öffnet. Im „Park Hyatt“ funktioniert das bemerkenswert gut. Dass bei der Abreise noch immer ein alter Kaffeebecher in der Ablage steht und die leere Wasserflasche nicht ersetzt worden ist, registriere ich trotzdem. Doch diese Kleinigkeit wiegt nicht schwer, so ich an anderer Stelle so positiv überrascht worden bin.

Auch im großzügigen Bad setzt das Park Hyatt auf edle Materialien wie Marmor und klare Linien

Auch im großzügigen Bad setzt das Park Hyatt auf edle Materialien wie Marmor und klare Linien

© Hyatt Zürich

Goldene Regel: Bar voll, Hotel beliebt

Ein anschauliches Beispiel ist die Bar, denn die ist abends voll besetzt. Das klingt banal, gehört für mich jedoch zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen eines guten und beliebten Stadthotels. Eine Hotelbar, in der ausschließlich Gäste des Hauses sitzen, bleibt Teil des Beherbergungsbetriebs. Eine Bar, die auch von Einheimischen frequentiert wird, wird zu einem „third place“ des lokalen Gesellschaftslebens.

Für ein internationales Luxushotel ist diese lokale Verankerung wertvoll. Sie schafft Atmosphäre, macht das Haus lebendiger und gibt ihm jene Selbstverständlichkeit, die kein Inneneinrichter inszenieren könnte. Auch deshalb passt meine Seezunge so gut ins Bild. Statt die Lobby als Snack-Lounge zu behandeln, wird dort im Park Hyatt Zürich ernsthaft gekocht. Qualität folgt dem Gast, nicht den starren Mustern traditioneller Hotelkonzepte.

Sanfte Naturtöne, harmonische Formen und große Fenster verleihen Behaglichkeit und holen die Stadt ins Zimmer

Sanfte Naturtöne, harmonische Formen und große Fenster verleihen Behaglichkeit und holen die Stadt ins Zimmer

© Hyatt Zürich

Renovieren allein reicht nicht

Das Haus befindet sich in einer interessanten Phase. Der Umbau ist noch nicht abgeschlossen und daher erlebe ich kein fertiges Produkt, sondern bin Zeuge einer Transformation. Marc Epper muss dabei die schwierige Balance zwischen der Professionalität einer internationalen Marke und einem griffigen Profil für den Zürcher Hotelmarkt finden. Die modernisierten Zimmer und Restaurants sind dabei die sichtbarste Seite der Investition, und auch das Fine Dining im Restaurant „Parkhuus“ soll ein zeitgemäßes, stärker von der Schweiz geprägtes Menü erhalten. Noch wichtiger ist der menschliche Faktor im Hotelalltag: Wie aufmerksam sind die Mitarbeiter? Wie persönlich fühlt sich deren Begrüßung an? Wie schnell erkennt ein Team die Wünsche eines Gastes?

In diesem letzten Punkt verbirgt sich die entscheidende Frage moderner Luxushotellerie. Und ich bin gespannt, wie gut das Park Hyatt Zürich sie beantworten kann. Die Voraussetzungen sind bemerkenswert: eine ausgezeichnete Lage, die internationale Kraft der Hyatt-Gruppe, ein etabliertes Haus und ein neuer General Manager mit klar erkennbarem Gestaltungswillen.

Raths Reise-Rating

1 Ganz großes Kino

2 Wenn’s nur immer so wäre

3 Meckern auf hohem Niveau

4 So lala, nicht oh, là, là

5 Besser als im Hostel

6 Ausdrückliche Reisewarnung

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Rath checkt ein: Die Zeiten des Mittelmaßes in der Hotellerie sind vorbei0930-08-2026
2The Edinburgh hotel chef giving haggis and Irn-Bru a Polish makeover012.9806-10-2026
31 Hotel West Hollywood review: This hotel hides one of the best Sunset Strip secrets013.2604-10-2026
4The world's best hotel breakfasts revealed - from 350-item menus to Jamaican gems... and the ones guests say are the 'worst'0911-09-2026
5Die Ostschweiz bleibt spitze – auch dank Mäzenen09.2605-10-2026
6The world's most beautiful hotels: From an Irish castle owned by the Guinnesses to a clifftop retreat in Bali and California's extraordinary 'caveman' rooms06.4711-09-2026
7The world's 50 best hotels for 2026 revealed - from an Asia favourite to a £39,000-a-night Paris suite (and there are four in the UK)013.7816-09-2026
8Цифровые решения в номерах отелей смогут улучшить операционные процессы на 30%015.8229-09-2026
9Цифровые решения в номерах отелей смогут улучшить операционные процессы на 30%015.8229-09-2026
10Fleischlos für Feinschmecker: Gault-Millau feiert eine Premiere und adelt die vegetarische Küche011.5805-10-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 6.76. Источник: www.capital.de.